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Smartphone Studie Messenger

Text me if you can

Eine Studie zeigt, dass es mit dem Handy nicht viel anders ist als in einer menschlichen Beziehung: Das Smartphone ist des Deutschen größte Hassliebe.

Foto: Getty Iamges
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Das Smartphone verbringt mehr Zeit mit uns als irgendein Mensch. Fast jeder trägt das Gerät rund um die Uhr am Körper oder hat es zumindest in unmittelbarer Nähe liegen. Für eine representative Studie zur globalen Mobilfunknutzung hat das Wirtschaftsberatungsunternehmen Deloitte mehr als 50.000 Menschen 33 Ländern zum Stellenwert des Smartphones in ihrem Leben befragt. LEAD fasst die (Hass)Liebe der Deutschen zum Smartphone zusammen. 

Junge Nutzer kleben am Display

Ganze 56 Mal schauen die Menschen am Tag auf ihr Smartphone – jedenfalls, wenn sie zwischen 18 und 24 Jahre alt sind. Das ändert sich mit dem Älterwerden: Im Rentenalter interessiert man sich im Schnitt nur noch neun Mal täglich für Neuigkeiten auf dem Display. Altersübergreifend kommen die Bürger in Deutschland auf knappe 30 Blickkontakte mit ihrer digitalen Verbindung zur Welt.

Grafiken Smartphone Rausch
Grafik: Deloitte

Social Networks schlagen Sprachtelefonie

Die zunehmende Smartphone-Nutzung bedeutet indes nicht, dass immer mehr telefoniert wird. Entsprechend einem bereits länger beobachteten Trend ist die Sprachtelefonie auf dem Rückzug (tatsächlich nur noch knapp ein Drittel plaudert täglich) und macht vor allem der Nutzung von Messaging-Diensten Platz, zum Beispiel WhatsApp und E-Mail. Die klassische SMS hat sich in die Nische verabschiedet. Weiteres Potenzial besitzen hingegen Video Calls, die derzeit immerhin acht Prozent der Befragten täglich einsetzen.

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Grafiken Smartphone Rausch3
Grafik: Deloitte

Nachrichtenkonsum auf Platz 1

Auch als Informationsquelle und Entertainment-Device bieten Smartphones vielfältige Möglichkeiten. Die meistgenutzten sind dabei das Informieren über die neuesten Nachrichten, täglich praktiziert von etwa der Hälfte der Verbraucher, die Bewegung in sozialen Netzen (über ein Drittel) sowie Spielen, Fotografieren und Videos (je 15 bzw. 12 Prozent). Bis zum vollwertigen Infotainment-Center scheint noch etwas Luft, denn Filme, Musik und Navigation sind nur für eine einstellige Prozentzahl von Nutzern an der Tagesordnung.

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Grafik: Deloitte

Smartphone nahezu überall im Einsatz

Die Menschen nutzen ihr Smartphone nicht nur immer öfter, sondern auch (fast) überall: bei der Arbeit und auf der heimischen TV-Couch – wo es oft als Second Screen eingesetzt wird – genauso wie beim Einkaufen, in Bus und Bahn sowie beim Essen. Am Steuer ist der Smartphone-Verkehr gesetzlich geregelt, nicht jedoch bei Fußgängern im Straßenverkehr. So riskieren knapp 30 Prozent, die ihre Aufmerksamkeit auch beim Überqueren der Straße dem Smartphone widmen, zwar ihre Gesundheit, aber kein Bußgeld.

Grafiken Smartphone Rausch2
Grafik: Deloitte

Nach Feierabend nur privat

Gerade einmal 13 Prozent werfen auch nach Feierabend öfter mal einen "Arbeitsblick" auf ihr beruflich genutztes Gerät, 49 Prozent tun dies niemals. Die restlichen 38 Prozent scannen ihr Smartphone manchmal auf beruflich relevanten Content, wobei auch hier ein etwas höherer Anteil bei jüngeren Verbrauchern zu beobachten ist. Bemerkenswert: Wenn das Smartphone beruflich genutzt wird, dann für die Kommunikation und als Kalender. Anspruchsvollere Business-Anwendungen sind hingegen nicht sehr verbreitet. Immerhin: 46 Prozent versuchen bereits einen Detox auf ganz unterschiedlichen Wegen. 

Grafiken Smartphone Rausch6
Grafik: Deloitte

​Smartphone-Nutzung 2017 in Zahlen

  • Nur 32 Prozent telefonieren täglich mit dem Smartphone. Viel regelmäßiger werden WhatsApp und E-Mails verwendet
  • 41 Prozent der Deutschen schauen innerhalb von 15 Minuten nach dem Aufstehen auf ihr Smartphone, über ein Drittel der Befragten checken das Handy auch nachts
  • 47 Prozent lesen täglich die aktuellen Nachrichten auf ihrem Smartphone
  • 55 Prozent nutzen ihr Smartphone zu Hause beim Essen, 30 Prozent beim Autofahren, 29 Prozent beim Überqueren von Kreuzungen
  • Die Hälfte der Deutschen verwendet ihr Handy nie außerhalb der Arbeitszeit für berufliche Dinge
  • 38 Prozent der Befragten haben bereits versucht, ihre Smartphone-Nutzung zu begrenzen. Nur 12 Prozent hatten damit Erfolg
  • 2 Prozent sind wieder auf ein Standard-Mobiltelefon umgestiegen, um ihre Smartphone-Nutzung einzuschränken
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