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Smartphones Getty Images 453975513
Die Topmodelle im großen LEAD-Smartphone-Test (Bild: Getty Images)
Special Smartphone Mobile LEAD Print

Smartphones für alle

Smartphones sind Fotoapparat, Telefon, Zeitung und Kontaktpunkt zugleich. LEAD hat die Topmodelle auf ihre essenziellen Eigenschaften getestet: gute Kamera, starker Akku, hübsches und robustes Design. Eine Typologie.

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BLACKBERRY KEYONE

Für Arbeitstiere

Straßenpreis: ab 420 Euro (64 GB, Stand 20.3.2018)

Als Businessgerät ist das Keyone unschlagbar: Mit einer echten Tastatur sind Texte auch mal blind getippt. Diverse Datensicherungs- und  Verschlüsselungsmöglichkeiten freuen den Admin.

Blackberry Keyone 01
Foto: Blackberry

Warum das Blackberry Keyone perfekt als Arbeitsgerät taugt: 

1. Weil ihr blind auf einer echten Tastatur tippen könnt

Die haptischen Tasten auf dem Blackberry Keyone sind fühlbar – ein unschlagbarer Vorteil gegenüber den klassischen Display-Tastaturen auf dem Smartphone - geeignet für alle, die gern blind tippen, zum Beispiel heimlich unterm Tisch in einer Besprechung. Einhändig tippen ist dagegen kaum möglich.

Die Tastatur auf dem Blackberry Keyone funktioniert geschmeidig, die Tasten sind gut zu treffen. Parallel hilft eine schnelle Worterkennung, schneller zum Satzende zu kommen. Und wer dem intelligenten Lernsystem etwas Zeit gibt, profitiert davon, dass der Blackberry sich sogar den Schreibstil des Nutzers einprägt und damit automatisch die nächsten Worte ziemlich treffsicher vorschlägt.

Gewöhnungsbedürftig ist der Wechsel zwischen der Hochstelltaste für Großbuchstaben und der Alt-Taste für Satz- und Sonderzeichen. Insgesamt aber waren wir im Test beim Tippen genauso schnell wie bei einer Swype-Tastatur. Ebenfalls charmant: Die gesamte Tastatur dient zum schnellen Scrollen durch lange Websites.

Außerdem taugt das Blackberry Keyone bestens als Arbeitsgerät, weil jede einzelne Taste als Shortcut fungiert. Schneller kann man keine App öffnen. Beim Druck auf die Taste „F“ öffnet sich beispielsweise Facebook. Bei Druck auf „M“ der Messenger. Welche App sich mit welcher Taste öffnen lässt, legt der Smartphonebesitzer ganz nach seinen Wünschen fest.

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Die Leerzeichentaste fungiert zudem als Fingerabdrucksensor. Sie hat im Test sehr schnell reagiert und das Smartphone zügig entsperrt.

2. Weil der Akku zwei Arbeitstage übersteht 

Der große Akku (3.500 mAh) im Keyone sorgt dafür, dass trotz stundenlangem Tippen auch abends noch sehr viel Akkupower übrig ist. In diesem Test zählt der Blackberry daher mit zu den Ausdauerwundern, der selbst bei reger Nutzung locker 2 Tage schafft, bevor er zurück an die Steckdose muss. Und per Schnellladefunktion ist der Akku in zwei Stunden wieder aufgeladen. Herausnehmbar ist der Akku aber nicht.

3. Weil Datensicherheit garantiert ist

Sicherheit fürs Business: Obwohl das Smartphone mit Android OS – 7.1 Nougat kommt, bietet das Blackberry Keyone die klassischen Blackberry Security-Funktionen: Diverse Firmendatensicherungs- und  Verschlüsselungsmöglichkeiten erlauben den Schutz sensibler Firmendaten – sehr zur Freude des Admins.

Der BlackBerry Hub ist perfekt, um alle Nachrichten an einer zentralen Stelle zu speichern. Egal ob es sich um E-Mails, Kalender, soziale Medien oder Telefonate handelt.

4. Weil der Speicher jederzeit erweiterbar ist

Auf die 32 bzw. 64 GB Speicher, die das Blackberry Keyone je nach Variante schon mitbringt, könnt ihr noch mal 256 GB per Speicherkarte draufpacken.


Was uns nicht so gut gefallen hat: 

  • Das Keyone bringt ganz schön Gewicht mit und das Smartphone ist sehr dick. An der Schönheit der Tastatur scheiden sich die Geister. Ich finde: Design gelungen. Leider ziert Plastik die Geräterückseite. Dabei würde einem Businessgerät Leder deutlich besser zu Gesicht stehen.
  • Das Display ist mit 4,5 Zoll (11,4cm) nicht gerade üppig bemessen. Nachdem jedoch Videos schauen nicht die Hauptbeschäftigung auf dem Blackberry Keyone ist, geht die  Displaygröße in Ordnung. Nicht so überzeigend ist die ungleichmäßige Ausleuchtung der drei Android-Menütasten.
  • Die 12 MP-Kamera auf der Rückseite und die 8 MP-Kamera auf der Vorderseite machen tagsüber gute Fotos, die viele Details zeigen. Dazu könnt ihr auch den HDR-Modus einschalten. Bei Dunkelheit sinkt die Bildqualität rapide ab. Die Fotos rauschen leicht. Zudem ist die Cam nicht sonderlich weitwinkelig, was zur Folge hat, dass immer nur sehr wenig Menschen auf das Foto passen. Wackelfreie Videos macht die Cam mit in 4K und 30 Bildern pro Sekunde. Auch Aufnahmen in Slow Motion (Zeitlupe) sind möglich, jedoch nicht in Super-Zeitlupe wie beim Sony Xperia XZ1 oder beim Samsung Galaxy S9. 

GOOGLE PIXEL 2

Der Alleskönner

Straßenpreis: ab 580 Euro (64 GB, Stand 20.3.2018)

Das Pixel 2 passt trotz 5-Zoll-Display in jede Handtasche. Zudem macht es ausgesprochen gute, detailreiche Fotos - vor allem bei wenig Licht. Die Performance des Pixel 2 ist prima und daher für Gamer geeignet. Wer sich nicht so recht für ein Smartphone entscheiden kann, ist beim Google Pixel 2 gut aufgehoben: Ein Smartphone für alle Fälle.

Google Pixel 2 Black  White Front And Back
Foto: Google

Warum das Google Pixel 2 wirklich für alles geeignet ist:

1. Weil es kompakt ist, toll in der Hand liegt und das Display dennoch groß genug ist

Das Pixel 2 ist ein Smartphone, das sich unglaublich geschmeidig anfühlt in der Hand und dass ich am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen will. Die Rückseite des wasserabweisenden, schwarzen Metallgehäuse ist glänzt seidenmatt und ist leicht angeraut – das ergibt ein ganz spezielles haptisches Gefühl – ähnlich wie wenn ihr eine geölte Holzarbeitsplatte streichelt. Dank dieser Oberfläche flutscht es auch nicht einfach mal so aus  der Hand. Zudem ist es sauber verarbeitet. Weiterer Pluspunkt: Das Google Pixel 2 ist mit nicht ganz sieben Zentimetern sehr schmal und lässt sich auch mit kleinen Händen mit einer Hand bedienen.

Auf der Rückseite liegt der Fingerabdrucksensor so, dass jeder gut hinkommt, ohne mit dem Finger aus Versehen die Kameralinse einzufetten. Die Fingerabdruckerkennung ist schnell eingerichtet und funktioniert fehlerfrei.

Das Display ist mit 12,7 Zentimetern (5 Zoll) in der Diagonale eher klein, machte im Test aber  keine Probleme. Videos schauen, Fotos machen und Nachrichten tippen –alles gut. Zu klein ist das Display also keinesfalls. Besonders überzeugt hat die knackscharfe Darstellung eines auch noch so kleinen PDFs.  Irritierend ist dagegen, dass weißer Hintergrund auf dem Display nicht farbstabil ist: Je nachdem ob man auf den Bildschirm gerade oder schräg von der Seite draufschaut, zeigt sich die weiße Fläche eher blaustichig oder eher rosastichig.

