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In welche Richtung werden sich neue Technologien 2019 entwickeln? (Foto: Getty Images)
Tech KI Blockchain

Die Technologie-Trends fürs Marketing

Künstliche Intelligenz, Blockchain oder Edge Computing: In welche Richtung werden sich neue Technologien 2019 entwickeln? Enno Hennrichs von FleishmanHillard erklärt, welche Technologien Marketingfachleute und Geschäftsführer in den kommenden Monaten im Blick haben sollten.

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Die Geschwindigkeit, mit der sich Technologien entwickeln und ändern, war noch nie so hoch. Was vor wenigen Monaten noch als Zukunftsmusik erschien, ist heute Alltag. Man denke nur an digitale Assistenten oder Smart Homes. Doch nicht nur Technologien entwickeln sich weiter, sondern auch die Art und Weise, wie Menschen darüber sprechen, denken und fühlen.

Um herauszufinden, was diese Trends für Marken bedeuten, hat die Kommunikationsagentur FleishmanHillard über eine Milliarde technologieorientierter Interaktionen auf Twitter analysiert und um Einschätzungen von Technologieexperten ergänzt. Der Report "Tech Trends 2019: The Fads. The Fears. The Future." zeigt, auf welche Technologien du 2019 achten solltest.

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Künstliche Intelligenz (KI) wird detaillierter

Marken, die KI für ausführliche und erklärende Interaktionen mit ihren Kunden nutzen – und damit künstliche Intelligenz in einen realitätsnahen Kontext stellen – sind im kommenden Jahr die großen Gewinner. Die Diskussionen zum Begriff Conversational AI, also der Interaktion von Menschen mit KI-Systemen mittels natürlicher Sprache, stiegen im Themenvolumen auf Twitter um 54 Prozent im untersuchten Zeitraum.

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Sogar die Bundesregierung hat erkannt, dass KI eine zentrale Rolle spielt und 2018 die „Strategie Künstliche Intelligenz“ verabschiedet. Vor allem Start-ups sollen finanziell gefördert werden. Allerdings muss sich noch zeigen, ob das Programm tatsächlich Deutschland zu einem KI-Schwergewicht macht oder es sich um „Marketing-Bullshit“ handelt, wie Kritiker monieren.

Auch interessant: Fluch & Segen: Was wir von künstlicher Intelligenz erwarten können

Datenschutz wird noch wichtiger

Unser Report ergab, dass über 80 Prozent der Verbraucher Datensicherheit und -schutz als wichtig einstufen. Daher werden verantwortungsvolle Datenschutzmaßnahmen 2019 immer wichtiger. Das überrascht nicht, haben doch Datenskandale selbst technologiefreundliche Verbraucher und Unternehmen zum Nachdenken gebracht.

Da kommen einer Hotelkette 500 Millionen Datensätze von Gästen abhanden, und eine Analytics-Firma saugt über 80 Millionen Nutzerdaten von Facebook ab. Und dann ist da noch die Datenschutz-Grundverordnung. Sie will eine Art Chinesische Mauer sein, hinter der Daten von EU-Bürgern sicher sind. Warten wir es ab, denn auch der „echte“ Schutzwall in China konnte nicht verhindern, dass das Reich der Mitte von den Mongolen überrannt wurde.

Augmented Analytics wird Mainstream

Das Potential von KI, die menschliche Intelligenz zu verbessern, anstatt sie zu ersetzen, ist ein zentrales Thema in den Diskussionen auf Twitter. Ein Musterbeispiel für eine solche Symbiose ist Augmented Analytics. Bei dieser Technologie ist gewissermaßen ein virtueller Datenspezialist an Bord. Er übernimmt die Arbeit im „Maschinenraum“, also das Erfassen und Konsolidieren von Daten sowie die Suche nach Mustern und Abhängigkeiten. Und er macht dir am Ende Vorschläge, wie das alles zu interpretieren ist.

Doch Vorsicht: Verbraucher werden wissen wollen, auf welche Weise Unternehmen und Agenturen Augmented Analytics einsetzen, und dein Chef wird fragen, was diese Technologie für das eigene Unternehmen „bringt“. Wichtig wird es daher sein, fundierte Use Cases zu entwickeln.

Lead 4 Change Management 1200X1200
Mensch und Technik vereinen

Die Digitalisierung eröffnet neue Chancen in der modernen Arbeitswelt. Sollten Unternehmen jetzt mehr Experimente im Alltag wagen? Im aktuellen LEAD Bookazine spricht Alexandra Borchardt über Change-Management und eine erfolgreiche Kombination von Mensch und Technik.

Neue Anwendungen für die Blockchain

Okay, das Projekt „Reich werden mit Bitcoin“ legen wir besser auf Eis. Denn die Kryptowährung, die auf Blockchain basiert, macht derzeit harte Zeiten durch. Doch Blockchain bleibt weiterhin relevant. Ein Indiz dafür: Der Anteil der Diskussionen auf Twitter zu dem Thema stieg 2018 um 52 Prozent. Auch deutsche Unternehmen sehen eine ganze Reihe von Einsatzgebieten für die Technologie, etwa als Plattform, um Transaktionen mit Kunden und Lieferanten nachvollziehbar zu machen.

Auch im Bereich Smart Citys wird die verteilte Datenbank-Technologie eine zentrale Rolle spielen. Ob wir dann nicht mehr so oft im Stau stehen oder in einem überfüllten Bus ins Büro fahren müssen?

