Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
QUER Urban Zintel Tijen 2016
LEAD-Kolumnistin Tijen Onaran. (Foto: Urban Zintel)
Storytelling Kolumne leadfaces

"Storytelling ist eine Zukunftskompetenz"

Egal ob Community oder Chatbot, es geht immer ums Geschichtenerzählen. 2018 wird das Jahr des Storytelling, meint LEAD-Kolumnistin Tijen Onaran. Worauf man achten muss.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Wenn wir uns die Kommunikationstrends für 2018 anschauen, ist viel von Communities, nah- und greifbarer Kommunikation, den Chancen und Herausforderungen von Bots oder dem Einsatz digitaler Kanäle als Content-Portal, wie beispielsweise LinkedIn, die Rede.

Ausschlaggebend für eine erfolgreiche Kommunikation ist in meinen Augen die Art und Weise wie, wann und über was oder wen wir Geschichten erzählen. Die Fähigkeit komplexe Zusammenhänge so zu vermitteln, dass auch fachfremdes Publikum nachvollziehen kann, worum es eigentlich geht, ist eine der Zukunftskompetenzen.

"Klar ist: Nicht jeder Inhalt funktioniert auf jedem Kanal gleich gut. Klar ist damit auch: Jeder Inhalt muss für jeden Kanal neu und anders gedacht werden." Tijen Onaran

Analoge Formate ergänzen digitale Geschichten

Unternehmen stehen heute vor einer ihrer größten Herausforderungen: Sie haben heute mehr Inhalte, Neuigkeiten und Informationen denn je, die es zu teilen und verbreiten gilt. Doch all die komplexe Fülle will strukturiert und nachhaltig platziert werden. Der alt bekannte "rote Faden" muss also von Beginn einer Geschichte an bedacht werden: Habe ich also eine Story, die es zu erzählen gilt, muss ich mir im ersten Schritt nicht nur gut überlegen, welche Botschaften gestreut werden sollen. Sondern vielmehr wie die Botschaft, der ich digital zur Verbreitung verhelfen möchte, auch "analog" erzählt werden kann. Analoge Formate, wie Veranstaltungen, werden in Zeiten digitaler Kommunikation wichtiger denn je und entscheiden über den Erfolg einer Geschichte.

Anzeige

Der Weg zur Geschichte ist die Geschichte

Wer kennt es nicht, da gibt es die eine Neuigkeit, die eine Information, oder das eine Projekt, welches kommuniziert werden will. Alle Beteiligten sind begeistert, der Kommunikationszeitpunkt wird sehnsüchtig erwartet, doch eines wird oft vergessen: genau diese Aufregung, die Neugier darauf, wie die Geschichte angenommen und welcher Teil von ihr am besten ankommt, wird für sich behalten. Dabei sind es oft genau diese Momente, die einer Geschichte zu Nahbarkeit verhelfen und den Blick hinter die Kulissen erlauben. Für nachhaltigen Erfolg gilt: Der Weg zur Geschichte ist die Geschichte.

Rhetorik und Eloquenz sind Zukunftskompetenzen

Die "Corporate Influencer"-Entwicklung, also Mitarbeiter als Botschafter von Unternehmen einzusetzen, bedeutet mehr denn je, dass rhetorische Kompetenzen gefragt sind. Ob Podiumsdiskussion, Vorträge oder auf den digitalen Kanälen: als Markenbotschafter steht man vor der Herausforderung andere für seine Themen zu begeistern. Investiert ein Unternehmen also in Botschafter und gibt ihnen die Freiheit, rauszugehen und ihr Expertenwissen zu teilen, muss es diese auch in Vortragsstil, -,art und wirkung, schulen.

Identifikation und Tonalität als Spezialzutaten

Den Erfolg einer guten Geschichte machen insbesondere zwei Faktoren aus: wie sehr sich andere mit dem, was ich als Unternehmen oder als Botschafter erzähle, identifizieren können, und welche Tonalität die Basis bildet. Schaffe ich es, um die Geschichte herum eine Ebene aufzubauen, die das große Ganze beleuchtet, sprich: viele Menschen beschäftigt, wird das, was ich verbreiten will, auch mehr Menschen erreichen als "nur" das Fachpublikum. Wenn dann noch die Sprache und Tonalität so sind, dass die Zuhörer bei den ersten Worten und Sätzen nicht direkt ins Schlafkoma fallen, hat die Geschichte eine Chance auf den ultimativen Durchbruch.

Tijen Onaran ist Gründerin von startup affairs, einer PR und Digitalberatung. Wenn sie nicht publiziert, moderiert und spricht, bringt sie mit ihrer Initiative Women in Digital ziemlich tolle Frauen aus ziemlich tollen Bereichen zusammen. Sie hat ein Herz für Freigeister, Menschen mit Macher-Gen und ihre Hunde Paul und Leo. Sie gehört außerdem zu den 100 Köpfen im jährlichen Ranking von W&V.

Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote