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Social Fresh Innenansicht
Social Media Trends USA

Social Fresh: Die Top 5 Social-Media-Trends 2018 aus den USA

Wohin saust die Achterbahn der digitalen Marketingtrends 2018? In Orlando orakelten Marketer aus New York bis ins Silicon Valley, was im digitalen Marketing wichtig wird.

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Nächstes Jahr wird Alexa diesen Artikel schreiben. Sie wird ihn direkt in zehn verschiedene Content-Schnipsel zerlegen, automatisch ein Video generieren und die Audio-Spur als Podcast verwerten. Das glauben zumindest die US-amerikanischen Marketing-Verantwortlichen bei der Social Media Konferenz „Social Fresh“ in Orlando, Florida. Wir haben uns ihre Trendprognosen für 2018 angesehen.

1. Video, Video, (Live) Video

Und auch 2018 heißt es wieder: 2015 hat angerufen, es will seine Social-Media-Trends zurück. Immer noch lautet das Mantra der Social-Media-Spezis: Video ist die wichtigste Content-Form. Carrie Kerpen von Likeable Media meint etwa: "Facebook wird in fünf Jahren wahrscheinlich nur noch aus Videos bestehen." Kerpen misst den Video View in Kombination mit dem Ad Recall Lift, ganz ähnlich wie bei klassischen TVCs, als ultimativen Aufmerksamkeits-KPI. Vor allem Live-Video verspreche zur Zeit beste Reichweiten. Die US-amerikanische Produktionsfirma A&E geht sogar so weit, regelmäßig echte Polizeieinsätze live zu streamen.

Allerdings erinnert Suki Eleuterio, Social-Media-Expertin und Autorin: "Der Sinn einer Live-Schalte ist nicht, einfach nur die Kamera laufen zu lassen, sondern auch mit den Zuschauern zu interagieren." Diese Vision sieht Facebook als  eine Art moderner TV-Plattform mit Messaging-Funktion. Die US-Supermarktkette Publix produziert etwa interaktive, unterhaltsame Kochshows für Facebook: Marketer werden zu TV-Produzenten. 

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2. Instagram first, Facebook second. R.I.P. Snapchat

Für Microsoft Surface ist Instagram schon heute wichtiger als Facebook, berichtet die dortige Social-Media-Verantwortliche Karianne Stinson. 75 Prozent des gesamten Engagements auf den Social-Media-Kanälen käme von Instagram. Dort setzt sie inzwischen besonders gerne die "shoppable" Posts ein, die auf den Online-Shop verlinken. Viele Unternehmen bauen sich inzwischen gezielt ihre Influencer-Armee über Brand-Ambassador-Programme auf. Nicht nur für günstigen User generated Content ist deren Wert inzwischen selbstverständlich.

Instagram Logo
Copyright: Gabriella Bassu W&V

Facebook bleibt für die meisten Marken wichtig, jedoch müsse sich die Plattform radikal verändern, um den Nutzerbedürfnissen gerecht zu werden. Social-Media ´-Experte Brian Fanzo meint: "Facebook wird in fünf Jahren kaum noch wieder zu erkennen sein: Nur noch Videos, das Messaging und geschlossene Gruppen, zurück zu den Chaträumen und Foren der Anfangszeit des Internets."

Selbst in den USA, bei den Early Adoptern der Social Networks, wird Snapchat totgesagt. Die Generation Z nutzt es zwar noch aktiv, kennt aber kaum noch das eigentliche Story Feature, sondern schickt sich über Direktnachrichten allerlei Quatsch. Millenial-Vertreter Brian Fanzo ist sich sicher: User nutzen Snapchat nur noch als Messenger-App.

3. In your face: AR und VR

Die sozialen Netzwerke der Zukunft werden nicht mehr über ein Display, sondern über die Stimme gesteuert, meinen US-Marketer einstimmig. Trends wie Google Home und Amazon Echo deuten in diese Richtung. Die Smart-Home- Assistenten machen mit ihrer Steuerung über die menschliche Stimme Displays überflüssig. Brian Franzo sagt: "Audio verändert alles. Durch Smart Speaker hat sich meine Zeit vor einem Display um 20 Prozent pro Tag verkürzt." Konsequent bedeutet das, Social Media findet in Zukunft in der erweiterten Realität über Brillen, statt Smartphones statt.

Dana Dojnik von der Virtual Reality-Produktionsfirma You Are Here berichtet von Nanotechnologen, die bereits Antennen auf einzelnen Atomen platzieren. Der Schritt von der smarten VR-Brille zur VR-Kontaktlinse scheint in Sicht. Mit der neuen App Tweet Reality erweitert Twitter seine Plattform jetzt schon in die virtuelle Realität. Auch Tim Hayden von Brain+Trust ist sich sicher: "Wir werden immer weniger Zeit vor Bildschirmen verbringen und über AR (Augmented Reality) die Informationen zugespielt bekommen, die wir brauchen."

Im Sommer letzten Jahres kamen Snap's Videobrillen Spectacles auch auf den deutschen Markt.

Steuern also in Zukunft Smart-Home-Assistenten unsere digitale Kommunikation? Marketing Beraterin Heidi Cohen prophezeit den Angriff von Seiten Amazons: "Der Großvater des Online-Shoppings, Amazon, wird mit Alexa weitere Social-Media-Funktionalitäten ausweiten." Allerdings beschwichtigt VR-Expertin Dana Dojnik, diese Entwicklungem dürften frühestens 2020 zu erwarten sein.

4. Ich weiß, was du letzten Sommer geliked hast: Datengetriebenes Storytelling

Durch gnadenlose Datensammlungen und clevere Chatbots werden Firmen ihre Kunden noch personalisierter ansprechen können. Außerhalb der 1-to-1-Kommunikation werden Kampagnen relevanter, weil der Marketing-Verantwortliche genau weiß, was die Kunden bewegt. Chris Barger von Brain+Trust nennt das "genuinely customer centric storytelling." Bei Microsoft sitzt das Storytelling deshalb in der IT, berichtet Miri Rodgriguez. "Daten sind das Zentrum jeder guten Geschichte, nur die Seele der Story müssen die Maschinen dann doch den Menschen überlassen."

5. Es menschelt: Kreativität und Empathie im Marketing

Wenn Maschinen die Fleißarbeit übernehmen, müssen sich Marketer auf ihre menschlichen Qualitäten besinnen, meinen die US-Experten. Kreativität und Empathie seien nun die wichtigsten Eigenschaften. Likeable Media Geschäftsführerin Carrie Kerpen erinnert, wie viele Menschen mit leerem Blick durch ihren Feed scrollen. "Wir müssen zu einer willkommenen Pause statt einer störenden Unterbrechung werden." Und sie appelliert: "Make someone’s face move!"

Doch was ist eigentlich Kreativität, wie bewegt man die Gesichter der Kunden? "Creativity is the new productivity", sagt Lisa Buyer von der Buyer Group. Marketing-Experte Jason Falls möchte die Reaktion "Holy Smokes!" auf gute Werbung: "Content kann schockierend, seltsam, witzig sein." Savannah Peterson, das Savvy Millenial, meint, die Markenkommunikation werde persönlicher, sie brächte Menschen zurück vor die Kamera, um für die Marke zu sprechen. Im Zusammenspiel mit Bots und Bits werde die digitale Kommunikation menschlicher. Sie fasst ganz treffend zusammen: "We’re re-humanizing social media."

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