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Hat Social Media uns nun alle zusammen- oder auseinandergebracht? (Foto: Stock Adobe / Natali Mis)
Social Media Marketing Community

Social Media ist tot – es lebe das Conversational Marketing

Hat Social Media uns nun alle zusammen- oder auseinandergebracht? Plattformen sind gekommen, gegangen oder knabbern an der Bedeutungsexistenz. Für Marken ist es kein leichtes Unterfangen, auf die richtige Plattform zu setzen und auf den Punkt den richtigen Content zu produzieren, schreibt André Gebel von der Coma AG.

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Social Media galt einst als goldener Gral für das direkte Marketing zum Kunden und läutete den Paradigmenwechsel von der One-Way-Kommunikation zum Feedbackkanal ein. Marken konnten erstmals sehen, ob Zielgruppe und Follower wirklich eins sind und bekamen Lob oder ordentlich Ärger, wenn es mal nicht so lief.

Seitdem ist viel passiert - Plattformen sind gekommen, gegangen oder knabbern an der Bedeutungsexistenz. Für Marken ist es kein leichtes Unterfangen, auf die richtige Plattform zu setzen und auf den Punkt den richtigen Content zu produzieren. Zudem machen Algorithmen das Leben schwer, drehen den Hahn bei organischer Reichweite zu und zwingen Unternehmen in den bedingungslosen Anzeigen-Invest.

Und der Dank für all die Mühe? Den User juckt es kaum noch mehr - Interaktionsraten, Fanwachstum und Engagement gehen deutlich in den Keller bzw. werden von rätselfreudigen Seniorinnen abgearbeitet.

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Haben wir vielleicht etwas verpasst?

Ja, vielleicht. Und es hat mit dem zu tun, was wir beispielsweise in Öffentlichen Verkehrsmitteln, Restaurants und Konzertarenen beobachten können. Die Menschen sind im ständigen Dialog, aber nicht unbedingt in Influencer-Manier als Public Publisher, sondern immer mehr privat mit Einzelpersonen oder im Gruppenchat.

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"Privacy first" ist die neue Marschrichtung, wie unlängst Mark Zuckerberg auf seiner F8-Konferenz in San Jose vorstellte. Was heißt das jetzt konkret für Unternehmen? Was kann und sollte man tun, um hiervon zu profitieren?

Du willst mehr über Marketing-Strategien erfahren? An Tag zwei der Munich Marketing Week erfährst du, was mit den oder trotz der Online-Riesen möglich ist.

1. Mehr Power für das Community Management

Ein gut bestückter Redaktionsplan war einst die Universallösung, um täglich mit der Zielgruppe in Kontakt zu treten. Davon haben wir uns längst verabschiedet und empfehlen heute eher ein 10:20 Raster, was schlichtweg heißt, dass 10 guten Posts auch 20 Ads zu folgen haben.

Viel wichtiger wird jedoch das aktive Community-Management, welches nicht nur Kommentare kommentiert und Herzchen verteilt, sondern User aktiv in den direkten Dialog einbezieht. Hier lassen sich vermeintliche Probleme diskret erörtern und Sales generieren.

2. Gründe eine Gruppe

Der Feed ist mittlerweile ein digital gewordener Werbeprospekt, an dem wir alle selbst mitschuldig sind. Um User direkt und exklusiv anzusprechen, lohnt der Aufbau einer Gruppe, egal ob auf Facebook oder im Messenger.

Sprich dort mit den Super-Fans, lass sie über Posts und Ads abstimmen, gib ihnen die Produkte als Sneak-Premiere und finde heraus, was die Treuesten der Treuen über die Marke denken und diskutieren. Sie werden es mit Shares und aktivem User2User-Community Management danken.

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3. Lerne aus dem Einmaleins des B2B-Marketings

Immer wenn man mit einem mittelständischen B2B-Unternehmen zusammensitzt und nach der besten Akquise-Strategie fragt, kommt als Antwort: "Das persönliche Gespräch. Hier konvertieren wir die meisten Leads." Warum sollte das bei B2C anders sein, warum sollte das bei Social Media anders sein?

Spare dir lieber den ein oder anderen Post und ersetze ihn durch den täglichen Dialog. Zum Start gern auch als Chatbot, doch nach dem zweiten Filter sollte Jemand das Gespräch führen, der überzeugen kann und mit Sympathie und Know-how den Lead zum Sale macht.

4. Überlege dir intelligente Messenger-Services

China hat es mit WeChat vorgemacht und Mark Zuckerberg wird es auf kurz oder lang erfolgreich kopieren. Der Messenger wird künftig alles miteinander vernetzen und Kommunikation, Interaktion und Sales vereinen. Das heißt nicht nur, dass die WhatsApp-, Facebook- und Instagram-Messenger zusammengelegt werden, sondern auch, dass User mit Marken wie mit Freunden chatten und am Ende mit der hinterlegten Karte die Rechnung begleichen.

Hier kann man von der sonst so schläfrigen Reisebranche lernen, die früh mit WhatsApp-Services ihre Angebote in Deutschlands beliebtesten Messenger (73 Prozent Nutzung) gepumpt hat. Und das auch noch mit Opt-in, also freiwillig, quasi kostenlos. Und rate mal, wer dann auch als Erstes da ist, wenn dieser ganze Kauf-, Bestell- und Reserviermodus im Messenger verfügbar sein wird. Genau darum sollte man heute schon über dieses Thema nachdenken, einen eigenen Service anbieten und eine entsprechende Community aufbauen.

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Über den Autor: André Gebel ist Vorstand Beratung und Strategie bei der Coma AG in München. Zu den Kunden der Digitalmarketing-Agentur zählen unter anderem Saturn, Tempo, Globetrotter, XING Events, Paulaner und Montana. Privat schreibt er seinen Reiseblog unter: www.turnagain.de.

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