Nichts zu bemängeln gibt es dagegen  bei der schönen Farbdarstellung, die das Pixel 2 einem leuchtenden OLED-Bildschirm verdankt. Aber die maximale Helligkeit könnte höher sein. Ihr wisst schon, bei Sonnenlicht seht ihr mal wieder nur wenig.

Ein kleine Besonderheit bringt das Google Pixel 2 noch mit: Um den Google Assistant aufzurufen, könnt ihr das Smartphone im unteren Teil kurz zusammendrücken, schon ploppt der Sprachassistent auf. Wie fest ihr drücken müsst, um den servilen Butler heraufzubeschwören, könnt ihr selbst in den Einstellungen festlegen.

2. Weil das Google Pixel 2 eine geniale Kamera mitbringt

Das Google Pixel 2 macht gute, detailreiche Fotos - vor allem bei wenig Licht. Wer auf einem Foto viel Sonne und zugleich viel Schatten hat, hat nämlich oft das Problem, dass der Bildbereich im Schatten komplett im Dunkeln liegt. Und auf dem Foto seht ihr entsprechend wenig Detailzeichnung. Nicht so beim Google Pixel 2: Das gleicht die harten Kontraste aus und holt so auch aus den dunklen Stellen im Bild noch viele Details heraus.

Auch die 8-MP-Selfie-Kamera auf der Vorderseite überzeugt ebenfalls.  Ruckelfreie Videos schießt das Pixel 2 in Full-HD - der Bildstabilisator sorgt für ein geschmeidiges Filmerlebnis. Das Pixel 2 besitzt eine intelligente Kamera mit Dual-Pixel-Autofokus. Das sorgt für eine kontinuierliche Schärfenachführung beim Videodreh und einen schnellen Autofokus beim Fotografieren.

Achtung: Dual-Pixel-Autofokus  nicht mit Dual Kamera Modus verwechseln. Das Google Pixel 2 hat keine zwei Kameralinsen.

Filmchen in Zeitlupe aufnehmen kann das Google Pixel 2 auch – aber nicht mit dem gerade so in Mode kommenden Super Slo Mo  - also superlangsamer Zeitlupe, bei der eine Filmsekunde auf sechs Filmsekunden bzw. 960 Einzelbilder ausgedehnt wird.

Schade nur, das die Cam sehr weit am Gehäuserand platziert ist – da ist schnell mal der Finger mit im Bild.

3. Weil das Google Pixel 2 reines Android ist

Auf dem Google Pixel 2 gibt es keine Benutzeroberfläche, die über das Betriebssystem gestülpt wurde – so wie es bei Huawei, Samsung etc der Fall ist. Ihr habt also das aktuellste und reine Android Betriebssystem  (Oreo bzw. Android 8). Das bedeutet: Alle Google Apps sind top aufeinander abgestimmt. Zudem garantiert Google drei Jahre lang frische Updates. Weiteres Plus: Die Performance des Pixel 2 ist prima und daher für Gamer geeignet.


Was uns nicht so gut gefallen hat

  • Das Gehäuse ist aus einem Guss, aber geliebte Elemente wie eine Kopfhörerbuchse oder ein Speicherkartensteckplatz fehlen. Zwar wird für Kopfhörer ein Adapter mitgeliefert. Doch das bedeutet, dass du nicht gleichzeitig Musik über Kopfhörer hören und das Smartphone aufladen kannst, da der Adapter für die Kopfhörer in Ladeschnittstelle steckt. Mit Bluetooth-Kopfhörern entkommst du diesem Dilemma. Was den Speicher angeht, da ist mit 64 GB erst einmal reichlich Platz vorhanden. Zudem schiebt Google deine Fotos auch gleich bereitwillig in die Google Cloud, so dass du wieder Platz frei hast. Aber das bedeutet auch immer, dass du ein WLAN oder ein Mobilfunknetz brauchst, das die Daten transferiert.
  • Der Akku (bescheidene 2.700mAh) hält bei typischem Touristenverhalten (Whats App, Facebook, Fotos machen in regelmäßigen Abständen) rund einen Tag durch. Das ist nicht phänomenal, aber alltagstauglich. Was uns im Test gar nicht gefallen hat: Wer viele Videos aufnimmt und überhaupt das Handy im Foto-Dauerbetrieb hat, der muss auch mal damit rechnen, dass der Akku richtig heiß läuft. Unangenehm!

