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Digitalisierung Familienleben 1011447128  Getty Images Westend61
Digitale Devices sind aus dem Alltag der Erwachsenen nicht mehr wegzudenken - und auch Kinder wachsen ganz selbstverständlich damit auf. (Bild: GettyImages, Westend61)
Digitalisierung Familie Kinder

So verändert die Digitalisierung das Familienleben

Smartphone, Tablet und Co. spielen im Familienalltag eine immer größere Rolle. Doch wo informieren sich Eltern online, funktionieren aufgestellte Regeln und wie viel Zeit verbringen Jugendliche im Internet? Wir haben die Zahlen.

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Es ist noch gar nicht so lange her, da holten sich Eltern Ratschläge zum Thema Kindererziehung ausschließlich bei den Großeltern, Freunden oder in ein paar schlauen Büchern. Doch dann kam das Internet – und alles wurde anders.

Was sind das für Pusteln auf dem Po meines Babys? Sind epische Trotzanfälle bei Zweijährigen normal? Wo bekomme ich ein Geburtstagsgeschenk für mein Schulkind, das es wirklich umhaut? Fragen über Fragen, die Eltern heute meist in die Suchmaschine auf ihrem Smartphone oder Computer eintippen: Drei von fünf Eltern suchen regelmäßig Informationen im Internet – Tendenz steigend. So ist es in der „FIM-Studie 2016: Familie, Interaktion, Medien“ zu lesen.

Laut der „Kartenmacherei Studie 2018“, einer Online-Befragung in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut SKOPOS, bei der 1000 Mütter aus ganz Deutschland befragt wurden, sind Communities und Foren eine besonders beliebte Quelle. Hier lesen sich 40,4 Prozent der Eltern Wissen an oder interagieren mit anderen. Facebook-Seiten (29,9 Prozent) und -Gruppen (29,5 Prozent), Pinterest (26,9 Prozent) und Blogs (24,8 Prozent) sind ebenso als Informationsquelle üblich.

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Das Smartphone als Familien-Organizer

Und auch bei der Organisation des Familienlebens spielen WhatsApp und Co. eine immer größere Rolle: 74 Prozent der Eltern messen dem Smartphone eine wichtige Bedeutung bei Koordination des Alltags bei (Quelle: „FIM-Studie 2016“). Über zwei Drittel der Mütter verkünden sogar die Geburt ihres Babys über WhatsApp (Quelle: „Kartenmacherei Studie 2018“).

Da digitale Devices aus dem Alltag der Erwachsenen nicht mehr wegzudenken sind, wachsen auch Kinder ganz selbstverständlich damit auf. Schließlich sind sie fester Bestandteil des Familienlebens: 98 Prozent der deutschen Haushalte haben einen Computer, 99 Prozent ein Smartphone, 67 Prozent verfügen über ein Tablet.

32 Prozent nutzen inzwischen Abo-Fernsehen, wie zum Beispiel Netflix oder Amazon Prime. 68 Prozent streamen Musik im Internet (Quelle: „JIM-Studie 2018: Jugend, Information, Medien“).

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97 Prozent der Teenager besitzen ein eigenes Smartphone

Doch nicht nur im Familienhaushalt sind all diese Geräte vorhanden, Jugendliche besitzen oft schon eigene digitale Devices: 97 Prozent der Zwölf- bis 19-Jährigen waren 2018 im Besitz eines Smartphones, 71 Prozent hatten einen eigenen Laptop oder Computer (Quelle: „JIM-Studie 2018“).

Klar, dass außerhalb der elterlichen Kontrolle auch die Nutzungszeit immens steigt: Nach eigenen Angaben verbringen Teenager über drei Stunden täglich online. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren war es mit 106 Minuten noch die Hälfte der Zeit.

Absolut notwendig, dass Eltern da regulierend eingreifen. Schließlich steht Medienkompetenz in den meisten Schulen noch immer nicht auf dem Lehrplan, Medienerziehung ist also vor allem Aufgabe der Eltern. Immerhin 85 Prozent besitzen eigenen Angaben zufolge ein gewisses Maß an Medienkompetenz, das sie an ihren Nachwuchs weitergeben können (Quelle: „FIM-Studie 2016“).

Eltern stellen digitale Regeln auf

Die meisten kommunizieren klare Regeln an ihre Kinder, was das Gucken von Serien und Filmen angeht: 70 Prozent kontrollieren die Dauer und Inhalte bei ihren drei- bis fünfjährigen Kindern, 74 Prozent bei ihren sechs- bis elfjährigen Kindern und immerhin noch 39 Prozent bei den zwölf- bis 19-jährigen Kindern.

Bei der Spieledauer an Computer, Tablet, Smartphone und Konsole sind Eltern offenbar weniger streng: Nur 25 Prozent stellen Regeln für ihre drei- bis fünfjährigen Kinder auf, 67 Prozent für ihre sechs- bis elfjährigen Kindern und 48 Prozent für ihre zwölf- bis 19-jährigen Kinder (Quelle: „FIM-Studie 2016“).

Ob die Regeln dann auch eingehalten werden, ist nochmal eine andere Sache: Besonders bei der Nutzungsdauer digitaler Spiele ist das offenbar schwer durchzusetzen – das funktioniert nur zu 49 Prozent (Quelle: „JIM-Studie 2018“).

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Digitale Medien als Lernunterstützung

Doch nicht nur fürs Freizeitvergnügen werden digitale Medien von Kindern und Jugendlichen benutzt, viele Eltern sehen sie als Unterstützung beim Lernen an: 59 Prozent lassen ihre Kinder Lernangebote aus dem Internet nutzen. Das ist das Ergebnis der „Duden Learnattack-Studie 2018“. Die Hälfte aller Eltern sieht den Computer als Unterstützung im Lernalltag der Kinder.

Die Ablenkungsgefahr ist aber groß: 42 Prozent gaben an, dass die Kinder am Computer schnell abschweifen, beim Smartphone sind es sogar 71 Prozent.

Fakt ist: Die Digitalisierung lässt sich nicht aufhalten. Doch ist das jetzt positiv oder negativ fürs Familienleben? Für 51 Prozent der Eltern sowohl als auch. Für 26 Prozent überwiegen die Vorteile, 14 Prozent sehen eher die Nachteile (Quelle: „FIM-Studie 2016“).

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