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Ein Twitter-Thread zeigt, dass Experten schon vor vielen Jahren vor dem Klimawandel warnten. Nur damals hatte die Klimabewegung noch kein Gesicht (Bild: dpa / Picture Alliance)
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Social Snack: Greta Thunberg rettet die Welt – doch das Phänomen ist nicht neu

Kurios, komisch, kontrovers – die Social Media Welt ist vieles, nur nicht langweilig. Der Social Snack von LEAD hält dich immer auf dem Laufenden, was in den Communitys von Instagram, Facebook und Co. aktuell abgeht und heiß diskutiert wird. Heute mit Greta Thunberg und einem besonderen Twitter-Thread.

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Vor genau einem Jahr stand Greta Thunberg das erste Mal auf der Straße und schwänzte die Schule. Am 20. August 2018 positionierte sie sich erstmals vor dem Schwedischen Reichstag in Stockholm. In ihrer Hand ein Schild mit der Aufschrift „Skolstrejk för klimatet“ („Schulstreik für das Klima“). Ihre Mission: die Welt retten.

Was als viel belächelter stiller Protest einer Teenagerin begann, hat sich inzwischen zur globalen Bewegung „Fridays for Future“ entwickelt. Der Hype um die 16-Jährige hat vor allem eine Sache ausgelöst: Menschen weltweit diskutieren über die Klimabilanz von Flugreisen oder eine CO2-Steuer. Viele denken nun zwei Mal darüber nach, ob sie in ein Flugzeug steigen wollen oder nicht. Doch hat der "Greta-Effekt" tatsächlich Auswirkungen auf unsere Umwelt? Ein Twitter-Thread zeigt, dass der Kampf gegen den Klimawandel bereits lange vor Greta Thunberg begann.

Twitter-User posten alte Artikel, die schon vor vielen Jahren warnten

Twitter-User @el_Escuincle postete ein Foto der „Badischen Zeitung“ aus dem Jahr 1988, die seine Eltern beim Aufräumen gefunden hatten. Die Überschrift des abgebildeten Artikels könnte auch aus unserer Zeit stammen. Sie lautet: „Experten warnen vor Klimakollaps“. Die Zwischenüberschrift: „Die Weltklimakonferenz fordert Verringerung der Kohlendioxidausstöße“.

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Es dauerte nicht lange, bis der Tweet viral ging. Über 10.000 Nutzer likten den Post, knapp 5000 mischten sich in die Diskussion ein und teilten daraufhin ihre eigenen Fundstücke. User @AachenMike veröffentlichte beispielsweise das Cover eines Buches aus dem Jahr 1990. Der Titel: „Wir Klimamacher - Auswege aus dem globalen Treibhaus“:

@MatthiasSurvive postete etwas, das bereist seine Oma wusste: Im „Salzburger Volksblatt“ von 1917 (!) ist die Rede davon, dass durch das Verbrennen von Kohle der Kohlensäuregehalt der Luft zunimmt und das wiederum zu einer Erderwärmung führt.

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Ein Artikel aus der „The Rodney and Otamatea Times“ aus dem Jahr 1912 befasst sich mit dem gleichen Thema. Wenn Kohle verbrannt würde und sich mit Sauerstoff mische, stoße das rund 7.000.000.000 Tonnen Kohlendioxid in die Erdatmosphäre aus, heißt es dort.

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Ein User teilte ein altes Editoral der „Bunten“ mit den Worten: „Alle haben es gewusst. Immer schon. Nur fröhlich verdrängt.“ Darin heißt es: „Wenn es nicht gelingt, den Anteil an Kohlendioxid und anderen schädlichen Gasen in der Lufthülle, die die Erde umgibt, allmählich zu senken, dann verändern sich die Temperaturen dramatisch und unheilvoll. (...) Eine solche Klimakatastrophe droht uns nicht etwa erst in ein paar tausend Jahren, sondern schon in fünfzig bis siebzig Jahren.“

Vor einer neuen Eiszeit wurde auch 1975 gewarnt, wie dieser Post zeigt:

Der Bericht „Die Grenzen des Wachstums“, in dem beschrieben wird, dass CO2 exponentiell in der Atmosphäre zunimmt, stammt aus dem Jahre 1972.

Die Folgen der Erderwärmung soll einem User zufolge auch ein Zeitungsartikel von 1912 vorhergesehen haben:

Ein anderer Nutzer beweist mit seinem Beitrag, dass sich Menschen bereits Ende der 70er fragten, ob es so sinnvoll sei, ein Kind in diese Welt zu setzen, die bald unbewohnbar werden könnte.

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Greta Thunberg mag also auf Dinge hinweisen, vor denen Experten bereits seit über hundert Jahren warnen. Doch im Gegensatz zu vielen Wissenschaftlern belässt sie es nicht nur bei Worten. Statt zur Klimakonferenz nach New York zu fliegen, segelt sie lieber über den Atlantik und bekommt allein dafür viel Aufmerksamkeit.

Greta Thunberg redet nicht nur, sie handelt auch. Mit ihr hat die Klimabewegung endlich ein Gesicht bekommen. Und das alleine führt hoffentlich auch dazu, dass die Menschen die Gefahr des Klimawandels nicht nur wahr-, sondern eines Tages vielleicht auch ernst nehmen.

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