 

HUAWEI MATE 10 PRO

Der Powerknabe

Straßenpreis: ab 600 Euro (128 GB, Stand 16.3.2018)

Das Mate 10 Pro bietet ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Denn die Ausstattung ist top, das Gerät schnell und die neueste Android-Version (Oreo) installiert. Vernachlässigbares Mini-Manko: Die Bildqualität der Kamera lässt bei Dunkelheit leicht nach.

Huawei Mate 10
Foto: Huawei

Warum das Huawei Mate 10 Pro perfekt ist für alle Nutzer, die bei allen Smartphone-Leistungen viel Power erwarten:

1. Weil es mit Marathon-Akku ausgeliefert wird 

Er läuft und läuft und läuft. Huawei hat wirklich ein Kraftpaket mit 4000 mAh spendiert. Unter anderem hilft eine Stromfresser-App, Energiemonster zu identifizieren, so dass ihr diese ausschalten könnt. Aber nach eineinhalb Tagen intensiver Nutzung muss auch ein Huawei Mate 10 Pro wieder an die Steckdose. Mit dem Schnelladekabel, das im Lieferumfang dabei ist, ist der komplette Akku binnen knapp 1,5 Stunden wieder aufgeladen.

2. Weil die intelligente Kamera für tolle Aufnahmen sorgt

Für gut belichtete Fotos sorgt eine Künstliche Intelligenz: Motive werden mit Hilfe von KI erkannt. Menschen werden so mit natürlicher Hautfarbe verewigt. Essensmotive wie beispielsweise rote Tomaten dagegen brillieren vor Farbe. Die KI erkennt Blumen, blauen Himmel, Nachtlandschaften, Essen, Sonnenuntergang / Sonnenaufgang, Text, Strand, Schnee und Porträts.

Um Motive, die weiter weg sind, genauso „nah“ einzufangen wie Motive, die sich in der Nähe befinden, arbeitet Huawei bei dem Mate 10 Pro mit zwei Linsen. Die eine nimmt Fotos mit 12 Mp auf. Die andere mit 20 MP. Sind mehr Pixel vorhanden, kann die Kamera weiter ins Bild hineinzoomen – ein Teleobjektiveffekt entsteht. Mit einem optischen Tele ist das Ergebnis natürlich trotzdem nicht vergleichbar.

Trotz lichtstarker Optik (f/1.6) lässt bei Dunkelheit die Motivqualität bei der Schärfe leicht nach. Schämen müsst ihr euch für diese Bilder trotzdem nicht.

3. Weil das Design die Kraft des Smartphones unterstreicht

Beim Design holt das Huawei Mate 10 Pro die volle Punktzahl: Das Mate 10 Pro ist top verarbeitet. Das 6 Zoll (15,2 cm) große Display reicht oben und unten fast bis zum Rand – das findet ihr zurzeit nur in Smartphone-Oberklasse. Ohne Hülle liegt Smartphone etwas rutschig in der Hand. Doch Huawei liefert eine durchsichtige Plastikhülle mit, die das ausbügelt. Mit 7,5 cm Breite haben es kleine Hände jedoch schwer, das Smartphone mit einer Hand zu bedienen.

Die Display-Darstellung ist ein Hingucker! Gestochen scharf, brillante Farben. Selbst PDF-Dokumente im A4-Format können ohne Vergrößerung gut gelesen werden. Der Touchscreen reagiert supersoft und superschnell. Das wird vor allem Gamer freuen.

Das Huawei Mate 10 Pro hat zudem Platz für 2 SIM-Karten – ideal für jeden, der viel reist oder Business und Privat getrennt halten will.

