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(Bild: stock.adobe.com)
Datenschutz Tipps Sicherheit

So schüttelst du Verfolger ab

Alle reden über Datenschutz, aber wer weiß schon, was er wirklich von sich preisgibt? Die Stiftung Warentest hat Tipps zusammengestellt, wie Nutzer ihre Daten privat halten können.

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Tipp 1: Verhalten in sozialen Medien

Wer nichts verraten will, sollte Datensparsamkeit üben. Was eigentlich auf der Hand liegt, missachten viele Nutzer immer wieder. Man sollte also überlegen, ob es sich lohnt, bestimmte Informationen preis­zugeben. Das klingt einfach, erfordert manchmal aber viel Selbst­disziplin. Gestatte ausschließ­lich Freunden Einblicke in dein Facebook-Konto. Um diese Begrenzung fest­zulegen, musst du deinen Account öffnen und unter "Einstel­lungen Privatsphäre" die entsprechenden Optionen wählen. Auch alle Beiträge kann man exklusiv an Freunde richten. Das lässt sich bei jedem einzelnen Post separat einstellen. Macht doch nichts, wenn Fremde deine Katzen­bilder oder das Like für Borussia Dort­mund sehen? So einfach ist es leider nicht. Wissenschaftler haben gezeigt, wie präzise sich Persönlichkeitsmerkmale und Lebens­stil aus simplen Facebook-Likes herleiten lassen. Wenn Profil und Beiträge öffent­lich zugäng­lich sind, ist der User ein offenes Buch. Das können potenzielle Arbeit­geber, miss­güns­tige Nach­barn oder auch Kriminelle sein.

Tipp 2: Fotos schützen

Smartphones und Kameras hinterlegen oft sogenannte Meta­daten in Fotos. Darin sind dann etwa das Gerätemodell, das Datum der Aufnahme und der Stand­ort angegeben. Wer solche Fotos hoch­lädt, eröffnet Dritten die Möglich­keit, Bewegungen nach­voll­ziehen zu lassen. Solche Meta­daten lassen sich aber im Nach­hinein löschen – das geht etwa mit Bild­bearbeitungs­programmen. Es reicht sogar schon die Wind­ows-Foto­anzeige: Einfach das gewünschte Bild öffnen, auf die rechte Maustaste klicken, die Eigenschaften aufrufen und unter dem Reiter "Details" den verlinkten Befehl "Eigenschaften und persönliche Informationen entfernen" ausführen. Das nach­trägliche Löschen ist allerdings recht aufwendig. Besser ist es, zum Beispiel das Erfassen von Stand­orten bei Fotos von vorn­herein zu verhindern. Das geht auf vielen Smartphones, indem man die Kamera-App öffnet, die dortigen Einstel­lungen aufruft, darin nach Begriffen wie "Geotagging", "GPS" oder "Stand­ort" sucht und die jeweilige Option deaktiviert.

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Tipp 3: Ohne Login durchs Netz

Wer dauerhaft angemeldet ist, erleichtert Schnüff­lern die Arbeit: Betreiber von Online­diensten erfahren dann viel über das Surf­verhalten. Bei einigen Portalen wird man auto­matisch ausgeloggt, nachdem man die Seite oder App verlassen hat. Bei Google und Facebook aber muss man sich meist aktiv abmelden, ansonsten bleibt man dauer­haft einge­loggt. Wer am Computer einen Begriff in die Such­maschine eingibt, lässt Google eine Anfrage zunächst nur auf einen Internet­anschluss und einen Rechner zurück­führen. Anders, wenn man im Google-Konto einge­loggt ist: Dann weiß der Internetriese, wer die Anfrage gestellt hat. Da der Konzern jede einzelne der Google-Such­anfragen kennt und viele Seiten­aufrufe speichert, wird das Profil immer umfassender und präziser: Google kennt dann die Ängste, Wünsche und Präferenzen der User.

Tipp 4: Dosierte Dialoge mit Alexa

Das Internet der Dinge besteht unter anderem aus Sprach­assistenten, vernetzten Fernsehern oder Kühlschränken. Einige solcher Produkte sammeln oder verraten Informationen. Der spielerische Umgang mit Geräten wie Amazon Alexa oder Google Home verführt dazu, dem freundlichen Assistenten viel über sich und das Leben preis­zugeben, sodass diese Informationen auf den Servern von Amazon, Google oder Apple landen. Wer das nicht möchte, schaltet solche Geräte nur dann an, wenn er sie auch benutzt. Ansonsten befinden sich die einge­bauten Mikrofone in ständiger Bereitschaft, um Aktivierungs­worte wie "Alexa“ oder "Echo" zu erkennen. Dabei kann es sogar passieren, dass der Assistent durch ähnlich klingende Wörter – etwa "Alexander" – versehentlich akti­viert wird, ohne dass man das merkt. Auch dann werden alle Gespräche auf den Firmenserver übertragen.

Tipp 5: Verschlüsselt surfen

Gerade bei der Über­tragung sensibler Daten – etwa beim Online­banking, bei E-Mails oder Chats, sollte man verschlüsselte Dienste nutzen. Bei Apps lässt sich oft nur über kurze Recherchen im Netz heraus­finden, ob das jeweilige Programm verschlüsselt ist. Im Browser geht das einfacher: Am Beginn der Adress­zeile steht dann "https" statt "http. Das "s" bedeutet "sicher". Zudem erscheint direkt daneben ein geschlossenes Vorhängeschloss in Symbolform. Die Verschlüsselung durch ein virtuelles privates Netz­werk hindert nicht nur Hacker, sondern auch den Betreiber des Netzes daran, deinen Daten­verkehr auszuspähen und so mitzubekommen, auf welchen Seiten du dich im Netz bewegst. Das ist gerade in offenen WLAN-Netzen wichtig, etwa im Café, in der Bahn oder der Biblio­thek. 

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