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Stolperfalle Social Media Fotolia 207902591 Stock Adobe Com Thodonal
(Bild: Stock Adobe Com Thodonal)
Social Media Fotografie

Social Media: ein Leitfaden für Fotografen

Fotos online unbemerkt zu klauen ist leicht, von der Fotografie zu leben hingegen schwer. 47 Prozent der Berufsfotografen setzen deshalb auf Social Media. Dabei ist aber Vorsicht geboten.

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Social Media ist allgegenwärtig: Während die verschiedenen Plattformen für einige Personen lediglich ein zeitverschlingendes Hobby sind, haben sie für viele bereits (vor allem selbstständig tätige Personen) eine überaus hohe wirtschaftliche Relevanz. So sind vor allem Fotografen und Blogger auf die Netzwerke angewiesen, um ihre Arbeit zu promoten und potenzielle Kunden auf ihre Seite zu lotsen. Doch egal ob man die Dienste nun beruflich oder rein privat nutzt - Social Media hält neben den vielen Vorteilen auch einige Stolperfallen bereit.

Für Fotografen hat sich die Lage in jüngster Zeit nicht unbedingt zum Besseren gewendet: Durch die immer günstigeren und hochwertigen Kameras, sowie der Leichtigkeit, Fotos online unbemerkt zu klauen, wird es immer schwieriger, allein von der Fotografie zu leben. Heute ist es wichtiger denn je, die eigene Social-Media-Präsenz professionell zu halten und gewisse Fallen zu vermeiden, um möglichst viele potenzielle Kunden auf die eigene Arbeit aufmerksam zu machen. Das Bildrechtsportal Copytrack kämpft seit Jahren gegen Urheberrechtsverstöße im Bildermarkt und hatgenau deshalb einen Leitfaden für Fotografen auf Social Media zusammengefasst:

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1. Wähle die für dich relevanten Plattformen aus

Die Auswahl scheint riesengroß zu sein: Facebook, Instagram, Twitter, Pinterest, und was es nicht noch so alles gibt. Auch wenn du für alle Kanäle bereits gute Ideen zur Umsetzung deines Marketings gesammelt hast, so bedenke immer, dass jede zusätzliche Social Media Präsenz auch einen Haufen zusätzlicher Arbeit bedeutet. Aus diesem Grund ist es ratsam, dich auf jene Plattformen zu beschränken, die auch wirklich sinnvoll für dich sind. Möchtest du vor allem die Highlights deiner Arbeit zeigen und damit potenzielle Kunden auf deine eigene Webseite führen? Dann bieten sich vor allem visuell dominierte Plattformen wie Instagram und Pinterest an. Stellst du deine Arbeiten in Galerien aus oder bist du sonst auf sonstigen Fotografenevents vertreten, dann wäre vielleicht Facebook mit seiner beliebten Veranstaltungsfunktion eine gute Idee.

2. Sei präsent und relevant

Nun geht es an die Arbeit: Um auch wirklich von deiner Social Media Präsenz zu profitieren, musst du auch regelmäßig posten. Auf Instagram etwa bedeutet dies etwa ein bis zwei Posts pro Tag. Achte unbedingt darauf, dass der von dir gepostete Content gewisse Qualitätsstandards erfüllt, denn einfach nur oftmaliges Posten allein genügt auf Instagram schon lange nicht mehr. Neben den normalen Posts sind die Instagram Stories immer beliebter und wichtiger für die Relevanz des Instagram Users. Hier hast du die Möglichkeit, deinem Instagram Account etwas Persönlichkeit und Nahbarkeit einzuhauchen: Durch die Möglichkeit, ohne viel Bearbeitung die Highlights deines Tages festzuhalten, wirkst du als Person viel greifbarer. Deine Kunden können sich so eher mit dir identifizieren, was dazu führen kann, dass sie viel aktiver auf deinem Account mit Likes und Kommentaren sind.

​3. Baue dir eine Community auf

Hier können wir gleich anknüpfen: Eine aktive und starke Community ist unglaublich wichtig, wenn es darum geht, einen langfristig erfolgreichen Social Media Account aufzubauen. Dein Erfolg als Fotograf hängt hauptsächlich damit zusammen, wie deine Arbeit bei deinem Publikum ankommt. Eine aktive Community ist das beste Marketing für deine Fotos: Mundpropaganda ist hier oftmals essenziell und kann deinen Bekanntheitsgrad enorm steigern. Um deine Community an dich zu binden und zu einem aktiven Austausch anzuregen, musst du selbstverständlich auch selbst aktiv werden: Beantworte so viele Kommentare und Nachrichten wie möglich und frage unter deinen Beiträgen immer mal wieder nach Feedback und der Meinungen deiner Followers.