 

Was uns nicht so gut gefallen hat

Dem Huawei Mate 10 Pro fehlen drei Dinge:

  • Es gibt keinen Speicherkarten-Schacht. Mit 128 GB ist das Mate 10 Pro ein ziemlicher Speicherriese. Doch wenn die magische 128 erreicht ist, ist Schluss und Daten müssen in die Cloud ausgelagert werden.
  • Kopfhörer müsst ihr entweder via Bluetooth verbinden. Oder ihr nutzt den mitgelieferten Adapter, der dann in die USB-Buchse gesteckt wird. Der Nachteil: Im Zug z.B. könnt ihr nicht gleichzeitig Musik hören und euer Smartphone laden. Kopfhörer, die klaren Sound liefern, sind übrigens im Lieferumfang ebenfalls dabei.
  • Der Akku ist nicht auswechselbar. Ersatz einpacken geht also nicht. Für Notfälle braucht ihr also eine Powerbank.

SONY XPERIA XZ1

Für Sparfüchse

Straßenpreis: ab 380 Euro (64 GB, Stand 20.3.2018)

Für alle, die eine günstige Alternative zu den anderen Modellen in diesem Test suchen, ist das XZ1 eine Option. Gute Kamera, viel Speicherplatz, helles Display - für den Alltag ist das Sony-Smartphone bestens geeignet. Und da das Sony Xperia ZX2 schon angekündigt wurde, ist das Vorgängermodell ZX1 zu einem super Preis zu haben.

Sony Xperia Xz1 Warm Silver Group
Foto: Sony

Warum das Sony Xperia XZ1 ein Schnäppchen ist:

1. Ihr bekommt ein großes Display wie in den Oberklasse-Smartphones

Andere Bildschirme mögen einen Tick schärfer sein. Und wer ganz, ganz genau hinsieht, erkennt ein pixeliges Raster. Dennoch könnt ihr Emails und andere Inhalte gut lesen. Großes Plus: Das 5,2 Zoll (13,2 cm) große HDR Display des XZ1 ist sehr hell und sehr gut entspiegelt.  

Außerdem sieht das Sony Xperia XZ1 keinesfalls wie ein billiges Schnäppchen aus: Zwar reicht das Display nicht bis zum Rand - oben und unten werden jeweils 1,5 cm verschenkt. Doch die abgerundeten Kanten und der metallicfarbene Body sind solide verbaut, das Design wirkt stimmig. Das Smartphone kann sich sehen lassen – und ihr euch mit ihm.

Praktisch: Der Fingerabdrucksensor, der an der rechten Seite in der Mitte des Gerätes angebracht ist, ist zugleich der Anschalter. Die Entsperrung per Fingerabdrucksensor funktioniert gut.

2. Die Kamera bietet eine hohe Auflösung und ein paar Spielereien extra

Das Sony Xperia ZX1 kommt mit einer hohen Auflösung bei der Frontkamera (13 MP) und bei der Hauptkamera auf der Rückseite (20 MP). Vor allem bei den 20 MP-Fotos könnt ihr  auch weit ins Bild hineinzoomen, ohne, dass es zu pixelig wird. Bei der Bildqualität ist allerdings noch Luft nach oben, weil Sony Weichzeichner übers Bildlaufen lässt.

Bei Videos könnt ihr mit Super-Zeitlupe experimentieren. Das erlaubt euch zum Beispiel, Tiervideos mal auf eine andere Art und Weise aufzunehmen. Oder Stunts zu filmen - Schockmoment für Schockmoment.  Zudem lässt sich bei den Videos eine Objektverfolgung einstellen, so dass euer Motiv im möglichst scharf bleibt.

Mit dem 3D Creator, einer von Sony mitgelieferten App, könnt ihr auch ein Avatarbild von euch selbst oder Freunden erstellen. Dabei scannt ihr entweder nur das Gesicht, den Kopf oder auch andere Formen wie beispielsweise ein Essen. Aber auch freie Formen sind möglich. Das Scannen selbst dauert bis zu 60 Sekunden und erfordert etwas Übung. Dabei kann der Akku ziemlich heiß laufen. Ist der Scan gelungen, könnt ihr euch das Ergebnis sogar über Sony und einen 3D-Drucker ausdrucken lassen – ist ja vielleicht mal eine Geburtstagsgeschenkidee für Freunde.

