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19,2 Milliarden Euro haben europäische Start-ups nach Angaben von Ernst & Young erhalten (Bild: stock.adobe.com)
Start-up Innovation

Start-ups auf Höhenflug

Im vergangenen Jahr wurde so viel Geld in europäische Start-ups gesteckt wie nie zuvor. Zwei deutsche Städte profitieren dabei besonders vom Geldfluss.

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Welches Start-up träumt nicht davon, irgendwann einen Investor von der eigenen innovativen Geschäftsidee zu überzeugen? Die Wahrscheinlichkeit, dass das klappt, ist laut den Zahlen des Start-up-Barometers der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft EY (Ernst & Young) höher als all die Jahre zuvor.

19,2 Milliarden Euro für europäische Start-ups

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass Kapitalgeber im letzten Jahr Rekordsummen in europäische Start-ups investierten. Der Gesamtwert der Start-up-Finanzierungen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 84 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro.

Trotz Brexit stiegen die Investitionen in britische Start-ups besonders stark: Die Zahl der Deals hat sich mit 893 fast verdoppelt, das Investionsvolumen stieg sogar noch stärker von 2,7 auf 6,4 Milliarden Euro. Für deutsche Start-ups sah es ebenfalls gut aus: Sie erlebten einen Anstieg der Mittel von 2,3 auf 4,3 Milliarden Euro.

Berlin auf dem zweiten Platz

Im europäischen Städteranking liegt London mit 4,9 Milliarden Euro und 547 Finanzierungen an erster Stelle. Auf dem zweiten und dritten Rang liegen Berlin (drei Milliarden Euro) und Paris (zwei Milliarden Euro). Auch München ist unter den Top-Ten des Städterankings.

"Mehr europäische Unternehmen als je zuvor haben im vergangenen Jahr frisches Kapital erhalten", berichtet Peter Lennarz, Partner bei EY. "In den meisten großen, europäischen Märkten sind die Investitionssummen gestiegen und auch die Zahl der Finanzierungsrunden legte fast überall zu." 

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Finanzierungsrunden sind Gespräche, in denen interessierte Kapitalgeber in ein Unternehmen, das zum Beispiel durch einen Ausbau oder Expansion im Ausland einen erhöhten Kapitalbedarf hat. "Das zeigt, dass das europäische Start-up-Ökosystem weiter an Stärke gewinnt. Immer mehr europäische Jungunternehmen bekommen Geld und können damit innovative Geschäftsmodelle oder Technologien weiterentwickeln", sagt Lennarz. Investoren interessieren sich immer mehr für vielversprechende Geschäftsideen und innovative Technologien.

Lennartz sieht auffallende Unterschiede zwischen der britischen und der deutschen Start-up-Szene. "In Deutschland fließt derzeit viel Geld in E-Commerce-Geschäftsmodelle, während in Großbritannien auch junge FinTech- und Technologie-Unternehmen hohe Summen erhalten", sagt er.

Brexit bremst britische Start-up-Szene bisher nicht

Ein überraschendes Ergebnis der Analyse sind die steigenden Investitionen in britische Start-ups. Zurzeit werde mehr investiert als vor der Brexit-Entscheidung, meint Lennartz. Er sieht dafür mehrere Gründe: Die britische Start-up-Szene ist sehr stark – sowohl im Technologie- als auch im Finanzsektor gibt es viele Start-ups. Auch ist noch völlig unklar, welche genauen Folgen der Brexit haben wird.

Schweizer Start-up erhält das meiste Geld

Der größte Deal des Jahres fand aber nicht in Großbritannien statt, sondern in der Schweiz: Das Basler Biotech-Unternehmen Roivant Sciences erhielt im August umgerechnet fast eine Milliarde Euro. Das Start-up beschäftigt sich mit der Entwicklung von Medikamenten und hat das Ziel, Zeit- und Kostenaufwand für Patienten zu reduzieren und die Einsparungen mit dem Gesundheitssystem zu teilen. Der britische Essenslieferdienst Deliveroo bekam 428 Millionen Euro, das Berliner Start-up Delivery Hero 423 Millionen Euro.

Übrigens: Das Unternehmertum-Zentrum der Hochschule München "Strascheg Center for Entrepreneurship" (SCE) begleitet junge Unternehmen von der Ideenentwicklung bis zur marktfähigen Innovation. Jährlich findet der Investorentag statt, wofür sich Start-ups noch bis zum 15. April bewerben können. Am 7. Juni dieses Jahres haben die Auserwählten die Chance, vor 35 Investoren das eigene Geschäftsmodell zu pitchen. 

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