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Demonstration Teenager Jugendliche Friday For Future 1088387594 Klein Getty Images Omer Messinger
Diese "Friday For Future"-Demonstration von Millenials gehört heutzutage fast zur Seltenheit. Sie verlagern ihr Engagement sonst ins Netz (Bild: GettyImages/Omer-Messinger)
Politik Digitalpolitik Millennials

So funktioniert politisches Engagement im digitalen Zeitalter

Wie und wo heute die Aktivierung von jungen Erwachsenen für politische Aktionen stattfindet, hat sich stark verändert. Millennials sind technisch versierter als jede andere Generation zuvor – somit wechselt politischer Aktivismus häufig dahin, wo er von der älteren Generation noch immer nicht gleichermaßen wahrgenommen wird: Ins Netz.

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Klimawandel, Plastikmüll und Gleichberechtigung sind derzeit in aller Munde. Ob im privaten Alltag, in der Schule oder bei der Arbeit: Überall wird über die Herausforderungen unserer Zeit diskutiert. Und das ist gut so. Doch nur darüber zu reden, reicht nicht, wenn sich auch etwas ändern soll. Die Protestaktionen, wie etwa Fridays for Future, zeigen, dass junge Menschen sich sehr wohl für Politik interessieren und darauf Einfluss nehmen wollen, welche Entscheidungen auf politischer Ebene über ihre Zukunft getroffen werden. Damit wird deutlich: Politikverdrossenheit war gestern, politischer Aktivismus ist heute! Dieser Aktivismus findet nicht mehr nur offline statt, sondern vermehrt im Internet.

In unserer Freizeit bleiben wir mit Freunden online in Kontakt, teilen und liken Momente, informieren uns über das Weltgeschehen und erledigen unsere Einkäufe digital – mit wenigen Klicks. Kurzum: Wir sind ständig und überall online. Das bedeutet für Unternehmen und Organisationen im Umkehrschluss, auch Themen aus dem gesellschaftspolitischen Umfeld online fassbar zu machen. Sonst verlieren diese an Relevanz. Anders gesagt: Was digital nicht existiert, geht unter.

Das erfordert besonders von NGOs ein Umdenken, wenn sie weiterhin Aufmerksamkeit erzeugen und junge Menschen zum Mitmachen bewegen wollen. E-Mail-Aktionen, Aufrufe in sozialen Medien und Online-Petitionen können elementare Instrumente sein, um eine globale Bewegung für eine gerechtere Welt zu schaffen. Jeder mit einem Internetzugang kann so einfach und schnell aktiv werden, sich direkt an Entscheidungsträger wenden und viel damit bewegen. Denn die Politik sieht genau hin, was online passiert – und sie reagiert. Besonders dann, wenn ein Thema von vielen Menschen adressiert und online diskutiert wird.

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Bewegungen wie #metoo, #unteilbar und #trashtag haben das bereits eindrucksvoll bewiesen. Der Hashtag #metoo stieß eine Debatte an, die nicht nur in sozialen Medien stattfand, sondern auch länderübergreifend von Zeitungen, Talkshows und der Politik aufgegriffen wurde.

Aus Online und Offline wird eine Bewegung

Was offline in der Welt geschieht, wird online diskutiert und weitergetragen. Andersherum führt die Streuung über das Internet zu spürbaren Auswirkungen offline. So fand beispielsweise 2017 in Hamburg das erste Global Citizen Festival Deutschlands statt: Anlässlich des G20-Gipfels kamen 11.000 Menschen in der Hansestadt zusammen, um sich für die Bekämpfung extremer Armut einzusetzen. Weltweit wurden hier sogar über 750.000 Global Citizens aktiv.

Das Besondere der Global Citizen-Veranstaltungen: Jeder der vorab online aktiv wird und bei Kampagnen-Aktionen teilnimmt, kann Event-Tickets gewinnen. So wird die Schlagkraft des Online-Aktivismus mit einem wirkungsvollen Offline-Moment verbunden und eine Plattform geschaffen, die auf Regierungen, Unternehmen und weitere Entscheidungsträger positiven Druck ausübt.

Politisches Engagement 2.0: Mit drei Schritten Aufmerksamkeit erzeugen

  • Digital und teilbar: Aktiv werden muss online möglich sein. Dann ist auch ein doppelter Effekt möglich, wenn das soziale Netzwerk davon erfährt und so animiert wird, mit zu machen.
  • Spaß-Faktor: Politisches Engagement darf Spaß machen und auch spielerisch sein. Das geht von Punkte sammeln über Gewinnspiele bis hin zur Verbindung mit Freizeitaktivitäten wie einem Festival.
  • Menschen verbinden: Über eine soziale Plattform, werden die engagierten Menschen selbst Teil der Organisation. Sie sind dann nicht nur Mitglieder, sondern Mitgestalter.

Den diesjährigen Afrikatag zum Anlass nehmend, veranstaltet Global Citizen am 21. Mai das Global Citizen Live Event im Berliner Tempodrom mit Stars wie Sido und weiteren Künstlern. Im Mittelpunkt steht nicht nur die Forderung nach der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen. Auch Investitionen von deutschen und afrikanischen Regierungen in die Zukunft der jungen Generation in Afrika stehen 2019 auf der Agenda.

Carolin Albrecht arbeitet seit Anfang 2015 bei Global Citizen, einer internationalen Kampagnenorganisation, die sich global für die Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeit einsetzt. In ihrer Funktion als Country Managerin ist sie seit 2017 dafür zuständig, die Präsenz von Global Citizen in Deutschland aufzubauen.

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