3. Speichererweiterung und Klinkenbuchse an Bord

Anders als bei den meisten teuren Modellen im Test bietet Sony zudem den Vorteil, dass ihr einfach auch mehr Speicher einlegen könnt: Die 64 GB Speicher lassen sich um bis zu 256 MB per Speicherkarte erweitern.

Sony hält an der Klinkenbuchse für Kopfhörer fest. Und bietet zusätzlich Stereolautsprecher oberhalb und unterhalb des Displays


Was uns nicht so gut gefallen hat

  • Das Sony Xperia XZ1 kommt mit dem neusten Betriebssystem Android 8 (Oreo). Und das zickt ziemlich, wenn es darum geht, GPS zu deaktivieren.  Doch wenn GPS ständig aktiviert ist, wirkt sich das wenig positiv auf die Akkuleistung aus. Über den Tag kommt ihr natürlich trotzdem. Schade nur, dass ihr den Akku nicht wechseln könnt. Er ist fest verbaut.
  • Um die Akkudauer zu verlängern, analysiert das Xperia XZ1 dein Nutzungsverhalten und berechnet, wie lange der Akku halten wird. Wenn es so aussieht, also ob du nicht mehr weit kommst, warnt sich das Smartphone und rät dir, in den Energiesparmodus zu schalten.
  • Weiter ist das Smartphone mit 7,3 cm recht breit  - Einhandbedienung ist da nur was nur für „Langfinger.“
  • Außerdem ist kein Schnellladegerät im Lieferumfang.

FAIRFONE 2

Für Umweltschützer

Straßenpreis: ab 480 Euro (32 GB, Stand 20.3.2018)

Das Fairfone steht für fair gehandelte Materialien, gute Arbeitsbedingungen und Wiederverwertbarkeit. Ersatzteile und Reparatur-Tutorials sollen helfen, das Smartphone lange fit zu halten. Ein Rücknahmeprogramm stellt sicher, dass alte Geräte richtig entsorgt oder wiederverwendet werden. Perfekt für alle, die auf die Umwelt achten!

Fairphone 01
Foto: Fairphone

Warum das Fairfone 2 das richtige Handy für Umweltschützer ist:

1. Das Fairfone ist modular aufgebaut und alle Teile können ausgetauscht werden

Das Smartphone ist modular aufgebaut – wie früher die Autos. Ihr könnt also Einzelteile austauschen, wenn mal was kaputt geht. Genial! So lässt sich auch das Display leicht austauschen -  im Falle eines Falles – und ohne, dass es hundert Euro oder mehr kostet. Eine Übersicht über alle Ersatzteile und deren Preis bekommt ihr hier https://shop.fairphone.com/de/ersatzteile Alle Bauteile sind möglichst fair gehandelt und produziert. Doch da Fairfone nur ein paar Zehntausend Stück im Jahr produziert, lässt sich der Umweltgedanke vielleicht nicht immer in der Form durchsetzen, wie es wünschenswert wäre. Dennoch: Das Fairfone ist ein Anfang!

Ist ein Teil defekt, einfach das alte Bauteil ausbauen und das Ersatzteil einsetzen. So konnten Besitzer des ersten Fairfones ihre Kamera updaten, ohne dass sie ein neues Gerät kaufen mussten. Die vorinstallierte App der Reparatur-Community iFixit hilft dabei.

Das Fairfone 2 wird bereits mit einer ganz anständige 12MP-Kamera ausgeliefert. Die Kamera macht tagsüber brauchbare Fotos. Bei hohen Helligkeitsunterschieden passt sich die Belichtung an, um so etwas mehr Detailzeichnung ins Bild zu bekommen. Die Farben wirken realistischer und schärfer als beim ersten Fairfone. Die Auslösezeit ist kein Turbo, aber brauchbar.

2. Großes Display, das dem Recycling-Gedanken unterliegt

Das 5-Zoll-Display ist schön groß und so scharfe wie andere Displays in diesem Test. Die maximale Helligkeit könnte jedoch größer sein.

3. Akku zum Austauschen 

Mit einer Akkuladung kommt ihr über den Tag. Doch ein Top-Performer ist das Fairfone nicht. Macht aber nix, denn ihr könnt den Akku jederzeit durch einen Zweit-Akku austauschen.