4. Vernetze dich mit anderen Fotografen

Neid und übermäßiges Konkurrenzdenken ist in jeder kreativen Branche fehl am Platz. Wenn du also ein besonders schönes Foto eines anderen Fotografen auf Pinterest entdeckst, spring über deinen Schatten und mache ihm/ihr ein Kompliment dafür! Du wirst sehen, dein Support wird in der Fotografencommunity bestimmt wertgeschätzt. So kannst du dir ein Netzwerk aufbauen, das dir möglicherweise sogar die eine oder andere Tür öffnen wird.

5. Schütze deine Bilder

Digitaler Bilderklau ist harte Realität. Natürlich machen Bilderklauer auch vor Social Media nich Halt, deshalb ist es wichtig, als Fotograf seine Fotos so gut wie möglich zu schützen. Um Unwissende darauf aufmerksam zu machen, dass deine Bilder nicht frei verfügbar sind, kannst du z.B. einen Link zur jeweiligen Verkaufsplattform in deine Bio bei Instagram einfügen. So machst du deutlich, dass deine Bilder zum Verkauf stehen und nicht frei verwendet werden dürfen. Eine weitere Methode ist das allseits bekannte Wasserzeichen. Hier scheiden sich aber die Geister, denn nur sehr selten sieht ein solches besonders hübsch aus. Dennoch markiert ein Wasserzeichen deutlich, dass das gebrandete Bild von dir gemacht wurde und markiert so, dass das Bild kostenpflichtig zu erwerben ist.

6. Bleibe deinem Stil treu

Auch wenn viele Instagram Accounts mit den immer gleichen Motiven und Filtern mit Likes nur so überschüttet werden – versuche, dich nicht zu sehr dem Trend anzupassen und deine eigene Linie beizubehalten, denn nur diese macht dich als Fotografen/Fotografin einzigartig. Auch wenn die Versuchung groß ist, den angesagten #mood-Filter über das neue Foto zu klatschen – lass es lieber! Natürlich kannst du für deine Präsenz auf den Social-Media-Kanälen die passenden Fotos auswählen, die vielleicht etwas leichter zugänglich sind, als andere. Alles in allem solltest du dich für Social Media jedoch nie verbiegen, denn sobald du die Leute auf deine eigene Webseite geholt hast, sehen sie deine wahre Fotografenidentität sowieso.

7. Content ist Key

Doch selbst eine ausgetüftelte Social Media-Marketingstrategie wird nur dann auf fruchtbaren Boden fallen, wenn dein Content gut ist. Wenn du es nicht schaffst, jeden Tag ein qualitativ hochwertiges Bild hochzuladen, beschränke dich vielleicht eher auf Posts alle zwei Tage. Bevor du Bilder hochlädst, mit denen du selbst nicht zufrieden bist, reduziere besser deine Upload-Frequenz. Natürlich sollte das nicht dazu führen, dass du nur einmal im Monat ein besonders gutes Bild postest, denn dann wird deine Social-Media-Präsenz vermutlich wenig erfolgreich verlaufen. Es gilt, wie schon so oft, ein gutes Mittelmaß zwischen Qualität und Quantität zu finden.

8. Und zu guter Letzt: Habe Spaß am Fotografieren!

Dies ist wohl der allerwichtigste Punkt – lasse dich durch die zusätzliche Arbeit, die die Betreuung deiner Social-Media-Kanäle mit sich bringt, auf keinen Fall den Spaß am Fotografieren nehmen. Auch wenn hier und da mal Kritik und negative Kommentar von deinen Followern kommen: Lass dich nicht entmutigen, und nimm das Ganze nicht zu ernst. Auch auf Social-Media-Profilen von Kreativen mit einer starken Community gibt es ab und an mal ungerechtfertigte Kritik oder Kommentare, die unter die Gürtellinie gehen. Wappne dich dafür und lass dir nicht einreden, deine Arbeit sei schlecht.

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