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Networking leadfaces Kolumne

So meisterst du jedes Panel!

Aufregung gehört zum Bühnenauftritt dazu. LEAD-Kolumnistin Tijen Onaran hat darin reichlich Erfahrung - und vier Tipps, wie man das Adrenalin in die richtige Bahn lenkt.

LEAD-Kolumnistin Tijen Onaran nutzt ihre Erfahrungen aus der Politik auch im Job (Bild: Urban Zintel)
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Wie oft hatte ich dieses Aha-Erlebnis: Kaum fiel die erste Spannung nach einer Panel-Diskussion von mir ab, schon fielen mir die besten und witzigsten Antworten ein. Jeder, der diese Situation schon einmal erlebt hat, weiß wie groß der Druck ist, wenn alle Augen auf einen gerichtet sind. Jetzt kommt es auf jedes Wort an. Und auf jeden Fall schlagfertig sein! Das funktioniert ähnlich gut wie die Aufforderung: Sei spontan. Da ich mich mit dieser unbefriedigenden Situation nicht zufrieden geben wollte, habe ich eine Strategie entwickelt, mit der sich Panel-Teilnahmen einfacher meistern lassen.

1. Mach dir Gedanken, welche inhaltlichen Punkte du setzen willst

Vorbereitung ist bekanntlich alles. Selbst wenn man bei einem Panel keinen Vortrag oder Impuls halten muss, solltest du dich vorbereiten. Überlege dir genau, welche Punkte du setzen willst und platziere sie dann auf jeden Fall im Laufe des Panels. Das gibt dir zum einen das Erfolgsgefühl, dass du das gesagt hast, was du sagen wolltest. Zum anderen gibt es dir die Freiheit, dich viel gelassener auf das Gespräch oder die Diskussion einzulassen.

2. Schlagfertigkeit ist erlernbar: Trainiere ein paar Antworten

Auf der Bühne gehen einem allerhand Gedanken durch den Kopf und das Adrenalin in den Adern tut sein übriges. In dieser Situation ist es schwer, sich zurückzunehmen und sich pointierte Antworten zu überlegen. Aber auf genau diese Situationen kann man sich vorbereiten. Zum einen lohnt es sich, im Vorfeld Bücher zum Thema Schlagfertigkeit zu lesen. Zum anderen empfinde ich es für mich selbst als hilfreich, bewusst Talkshows wie den "Kölner Treff" anzuschauen, um mir das ein oder andere abzuschauen. Dabei kann man beispielsweise lernen, wie die Dynamik eines Gesprächs eigentlich funktioniert und wie man spontan reagieren kann.

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3. Bringe persönliche Anekdoten ein

Ich versetze mich immer wieder in die Rolle der Zuhörer und frage mich, was wäre für mich an deren Stelle interessant. Und mal ehrlich: Wer will bei einer Diskussion nur Zahlen, Daten und Fakten hören, die man sich in diesem Moment ohnehin nicht merken oder überprüfen kann. Darum rate ich dazu, Emotionen in die Diskussion zu bringen und sich voll und ganz als Person einzubringen. Damit schaffst du Nähe zum Publikum und musst auch nicht bei jedem Sachargument unbedingt gewinnen. Nahbarkeit reduziert deine Angreifbarkeit. Denn deine persönliche Meinung und deine Erfahrungen kann dir keiner nehmen. Die einzige Voraussetzung, die hier zu erfüllen ist: Wenn du persönliche Anekdoten erzählst, sollten sie nicht auswendig gelernt klingen, sondern immer authentisch.

4. Humor gewinnt immer

Wenn hitzige Debatten geführt werden, kann es schnell passieren, dass einer der Teilnehmer unbeabsichtigt patzig reagiert. Von einem Wettstreit der Ideen und Meinungen bleibt nur noch der Streit übrig. Menschen fühlen sich nicht abgeholt und ein Wort ergibt dann schnell das andere. So laufen Diskussionen oft in eine Richtung, die nicht mehr zielführend ist und ausgesprochen gute Moderation braucht, um nicht völlig zu entgleisen. Meiner Erfahrung nach ist Humor in solchen Momenten das Mittel der Wahl, um ein Gespräch wieder aufzulockern.

Denn letzten Endes geht es bei einem Panel nicht darum, immer stocksteif da zu sitzen und sich selbst und andere ernster zu nehmen als unbedingt nötig. Eine Prise Selbstironie und Humor bewahrt dich vor Selbstüberschätzung oder unnötiger Selbstüberhöhung. Denn schließlich geht es darum, dass du als Person und BotschafterIn für deine Ideen wahrgenommen wirst und nicht als GewinnerIn eines Panels.

Zur Autorin:Tijen Onaran ist Gründerin von startup affairs, einer PR und Digitalberatung. Wenn sie nicht publiziert, moderiert und spricht, bringt sie mit ihrer Initiative Global Digital Women Frauen aus unterschiedlichsten Bereichen zusammen. Sie hat ein Herz für Freigeister, Menschen mit Macher-Gen und ihre Hunde Paul und Leo. Sie gehört außerdem zu den 100 Köpfen im jährlichen Ranking von W&V.

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