4. Platz für zwei SIM-Karten

Ebenfalls positiv: Im Fairfone 2 könnt ihr 2 SIM-Karten nutzen und eine zusätzliche Speicherkarte einstecken. Bei manchen Herstellern mit Dual-SIM muss man sich entscheiden, ob die zweite SIM-Karte Platz machen soll für eine Speicherkarte.

5. Musik und Nachrichten überall

Zudem gibt es ein UKW-Radio, so dass ihr unterwegs Radio hören könnt - auch wenn ihr kein Netz habt.

Was uns nicht so gut gefallen hat

  • Das Betriebssystem läuft unter Android 6 (Marshmallow) und ist schon älter, der Prozessor etwas leistungsschwächer. Beim Surfen und Nachrichten schicken ist das jedoch nicht spürbar.
  • Das Fairfone 2 wirkt robust, aufgrund der Plastikanmutung aber eher unelegant. Immerhin gibt es für die Rückseite ein weißes, blaues, rotes oder türkises  Cover, das ein wenig Farbe ins Spiel bringt. Das Smartphone ist recht breit  und dick und daher nur mit beiden Händen zu handhaben.

SAMSUNG GALAXY S9

Für Instagrammer

Straßenpreis: ab 800 Euro (64 GB, Stand 20.3.2018)

Schickes Aussehen, großes Display, viele Kamerafunktionen – wer regelmäßig auf Instagram postet, hat mit dem Samsung Galaxy S9 einen praktischen Helfer.

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Foto: Samsung

Warum das Samsung Galaxy S9 das richtige Gerät für Instagrammer ist:

1. Weil die Cam in fast allen Lichtsituationen was aus den Bildmotiven rausholt

Wauw - was für eine lichtstarke Kamera. Lichtstark heißt, dass auch bei Dunkelheit sehr gute Fotos entstehen, die kaum griseln. Dafür sorgt die Blende f/1.5. Bei Tageslicht stellt sich die Blende automatisch auf f/2.4 und sorgt so für Schärfe auf einem größeren Bildbereich.

Doch die Kamera ist nicht nur lichtstark. Sie ist auch intelligent. Mit Hilfe von KI Kamera erkennt sie Motive wie beispielsweise „Food“, also Essen und optimiert daraufhin die Farben automatisch. Wer viel Erfahrung im Fotografieren hat, kann im Profimodus die Einstellungen variieren und so richtig dramatische Bilder schießen, indem er Belichtungszeit und Blende selbst einstellt. Die Menüführung in der Cam ist allerdings gewöhnungsbedürftig.

Videos sind in Super Slow Mo möglich: eine Sekunde Aufnahme wird dabei auf 6 Sekunden ausgedehnt. Action in Zeitlupe!  Bei eingeschalteter Bewegungserkennung startet die Kamera übrigens Slo Mo automatisch, sobald sich der Moment dafür bietet. 

2. Weil auf dem großen Bildschirm im Splitscreen mehrere Social Media Kanäle beobachtet werden können

Top ist der gestochen scharfe und riesengroße 5,8-Zoll-Bildschirm - der größte im Test. Und wie von Samsung gewohnt, leuchtet das Display in starken Farben.

3. Weil wir uns mit dem Samsung Galaxy S9 sehen lassen können

Das S9 berücksichtigt alle modernen Design-Richtlinien: Das Display reicht bis fast an die Ränder oben und unten. Es ist unglaublich flach und  die Rückseite wirkt hochwertig mit den bunten Metallic-Faben (rosa, blau) und den abgerundete Kanten – das Galaxy S9 kann sich sehen lassen. Und entgegen dem Trend bietet es auch eine Buchse für Kopfhörer an.

4. Weil Instagrammer unendlich viel Fotospeicher benötigen

Einfach mal mehr Platz einlegen ist beim Samsung Galaxy S9 kein Problem. Die 64 GB Speicher lassen sich per Speicherkarte erweitern. Doch Achtung: Es gibt eine Dual-SIM-Version mit Hybrid-Slot – das heißt, ihr müsst euch zwischen zweiter SIM-Karte und Speichererweiterung entscheiden.

