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Drohnen gibt es inzwischen für jeden Typ und jeden Geldbeutel (Foto: iStock)
Drohne Guide Michael Gronau

So holst du dir die volle Drohnung

Unbekanntes Flug-Objekt in Sicht? Drohnen werden immer mehr zum Verkaufs-Hit. LEAD verrät, worauf du beim Fliegen und Kaufen einer Drohne achten musst.

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Immer mehr Deutsche fliegen auf Drohnen. Allein 2018 werden laut drohnenstudie.de über 1,3 Millionen Drohnen gekauft. 1,22 Millionen Privatanwender bringen ihre Fluggeräte in die Luft. 2017 waren es „nur“ 1,1 Millionen.

Der Drohnen-Guide von LEAD verschafft dir eine Übersicht.

Wie unterscheiden sich die im Handel angebotenen Drohnen?

Drohnen gibt es inzwischen für jeden Typ und jeden Geldbeutel. Unterteilt werden sie in drei Haupt-Kategorien: Wer zwischendurch mal eine Drohne im Park fliegen lassen will, aber auch nicht mehr von seinem UFO fordert, greift zur Spielzeugdrohne. Bei schlechtem Wetter wenig stabil, aus billigeren Materialien verbaut, dafür aber eben günstig. Ab etwa 60 Euro geht es los.

Die zweite Kategorie ist die der semiprofessionellen Drohnen mit einem Gewicht zwischen 250 Gramm und zwei Kilogramm. Deutlich haltbarer, mit höheren dreistelligen Preisen entsprechend teurer – besondere Kenntnisse zum Lenken werden aber nicht benötigt. Für schwerere Drohnen, die über zwei Kilo Gewicht aufweisen, wird ein „Drohnenführerschein“ benötigt.

Diese kommen eher im Business-Bereich zum Einsatz und sind dementsprechend auch preislich für Privatanwender wenig erschwinglich. So kostet etwa die neue DJI Mavic 2 Enterprise, im Oktober gerade erst gelauncht, satte 2299 Euro. Sie bringt dafür aber auch viele Funktionen der Luftraumabsicherung mit. Zum Steuern einer solchen Drohne ist eine behördliche Erlaubnis nötig.

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Wann darf ich überhaupt eine Drohne aufsteigen lassen?

Das ist inzwischen per Gesetz geregelt. Der freie Flug ist tagsüber für Drohnen mit bis zu fünf Kilo Gewicht erlaubt. Wer eine noch massivere Drohne auf die Menschheit loslassen möchte oder gar Nachtflüge plant, benötigt dazu aber die Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde.

Wie hoch darf ich meine Drohne aufsteigen lassen?

Auch hier gibt es eine klare Regelung, die das Bundesverkehrsministerium vorgegeben hat. Du darfst bis zu 100 Meter über dem Grund fliegen. Darüber hinaus gibt es ein Verbot, allerdings gilt für viele Hobby-Piloten der Grundsatz: Wo kein Kläger, da kein Richter. Wer kontrolliert die Piloten schon auf dem freien Feld…

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Wo darf ich meine Drohne nicht fliegen lassen?

Über Orten, an denen die Polizei oder Feuerwehr im Einsatz ist, dürfen Privatanwender keine Drohne zum Einsatz bringen. Gleiches gilt für das Überfliegen von Krankenhäusern, Menschenmengen, Gefängnissen, Militärgelände, Fabriken oder Naturschutz-Gebieten.

Wie sieht es mit dem Fliegen in Wohngebieten aus?

Du willst nur mal eben zur Haustür raus und deine Drohne ein paar Runden drehen lassen? Das ist erlaubt, sofern deine Drohne nicht mehr als 250 Gramm wiegt.

Meine Drohne hat eine Kamera. Kann ich überall filmen?

Nein. Du kannst deine Nachbarn nicht beim Kochen, Fernsehschauen und …nein, lassen wir das… über deine in die Drohne integrierte Kamera beobachten. Beim Überfliegen von Wohngebieten sind Video- und Ton-Aufnahmen generell verboten.

Es sei denn, der Eigentümer der Wohnanlage bzw. der Mieter stimmt dem Überflug und/oder den Aufnahmen zu. Doch welcher Eigentümer oder Mieter macht das schon? Und welcher Drohnenpilot geht von Haus zu Haus, um sich schriftliche Genehmigungen zu holen? Eben.

Muss ich meine Drohne noch sehen, wenn sie fliegt?

Drohnen bis zu fünf Kilo dürfen nur in Sichtweite des Piloten fliegen. Falls bei dir eine Videobrille zum Einsatz kommt, darfst du maximal bis in 30 Meter Höhe fliegen. Das gilt auch nur für Drohnen, die nicht mehr als 250 Gramm wiegen.

Seit Oktober 2017 sind weitere Auflagen hinzugekommen: Drohnen über 250 Gramm benötigen eine feuerfeste Plakette mit Namen und Adresse des Besitzers, auch für den Fall, dass die Drohne wirklich einmal außer Sichtweite gerät, eine Begleitperson dich nicht warnen kann und sich das Fluggerät verirrt.

Darf ich meine Drohne auch in der Nähe von Flughäfen nutzen?

Nein, du musst einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Kilometern zu einem Flughafen halten. Studien zeigen: In diesem Jahr gibt es fast 50 Prozent mehr Zwischenfälle mit Drohnen im deutschen Luftraum, die von Piloten großer Flugzeuge gemeldet worden sind.

„Wir sehen die Drohnen nicht auf dem Radar und sie sind in der Regel zu klein, um von einem Piloten früh genug gesehen zu werden. Deshalb können sie gerade rund um Flughäfen zur Gefahr für Verkehrsflugzeuge werden", erklärt die Deutsche Flugversicherung dazu.

Lohnt es sich, meine Drohne separat zu versichern?

Nein. Silke Kursawe, Versicherungsexpertin beim unabhängigen Portal finanztip.de, erklärt: „Wer seine Drohne nur privat nutzt, muss keine eigene Drohnen-Haftpflicht-Versicherung abschließen, da reicht in der Regel die normale Privathaftpflicht.“ Dazu solltest du allerdings die Bedingungen und das Kleingedruckte deiner Haftpflichtversicherung noch einmal studieren.

Wirst du in Bezug auf eine Regelung für von Drohnen verursachte Schäden nicht fündig, ist es sinnvoll, direkt bei deiner Versicherung nachzufragen, ob Drohnenschäden abgedeckt sind. Falls das verneint wird, solltest du deine Versicherung auf einen Tarif mit Drohne umstellen. Dabei empfiehlt Kursawe eine Versicherungssumme von mindestens 10 Millionen Euro. Wichtig: Achte darauf, dass in Bezug auf das Gewicht der Drohne keine Einschränkungen im Tarif vorhanden sind.

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