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Trends

Substanz statt heißer Scheiß: Was 2018 wirklich zählt

Virtual Reality, Social Shopping, Livestreams - das sind 3 der Dinge, mit denen Ihr Euch 2018 beschäftigen solltet.

© Sassenbach Advertising
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Peter Metz (Bild oben), Geschäftsführer bei Sassenbach Advertising, München:

"Ohne Frage sind neue Technologien und Services wichtig für unsere Branche. Denn im Prinzip geht es im Marketing ja meistens um Innovation und Fortschritt. Das ist auch gut so. Bedeutet aber nicht, dass es zielführend ist, sich jedes Jahr kopfüber auf den nächsten, brandneuen "heißen Scheiß" zu stürzen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die meisten den "heißen Scheiß" vom letzten Jahr noch gar nicht vollständig verstanden, geschweige denn effektiv umgesetzt haben – wie auch, das braucht Zeit. Ganz im Gegenteil: Eine solche Herangehensweise ist oft sogar kontraproduktiv und führt mittelfristig zu keinem echten Erfolg. Denn viele dieser Trends gibt’s schon lange, sie werden jetzt nur anders benannt oder eingesetzt und sind dann auch schnell wieder vergessen. Etwa Storytelling – eine Marke, die erfolgreich werben möchte, muss eine gute Geschichte erzählen. Das gab es schon immer, was zählt ist Substanz."

Reiser Marcus 21Torr
© 21TORR

Marcus Reiser, Managing Director, 21TORR, Stuttgart:

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"Augmented Reality wird immer populärer und wichtiger, obwohl doch gestern noch Virtual Reality für Furore gesorgt hat. Aber der Einstieg in AR hat eben deutlich weniger Hürden: Entwicklungen sind günstiger im AR-Umfeld als in einer kompletten VR-Welt, der Kunde braucht weniger Equipment und trotzdem rücken wir emotional näher an ihn heran als in "klassischen" Digitalmedien. Auch wenn man es eigentlich nicht mehr hören kann: Die AR-Anwendungen, die vor allem echten Mehrwert und Nutzen für den Kunden bringen, werden Alltag. Wenn die Umsetzung schlank, intuitiv und intensiv ist, lassen sich damit 2018 noch große Ausrufezeichen setzen. Auch Virtual Reality wird kommen und wir werden im neuen Jahr bereits einzelne Anwendungen sehen. Der große VR-Hype startet aber erst, wenn die Anwendungen besser, die Technologie günstiger und die Entwicklungskosten geringer sind."

Reidenbach Eva Cr Oddity
© Oddity

Eva Reitenbach, Geschäftsführerin Oddity, Berlin:

"Was kommt eigentlich nach der viel zitierten Authentizität, die uns als Buzzword die Zunge aufraut? Ich würde sagen, das Credo heißt jetzt schon und bald noch mehr: Pretty ugly. Während Vignette und Selfie-Look so langsam in der Markenkommunikation ankommen, sind User schon etwas völlig anderes aus ihren Kommunikationskanälen gewohnt. Vergänglicher Content und "ist ja eh gleich wieder weg" bestimmen die Qualität der Inhalte, die in einer hohen Taktung geteilt werden. Authentisch heißt nicht mehr nur Instagram-Filter mit Werbemitteln zu kombinieren, sondern ungeschönte Realität, Echtheit, Handywackeln. Hinzu kommt die hohe Frequenz und Schnelllebigkeit der Kommunikation in Social Media, die kaum noch Platz für aufwendige, von langer Hand geplante Produktionen bietet. Neben smartem Storytelling und datengetriebener Kommunikation, ist aus meiner Sicht die Ära der vergänglichen Echtheit angebrochen. Und die stellt neue Anforderungen an Branding, an Content und vor allem an die Sicht von Marken auf sich selbst."

Rahm Yves Cr Pixelschickeria
© Pixelschickeria

Yves Rahm, Geschäftsführer, Pixelschickeria, München:

"Bewegtbild bleibt auch 2018 das treibende Content-Format in sozialen Netzwerken, in Blogs und auf Websites. Dabei werden besonders Video-on-Demand und Live-Video-Streaming weiter an Fahrt aufnehmen. Für Brands eröffnet dieser Trend ganz neue (Revenue-) Möglichkeiten. Ein heißes Thema ist in diesem Zusammenhang die Platzierung von Produkten im Live-Stream mit direkter Kauf-Option via Touch oder Klick. Die Qualität darf bei dieser Beschleunigung nicht auf der Strecke bleiben, denn die Ansprüche der Konsumenten bezüglich der Inhalte, der Story und der Bildqualität steigen stetig."

Ahmad Kreuzer Seeda 12Social
© 1-2-social

Seeda Ahmad-Kreuzer, Geschäftsleiterin von 1-2-social, München:

"Instagram hat es bereits angedeutet - es wird in Zukunft möglich sein, über die sozialen Netzwerke direkt einzukaufen. WeChat macht es vor und auch hier scheint der Zeitpunkt passend, da Facebook, Instagram und Co. nahezu ausschließlich mobil konsumiert werden und niemand komplizierte Bestellprozesse über Weiterleitungen durchführen möchte. Die notwendigen Technologien stehen bereits zur Verfügung und werden 2018 immer stärker zur Anwendung kommen. Den jüngsten Schritt in diese Richtung machte Apple mit dem iPhone X, welches potenziell Zahlungen durch Face ID autorisieren kann."

