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Tech Veranstaltung Event

Tech Open Air: Ein Impulsfest für Marketer

Auf dem Tech Open Air war für HRler zu fühlen, wie Techies künftig zu begeistern sind und wie dringend die Auswirkungen von AI- und IoT-getriebenen Innovationen künftig in Marketingstrategien einfließen müssen. Andrea Petzenhammer, Head of PR bei der Agentur Frische Fische, war vor Ort.

Auf dem Tech Open Air war für HRler zu fühlen, wie Techies künftig zu begeistern sind und wie dringend die Auswirkungen von AI- und IoT-getriebenen Innovationen künftig in Marketingstrategien einfließen müssen (Bild: Andrea Petzenhammer)
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Lustig wird es wieder auf der dmexco, wenn alle von ihren neuen 360-Grad-Technologien erzählen und damit manchmal noch Excel-Tabellen meinen. Ich werde im September also vermutlich zurückdenken an diese erste Woche im Juli und die Flausen, die mir das Tech Open Air (TOA) in Sachen Technologie-Neuheiten in die Ohren gesetzt hat. Das Funkhaus, malerisch direkt an der Spree gelegen, bot den perfekten Hintergrund für die Szene, die auf der TOA zusammen kam: Entwickler, Transformer, Gründer und Mitarbeiter aus Start-ups sowie von Schwergewichten mit der Kragenweite von Google tauschen sich drei Tage lang aus. Zum Beispiel darüber, dass …

… Brute-Force-Angebote bald auf keine Nachfrage mehr treffen

Aktuell gehen Hunderte neue IoT-Devices pro Sekunde ans Netz (und vermutlich nicht wieder weg). Das verändert nicht nur unseren privaten Alltag, sondern auch die Ansprache potenzieller Kunden und Auftraggeber durch die werbetreibenden Unternehmen. Der "Brute-Force-Ansatz", also dass sich Käufer und Verkäufer im Alltag über Zufälle und Wiederholungen irgendwann schon über den Weg laufen, gehört der Vergangenheit an.

Die bisherige Informationslücke, wer sich welches Angebot wo wünscht, ist technologisch überbrückt und führt Angebot und Nachfrage direkt zueinander. Das kann man gut an den diversen Taxi-Anbietern sehen, die ihre Kunden per App vermitteln. Der kreisende Fahrer hat sich überlebt, die telefonische Vermittlungsstelle bzw. das leuchtende Taxi-Schild auf dem Autodach sind kein Garant mehr für Aufträge. Die Anbieter brauchen GPS, eine Anbindung an die diversen Plattformen und gute Bewertungen, um Kunden in ihre speziellen Taxis zu bewegen. Wir können davon ausgehen, dass weitere, bisher noch nicht volleffiziente Verkaufssituationen über Technologie grundlegend verändert werden.

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Was auf dmexco und Co. diskutiert werden sollte, ist, was die Situation nun mit der Kundenansprache macht. Werben künftig nicht mehr die anbietenden Unternehmen, sondern nur noch die Plattform? Wie grenzen sich Wettbewerber, wie in diesem Beispiel die eigentlich konkurrierenden Taxi-Unternehmen, künftig in der Kundenansprachen voneinander ab, wenn sie über die gleiche Plattform vermittelt werden – und lohnt es sich dann überhaupt noch? An welchen Touchpoints wird künftig noch eine Verbindung zu Marken hergestellt?

… der Out-of-Home-Ansprache ein grundlegender Wandel bevorsteht

Die Problematik lässt sich vor dem Hintergrund der demonstrativen Omnipräsenz von Daimler auf der TOA weiter denken. Das Mobility-Urgestein wirbt massiv um innovative Technologien und vielversprechende Gründerpersönlichkeiten, um sie via Investition an den Konzern zu binden oder gleich einzugliedern. Der Referent das Automobilkonzerns schaut in die Zukunft und glaubt, dass das Stadtbild künftig von autonom fahrenden Mobilitätseinheiten beherrscht wird, deren weiterer Weg von Leuchtstreifen auf der Straße angezeigt wird. Darin arbeiten Menschen oder genießen ihre Freizeit. Die Fortbewegung in individuellen Fahrzeugen sowie im öffentlichen Nahverkehr hat also künftig hundert Prozent mehr Platz für Interaktion mit den Menschen.

Die Karosserie der öffentlichen und privaten Fahrzeuge könnte zu Bildschirmen werden, auf denen die Menschen arbeiten, lesen oder spielen. Entsprechend könnten sie wesentlich schwerer über klassische Angebote wie Out-of-Home oder Mobile Advertising erreicht werden; die Publisher der Zukunft wären dann E-Mobility-Anbieter. Marketer werden Antworten auf die durch AI und IoT auf den Weg gebrachten Veränderungen im Stadtbild finden müssen.

Toa19 Ausstellungshalle Und Innovation Stage
(Bild: Andrea Petzenhammer)

…Tech-HR inzwischen schlimmer ist, als die Nadel im Heuhaufen zu suchen

Eine große Inspiration war die TOA – in ihrer Leichtigkeit und doch so ausgeprägten inhaltlichen Professionalität – für das Recruiting. Wer in den vergangenen zwei Jahren einmal versucht hat, einen Marketing Manager oder Entwickler einzustellen, weiß, dass man an dieser Aufgabe nicht nur in Berlin verzweifelt. Diverse Satellite-Events der TOA, Personalvermittlungen und Sessions zielten darauf, Spezialisten zu sich an Bord zu holen.

Fiverr hat großflächig auf dem Weg zum Funkhaus, plakatiert, um von keinem potenziellen Bewerber unter den TOA-Besuchern übersehen zu werden. Kein Wunder also, dass New-Work-Themen einer der inhaltlichen Dauerbrenner waren.

... der Fachjargon im Onlinemarketing einen validen Zweck hat

Zeit und Anregung zur Selbstreflexion blieb auf der durchweg gelungenen TOA auch: Babbel-Chef Markus Witte erklärte in seinem Vortrag, warum Vokabeln verändern, wie wir die Welt sehen. Etwa kannte der Dichter Homer vor nicht einmal 3.000 Jahren wohl das abstrakte Konzept der Farbe nicht. Sein Meer ist nie blau, sondern ‘veilchenartig’ oder ‘weinfarben’ beschrieben. Überhaupt könnte Blau sogar die letzte Farbe gewesen sein, die einen Namen bekommen hat. Mehrsprachig kommunizierende Menschen sollen übrigens sogar über stärker ausgeprägte neuronale Netze im Gehirn verfügen, die sie die Welt aus unterschiedlichen Perspektiven wahrnehmen lassen. Vor diesem Hintergrund kann man doch immerhin fast verstehen, warum die Digital-Marketing-Fachtexte vor eigenwilligen Begriffen bei komplexen Zusammenhängen nur so strotzen.

Auf der TOA haben die Besucher einen Blick in die Zukunft werfen können und einen Eindruck bekommen, wie stark sich unsere Welt in unmittelbarer Zukunft verändern wird. Sprache, E-Mobility, E-Health, Plattformökonomie - da kommt einiges auf uns zu, dass wir mit dem Kommunikationsblick weiter denken müssen.

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