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I Pad Pro 2018
Das neue iPad Pro besteht beinahe nur noch aus Bildschirm – und der soll sich (zu) leicht verbiegen lassen (Foto: Apple)
Apple iPad Tablet

Status Pro: Das neue iPad im LEAD-Test

Das neue iPad Pro, das am Mittwoch, den 7. November, in den Handel kommt, könnte auch iPad X heißen. Denn genau wie letztes Jahr beim iPhone X hat Apple das Gerät komplett neu entwickelt. LEAD hat das neue iPad Pro bereits getestet – und verrät, was es kann, und was es nicht kann.

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Die Größen

Statt auf 10,5 Zoll und 12,9 Zoll wie bei den Vorgängern setzt Apple diesmal auf 11 Zoll (ab 879 Euro) und 12,9 Zoll (ab 1.099 Euro). Grund: Durch den beinahe randlosen Bildschirm hätte das 10,5-Zoll-Modell durchaus schrumpfen können – wäre dann aber zu schmal für eine Tastatur in Normalgröße geworden. Deshalb bleibt es etwa so groß wie bisher, aber der Bildschirm wächst auf 11 Zoll. Groß bemerkbar macht sich das aber nicht.

I Pad Pro Groessen
Einmal groß, einmal sehr groß – aber insgesamt sind Apples neue Tablets handlicher geworden (Foto: Apple)

Der 12,9-Zoll-Riese ist längst nicht mehr so wuchtig wie das erste Modell von 2015. Erster Eindruck im LEAD-Test: "Ist das nicht das 11-Zoll-Modell?" Das Gehäuse ist gut ein Viertel kleiner als bisher. Und mit 631 Gramm hat Apple das große Pro um 82 Gramm abgespeckt, was längeres Halten durchaus erleichtert.

Auch wenn die 11-Zoll-Variante für die meisten Nutzer genügen dürfte – der (verkleinerte) große Bruder dürfte allen Kreativen, die gerne viel Platz auf dem Display haben, deutlich besser gefallen als bisher.

Der Bildschirm

Nach dem Abschied des Home-Buttons besteht das iPad Pro eigentlich nur mehr aus Bildschirm. Beim Benutzen fällt auf: Bisher war die normale Art, ein iPad zu verwenden, hochkant mit dem Home-Knopf unten. Nun gibt es kein "richtig" oder "falsch" mehr, das iPad funktioniert in allen vier Ausrichtungen gleich. Das Verwenden des Querformats ("Landscape") fühlt sich jetzt viel natürlicher an als bisher, denn der Home-Button liegt nicht mehr etwas unglücklich platziert auf der Seite.

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Weil OLED in dieser Größe zu teuer und zu aufwendig wäre, kommt beim iPad Pro ein klassisches LCD-Display mit der gleichen "Liquid Retina"-Technik wie beim iPhone XR zum Einsatz. Es soll laut Apple die beste Farbgenauigkeit (Farbraum P3) und die geringsten Spiegelungen bei einem Tablet bieten. True Tone passt wie gewohnt die Farbtemperatur an die Umgebung an. Und ProMotion regelt die Bildwiederholrate von maximal 240 Bildern pro Sekunde je nach Bedarf – das schont den Akku.

Auch interessant: LEAD-Test: Zehn gute Gründe fürs iPhone XR

I Pad Lead
Jede Menge Platz auf dem Display, um auf den spannendsten Websites zu surfen (Foto: LEAD)

Nachmessen konnten wir das alles nicht. Aber dass das Display aus allen Blickwinkeln, also auch schräg, exzellent aussieht, war mit freiem Auge zu erkennen. Und noch eine gute Nachricht: Das iPad bietet so viel Platz für Kamera und Sensoren, dass der Notch, die umstrittene Ausbuchtung oben am iPhone, hier nicht notwendig ist.

Die Leistung

I Pad Pro Grafik
Für Grafikprogramme bis hin zum "echten" Photoshop, das 2019 kommt, bietet das iPad Pro Leistung in Hülle und Fülle (Foto: Apple)

Der neue A12X-Bionic-Chip in den beiden Pro-Modellen ist noch schneller als der A12 im iPhone XS und im XR. In ersten Benchmark-Tests kommt er sogar an das aktuelle MacBook Pro mit Intels i7-Prozessor heran. Es dürfte also nicht mehr lange dauern, bis Apple auch in die MacBooks seine eigenen Prozessoren einbaut. Apple spricht von der tausendfachen Grafikleistung im Vergleich zum ersten iPad von 2010.

Das iPad Pro wirkt derzeit beinahe noch übermotorisiert. Selbst Topspiele wie "Asphalt 9" nutzen die Leistung nicht annähernd aus. Aber das dürfte sich bald ändern. Das neue "Assassin‘s Creed Rebellion" soll bald mit 120 Bildern pro Sekunde extrem flüssig laufen. Und das für 2019 angekündigte vollwertige "Photoshop CC" kommt in Demos selbst mit 40-GB-Dateien und zahllosen Ebenen nicht ins Ruckeln.

Laut Apple ist das neue iPad Pro schneller als 92 Prozent der Notebooks, die im letzten Jahr weltweit verkauft wurden. Und hier, bei vollwertigen PCs und Macs, sieht Apple auch die Konkurrenz für sein neues Tablet.