Engelbrecht Eva Maria Cr Bloom
© Bloom

Eva-Maria Engelbrecht, Managing Partner von Bloom, Nürnberg:

"Customized Agencies sind einer der großen Agenturtrends der letzten Jahre. Doch oft sind diese Spezialagenturen viel zu weit weg vom eigentlichen Business und ihnen fehlt der Blick für das große Ganze. Kommunikation gehört in die Hände derer, die den Überblick haben und die Spezialisten richtig einsetzen und steuern können. 2018 wird es für die Generalisten wichtiger denn je, sich für diese Aufgaben fit zu machen und dem Tross aus Beratern und Agenturen eine Richtung zu geben."

Wernhoefer Sebastian Cr Mzentrale
© Mzentrale

Sebastian Wernhöfer, Managing Director, Mzentrale, München:

"Es darf eigentlich gar nicht als Trend, sondern wenn als 'Muss-Trend' bezeichnet werden: 2018 muss jeder Online-Shop den Fokus zu 100% auf Mobile legen, nicht nur in der Darstellung, sondern vielmehr in der UX-Konzeption. Also der Bedienung und dem Erlebnis bei der mobilen Nutzung - so z.B. ein intuitiv und intelligenter Chat mit vorgefertigten passenden Antworten, welche der User nur noch antippen muss. Hierbei sprechen wir nicht vom durchaus alten Hut 'Mobile First', sondern fast von 'Mobile Only'! Auch auf die Situation sollten sich die Shops grundlegend und dynamisch anpassen, es lässt sich hier gerade für Anbieter mit einem Filialnetz ungeahnte Möglichkeiten realisieren. Hier steckt für uns der Umsatztreiber im nächsten Jahr, VR & Co sind nett, aber hier wird es noch etwas länger an der fehlenden Akzeptanz der User scheitern."

Hesse Zw Irmgard Web
© Zeichen und Wunder

 Irmgard Hesse, Geschäftsführende Gesellschafterin, Zeichen & Wunder:

Die Aufgabe von Branding ist es, die Substanz einer Marke sichtbar zu machen. Im digitalen Zeitalter und übersättigten Märkten gilt das mehr denn je! Denn, egal ob noch Digital Immigrant oder schon Digital Native: Konsumenten sind anspruchsvoll geworden und merken sehr schnell, wenn eine Marke ihnen nichts zu sagen hat. Die Zukunft gehört deshalb den Unternehmen, die ihre Kunden ernst nehmen und ihnen Konzepte mit tatsächlichem Mehrwert bieten. Eine Herausforderung ist das allemal: denn substanzielle Inhalte und einen starken Auftritt aus einer Marke heraus zu entwickeln, ist kein reines Zuckerschlecken. Unternehmen die vor diesem aufreibenden Prozess nicht zurückschrecken, haben dauerhaft eine echte Chance, für ihre Kunden relevant zu bleiben.

Gebel Andre Cr Coma
© Coma

André Gebel, Vorstand Beratung und Strategie, Coma, München:

"Es wird langsam Zeit, dass sich das Influencer-Rad endlich weiter in Richtung des real existierenden Endkunden dreht. Nach Macro- und Micro-, wird im nächsten Jahr die Jagd auf den Nano-Influencer, sprich den loyalen Käufer, eröffnet. Und das völlig zurecht, fließen doch locker 80 Prozent des Marketing-Budgets immer noch in die Akquise von Neukunden. Dabei wäre es deutlich einfacher, Markenkäufer nicht nur zum Mehrkonsum anzuregen, sondern direkt als Botschafter und Lobbyist im Social-Media-Universum einzusetzen."

Frien Carsten Cr Roqad
© Roqad

Carsten Frien, CEO und Co-Founder, Roq.ad, Berlin:

"Das alte Bonmot 'Die richtige Werbung, zur richtigen Zeit, am richtigen Platz' muss 2018 um das richtige Gerät erweitert werden. Die Personalisierung des Angebots über alle Geräte auf genau die Bedürfnisse des EINEN Kunden (z.B. Kleidungstück in meiner Größe und passend zu MEINEN bisherigen Käufen) wird essentiell für den, der verkaufen will. Denn nicht alle 35-jährigen Frauen in Großstädten mit einem iPhone haben den selben Modegeschmack. Auch Real-Time Delivery wird einen gewissen Reifegrad erreichen.  Viele Produkte sind schon jetzt innerhalb von einer Stunde beim Konsumenten und wir sehen erste Tests mit Lieferrobotern für Pizza und Co, um die Angebotsbreite weiter zu vergrößern. Ebenfalls sehr spannend wird das Thema automatische Nachbestellung: die KI gesteuerte Maschine weiß, wann der Vorrat im Haushalt zur Neige gehen wird und bestellt automatisch die entsprechenden Produkte nach. "

Kollath Christopher Monotype
© Monotype

Christopher Kollat, Managing Director DACH, Monotype, Berlin:

"Im Jahr 2018 wird sich das Marketing immer mehr auf ganzheitliche Markenerlebnisse konzentrieren und weniger auf die fragmentierten Markeninteraktionen, die sich aus der Zunahme von Kundenkontaktpunkten ergeben. Am erfolgreichsten werden diejenigen Marken sein, die mit dem Verbraucher konsequent und authentisch kommunizieren und auch die Konsumentensicht beachten. Wer das nicht tut, wird wertvolle Marktanteile verlieren."

Nedden Tim Kl Finc3
© Finc3

Tim Nedden, Geschäftsführer Finc3 Commerce, Hamburg:

"2018 wird der Wettbewerb auf Amazons Ad-Self-Service-Tools massiv zunehme. Amazon entwickelt sich gerade zur dritten großen Advertising-Plattform neben Google und Facebook. Doch die Zeit der Low Hanging Fruits ist vorbei. 2018 wird der Wettbewerb auf Amazons Ad-Self-Service-Tools massiv zunehmen und die CPCs nach oben treiben. Effektive Kampagnen-Management-Strategien werden noch wichtiger, um profitabel zu wachsen."

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