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New Work Start-ups Startup

So geht Digital Leadership im papierlosen Büro

Frank S. Jorga, CEO von WebID, arbeitet flexibel von allen Standorten aus und von unterwegs. Er erklärt, wie der Verzicht auf das eigene Büro funktionieren kann.

Frank S. Jorga, CEO von WebID, arbeitet flexibel von allen Standorten aus und von unterwegs (Bild: iStockphoto)
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Die Zukunft der Arbeit ist digital, multilokal und dynamisch. Laut Wissenschaftlern der ISF München müssen sich Geschäftsführer auf neue Arbeitswelten einstellen. Idealerweise heißt das nicht nur Kostensparen durch Großraumbüros. Bei New Work geht es darum, wortwörtlich Wände einzureißen und die bestmöglichen räumlichen Voraussetzungen zu schaffen. Zum Beispiel könnte man sich fragen: Welcher Geschäftsführer braucht heutzutage noch das feudale Eckbüro?

Das eigene Chefbüro als überflüssiges Statussymbol

Frank S. Jorga, Gründer und Co-CEO des Fintech-Unternehmens "WebID Solutions GmbH" hält das eigene Chefbüro für "ein weitestgehend überflüssiges und obendrein noch teures Statussymbol". Zwischen den fünf Standorten seiner Agentur reist er hin und her – da wäre ein eigenes Büro in jedem Standort durchaus ein Kostenfaktor. Ganz nach dem Vorbild der digitalen Nomaden arbeitet er flexibel mit seinem Laptop von überall. Die technischen Voraussetzungen dafür sind seit Jahren bereits Standard. "Smartphone, Laptop und Cloud sind obligatorisch", sagt Frank S. Jorga. Er nutzt "alle Arten der sicheren Kommunikation über gemeinsame Datenserver, so dass effektiv gearbeitet werden kann."

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Wichtig sei trotzdem der persönliche Kontakt. Mindestens an drei Wochentagen versucht Jorga in einem seiner Standorte präsent zu sein und sich mit Kollegen zu unterhalten. Auch das kann ein eigenes Büro verhindern: Zu bequem könnte es werden, eine geschlossene Tür zwischen sich und seine Mitarbeiter zu bringen. Frank S. Jorga sagt: "Als CEO fühlt man sich näher am Team, kann besser und schneller auf die Fragen und Belange der Mitarbeiter eingehen."

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Start-ups haben die Chance, von Anfang an papierlos und flexibel zu arbeiten

Dass dem CEO jedoch zeitweise ein Einzelbüro zur Verfügung steht, hält der "Travelling Digital CEO" bei manchen Aufgaben für sinnvoll. Sicher sind auch bestimmte Branchen offener gegenüber solchen Konzepten als andere. Trotzdem erlebt Jorga "viel Zuspruch für die Anstöße".

In den USA beobachtet er eine noch schnellere Akzeptanz neuer Methoden als in Deutschland. Frank S. Jorga sagt: "Neue Methoden werden nicht mehr als Risiko oder als unliebsame Veränderung in der Komfortzone begriffen, sondern als willkommene Optimierung." Gerade Start-ups hätten die Chance, ihre Prozesse von Anfang an auf papierlose und flexible Arbeitsweisen auszurichten.

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(Bild: Frank S. Jorga)

Digitale Zögerlichkeit vs. Umsatzwachstum durch New Work

Als Microsoft schon 2010 flexiblere Arbeitsplätze in Amsterdam einrichtete und Mitarbeitern das Arbeiten von Zuhause ermöglichte, sanken die Immobilienkosten um 30 Prozent. Auch bei Frank S. Jorga schlägt sich das Konzept des Bürolosen CEOs in Zahlen nieder. Er sagt: "Es ist klar erkennbar, dass New Work zu mehr Eigenverantwortung bei den Teams führt. Das führt zu mehr Dynamik und Zielerreichungsbewusstsein. Damit beschleunigen sich die Prozesse und das Vorankommen. Das zeigt sich auch in den Zahlen, da solche motivierten Teams deutlich mehr Ziele erfüllen und deutlich mehr zum Umsatzwachstum beitragen."

Für viele Mitarbeiter in klassischen hierarchischen Strukturen mag das wie Zukunftsmusik klingen. Eine Studie der Boyden & EBS Business School von 2017 zeigt: 81 Prozent der deutschen Manager glauben, dass sie nur bedingt auf die Herausforderungen der Digitalisierung vorbereitet sind. Nur jeder zweite Top-Manager räumt eine bedingte Nutzung von Big Data oder des Internet of Things ein. So stehen scheinbar viele CEOs ihrem eigenen Erfolg mit digitaler Zögerlichkeit im Weg.

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