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Edge Computing wird in den Vordergrund rücken

Deutsche Maschinenbauer und Industrie-4.0-Spezialisten lieben Edge Computing. Denn diese Technik löst ein Problem, an dem viele IoT-Konzepte (Internet of Things) kranken: Es dauert einfach zu lange, bis Daten von Sensoren an Maschinen, Kompressoren oder Pumpen zu einer weit entfernten IoT-Plattform übertragen und dort analysiert werden. Das übernehmen jetzt Systeme am Ort des Geschehens.

Das muss im Übrigen nicht unbedingt eine Fabrikhalle sein. Auch ein Warenregal im Handel oder die Kuh auf der Weide lassen sich mit Sensoren ausstatten, die Informationen an ein Edge-Computing-System weitergeben. Und im Windschatten von IoT und Edge Computing wird eine weitere Technologie wichtig: 5G-Mobilfunk für die flotte Übermittlung von Daten „over the air“.

Lead 3 Marketing Im Mittelstand 1200X1200 Akt
Starkes Marketing für starke Marken

Digitalisierung soll Wachstum bringen, aber nicht nur für die Big Player. Der Mittelstand nutzt diese Chance ebenfalls für sich. Nur wie, ist die Frage. Wie agiert beispielsweise die Firma Sport Schuster in puncto Marketing? Das LEAD Bookazine 03/2018 zeigt, wie der Mittelstand das Marketing im digitalen Wandel gestaltet. Kundenbedürfnisse und eigene Werte – darum sollte es gehen.

Immersive Reality verändert weitere Sparten

Auch wenn manche Gamer uns jetzt hassen: Virtual Reality bei Computerspielen ist eine „lahme Ente“. Aber dafür erobern Virtual, Augmented und Mixed Reality andere Anwendungsgebiete, etwa in der Industrie. Mit einer Datenbrille von SAP und DAQRI erkennen beispielsweise Arbeiter von Skoda auf einen Blick, wie es um den Gesundheitszustand einer Maschine bestellt ist.

Doch auch im Handel werden VR, AR und MR ihr Potenzial zeigen, etwa bei einem virtuellen Rundgang durch die Wohnung, die mit – ebenfalls virtuellen – Möbeln von IKEA bestückt wurde. Denn eine Augmented-Reality-App des Herstellers zeigt dem Kunden, wie sich die knallrote Ledercouch im Wohnzimmer machen würde.

„Smarte“ Textilien kommen in Mode

Ein paar Models im Exoskelett über den Catwalk paradieren lassen? Diese Idee hätte dem exzentrischen Modedesigner Alexander McQueen sicherlich gefallen. Vorerst werden solche „Kleidungsstücke“ aber vor allem Mitarbeitern in Produktionsbetrieben und dem Logistikgewerbe bei körperlich schweren Tätigkeiten unter die Arme greifen. Auch Menschen mit einer Gehbehinderung werden von Exoskeletten profitieren. Und die armen Modeschöpfer? Sie dürfen sich auf intelligente Stoffe freuen.

Der Fantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt: Blusen und T-Shirt, die dank integrierter Leuchtdioden oder Fotosensoren ihre Farbe ändern können, Sportkleidung mit integrierten Mikropumpen, die Schweiß absaugen oder Kostüme und Anzüge mit integrierten Solarzellen, die das Smartphone aufladen. Solche Technologien könnten der Textilindustrie in Hochlohnregionen wie Europa und den USA zu einem Comeback verhelfen, so Branchenexperten.

Fazit: Die Richtung muss stimmen

Die Geschwindigkeit, mit der sich Technologien entwickeln und ändern, war noch nie so hoch. Aber, wie einer der Experten in dem Report feststellt: "Das Tempo wird auch nie wieder so langsam sein." Was bedeutet das für Technologiemarken und deren Beziehung zu ihren Kunden?

Sie müssen sich einerseits mit dieser technologischen Evolution auseinandersetzen. Zum anderen sollten Unternehmen die Daten sinnvoll nutzen, die solche Technologien bereitstellen – über (potenzielle) Kunden und deren Vorlieben, über Marktentwicklungen und den Erfolg von Marketingmaßnahmen. Kurzum, die Richtung muss stimmen. Dann profitieren letztlich alle Akteure.

Zur Studie: Der Report "FleishmanHillard Tech Trends 2019: The Fads. The Fears. The Future" basiert auf einer Social-Conversation-Analyse auf Grundlage der Gartner Trends 2018 und 2019. Die Ergebnisse wurden anschließend von 25 führenden Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Non-Profit-Organisationen aus der Technologiebranche um ihre Einschätzungen ergänzt.

Über den Autor: Enno Hennrichs leitet die Technology, Manufacturing & Industrials Practice bei der Kommunikationsagentur FleishmanHillard in Deutschland. Mit Teams in München, Düsseldorf und Frankfurt betreut er ein Kundenportfolio aus dem Technologiebereich, das vom kleinen Mittelständler bis hin zum Weltkonzern reicht.

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Wie bitte?

Noch nie gab es so viele Möglichkeiten zu kommunizieren. Wie Unternehmen es dennoch schaffen, ihre Botschaft erfolgreich zu vermitteln? Das neue LEAD Bookazine gibt unter anderem Tipps für den Einsatz von Voice-Skills, UX und Change-Management im Arbeitsleben. So gelingt Kommunikation – ohne Missverständnisse.

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