Was uns nicht so gut gefallen hat

  • Der Iris-Scan hat im Test nicht zuverlässig funktioniert. Es mag an meiner Brille gelegen haben, mit der die Technik ihre Schwierigkeiten hatte. Im Zweifelsfall raten wir daher eher zum Fingerabdrucksensor, der unter der Kamera auf der Rückseite sitzt.

 

IPHONE 8

Für Designer und Designliebhaber

Straßenpreis: ab 650 Euro (64 GB, Stand 20.3.2018)

Designansprüche werden erfüllt, Extravaganz bleibt außen vor. Die Stärken des iPhone 8 liegen vor allem in der Akku-Power und bei der Performance. Gerade für Gamer ist das iPhone 8 also der ideale Sparringpartner. Doch günstig ist das Apple-Vergnügen nicht.

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Foto: Apple

Warum das iPhone 8 das richtige Gerät für Designer, Designliebhaber und Gamer ist:

1. Viel Glas, viel Anmut – Kaufargumente für Designliebhaber

In Apples Paradedomäne Design bekommt das iPhone 200 von 100 Punkten. Die Glasrückseite sieht edel aus, die abgerundeten Kanten wirken harmonisch. Und auch bei der Farbwahl setzt sich Apple wohltuend vom Einheits-Dunkel anderer Hersteller ab: Grau, Silber und Gold sind die Farben des iPhone 8. Zudem ist das iPhone solide verarbeitet. Zugleich ist es aber auch bruchanfällig, wenn es aus Versehen zu Boden segelt. Einziger Wermutstropfen: Rund um das Display wird viel zu viel Raum verschenkt.

Sympathisch ist die kompakte Bauweise: Mit 6,7 cm Breite passt es wunderbar in große und kleine Hände und in jede Hosentasche. Und es liegt gut in der Hand - was nicht zuletzt an dem hohen Gewicht von 148 Gramm liegen mag. Erkauft wird das handliche Format mit einem nur 4,7 Zoll großen Display - dem kleinsten Display in diesem Test. Doch das leuchtende HD-Display überzeugt mit einer angenehm scharfen und vor allem megahellen Darstellung.

2. Viel Rechenpower für schöne Grafik

Dank richtig schneller Rechenpower ist das iPhone 8 ideal für alle, die gern auf dem Smartphone zocken. Aufwändigere Grafik ist hier kein Problem. Und Zocken bedeutet auch immer hoher Akkuverbrauch. Das iPhone schlägt sich hier tapfer: Es kommt gut durch den Tag und hat noch Rest-Power am Abend. Schuld an der großartigen Akku-Leistung dürfte übrigens die neue A11-Prozessorgeneration sein, die optimal mit der Energie haushaltet.

Und wenn es beim iPhone 8 wieder Zeit für eine Akkuladung ist, lädt das iPhone 8 auch kabellos – mit der Glasrückseite kein Problem. Leider hat Apple sich entschlossen, auch an der Ladeschale noch zu verdienen. Daher liegt die Schale beim Kauf nicht bei. Da sich Apple an den offenen Qi-Standard hält, könnt ihr immerhin jedes Qi-Ladegerät zum Laden hernehmen.

3. Fotos auf hohem Niveau

Das iPhone 8 macht schöne 12 Megapixel-Fotos, aber nicht besser als die Top Android-Modelle.  Denn Apple setzt auf Weichzeichner, was den Bildern die Knackigkeit nimmt. Zudem ist die Bedienung der Kamera bzw. der Videofunktion etwas umständlich. Dafür gelingen ultrahochauflösende Videos ziemlich smooth, da 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden können.

Was uns nicht so gut gefallen hat

  • Kein Örtchen für eine MicroSD-Karte und kein Akku zum Rausnehmen sind seit jeher schlechte Apple-Tradition.

Die neue LEAD ist da!

Dieser Text ist Teil der LEAD Printausgabe 01/18. 

New Work, Digitalisierung, die neusten Gadgets, E-Commerce, Datenschutz sind nur einige der Themen, die du im neuen Heft findest. 

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