Die Bedienung

Sie ist einfach erklärt – alles funktioniert genauso wie am iPhone X, am XS und am XR. Gesichtserkennung, Gestensteuerung und den Wischer oben rechts zu den Einstellungen hat Apple 1:1 übernommen. Das Anmelden per Face ID klappt am iPad allerdings in allen vier Ausrichtungen.

Nur fürs erstmalige Einrichten muss das Tablet hochkant gehalten werden. Weil es beim iPad passieren kann, dass der Nutzer die Kamera für Face ID mit der Hand blockiert, gibt es clevere neue Hinweise wie "Kamera verdeckt".

Schade: Auf dem Home-Bildschirm bleibt Apple konservativ. Trotz riesigem Platz passen weiterhin nur fünf Reihen von Apps untereinander. Eine echte Verschwendung! Hier wird es Zeit, dass Apple iOS noch besser aufs iPad anpasst.

Der Anschluss

Lightning ade! Als erstes iOS-Gerät mit USB-C-Anschluss zeigt das iPad Pro, wo die Reise bei Apple hingeht. Der neue Anschluss soll die Verbindung zu Geräten wie Kameras oder externen Displays erleichtern. Selbst das iPhone lässt sich mit einem Adapter von Lightning auf USB-C nun vom Akku des iPad aus aufladen. Wer jede Menge Lightning-Zubehör Zuhause hat, wird sich ärgern – und braucht neue Adapter.

Zudem stößt Apples Schnittstellen-Sammelsurium hier an Grenzen. Zwar lassen sich nun Displays mit bis zu 5K ans iPad anschließen. Aber der UltraFine-5K-Bildschirm, den Apple gemeinsam mit LG entwickelt hat, funktioniert damit nicht.

Denn er verwendet keinen USB-C-Anschluss, sondern Thunderbolt. Wer soll sich da noch auskennen? Dennoch dürften künftig auch iPhones USB-C verwenden – und das Zubehör-Wirrwarr hoffentlich vereinfachen.

Der Stift

I Pad Pencil
Stiften gehen: Mit der zweiten Generation hat Apple nun erstmals einen wirklich praktischen und nützlichen Pencil entwickelt (Foto: Apple)

Bisher war Apples Pencil fürs iPad Pro meistens irgendwo verschwunden, wenn man ihn gebraucht hat. Oder sein winziger Akku war leer. Mit der zweiten Generation des Stifts soll das nicht mehr passieren. Er hält magnetisch oben am iPad und wird damit drahtlos aufgeladen. Und er hat eine Touchfläche, mit der sich zum Beispiel Zeichenwerkzeuge einstellen lassen.

Erster Eindruck: Der neue Pencil ist ein gewaltiger Fortschritt. Er macht das iPad zum praktischen Notizblock und bietet Künstlern tolle Möglichkeiten zum Malen und Zeichnen. Schade, dass ihn Apple noch teurer gemacht hat. Statt wie bisher 99 Euro kostet die zweite Generation jetzt 135 Euro. Und der alte Pencil funktioniert auch nicht mehr am neuen iPad Pro.

Die Tastatur

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Nicht nur die iPads sind neu. Apple hat auch den Pencil und die Tastatur als wichtigstes Zubehör auf Vordermann gebracht (Foto: Apple)

Auch hier hat Apple nachgerüstet. Die wirklich exzellenten Tastaturhüllen (nur der stoffartige Überzug ist Geschmacksache) schützen nun auch die Rückseite des iPad. Auf ihnen lässt sich das Tablet jetzt in zwei verschiedenen Winkeln aufstellen.

Tippen funktioniert erstklassig, und die magnetische Verbindung macht Koppeln und Laden beispielhaft einfach: iPad in die Tastatur legen, und der Anschluss steht. Mit 199 Euro (11 Zoll) und 219 Euro (12,9 Zoll) ist aber auch dieses Zubehör so teuer, dass es sich viele iPad-Besitzer wahrscheinlich gar nicht zulegen werden.

Die Preise

Im Vergleich zum "normalen" iPad mit 9,7 Zoll, das es schon ab 349 Euro gibt, ist das iPad Pro zu Preisen ab 879 Euro drastisch teurer. Nur um Filme anzuschauen oder zu surfen, lohnt sich dieser Mehrpreis nicht. Profis und Kreative bekommen aber Leistung auf höchstem Mac- und PC-Niveau – kein Wunder, dass das Gehäuse der neuen iPads eher an ein geschrumpftes MacBook Pro erinnert.

"Wie ein Computer. Und wie kein Computer", nennt Apple dieses Konzept. 64 GB Speicherplatz sind für solch ein Profi-iPad sicherlich zu wenig. Ab 256 GB (je nach Größe 1.049 Euro oder 1.269 Euro) wird’s interessant. Die neuen und bis zu 1.929 Euro teuren 1-TB-Varianten kann dagegen kaum jemand füllen.

Das LEAD-Fazit

Das 11 Zoll große iPad Pro mit 256 GB für 1.049 Euro ist die cleverste Wahl. LTE ist dabei nicht erforderlich – wer unterwegs mobil surfen will, kann das iPad problemlos mit dem iPhone koppeln. Die neuen iPad Pro ermöglichen exzellentes kreatives Arbeiten, sind aber nach wie vor kein hundertprozentiger Mac- oder PC-Ersatz.

Wer Tag für Tag professionell am Rechner arbeitet und an seine Programme und Arbeitsabläufe gewöhnt ist, muss am iPad vor allem aufgrund des fehlenden Dateisystems doch einige Kompromisse machen. Aber: So nah dran an einem "echten" Computer war ein iPad noch nie.

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