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Mit online-gestütztem Sprachtraining reagieren HR-Abteilungen auf moderne Bedürfnisse (Bild: iStock)
New Work Arbeitsplätze Arbeitsmodelle

Digitale Sprachlernprogramme für Mitarbeiter

Die Arbeitswelt funktioniert zunehmend digital und auch Lernprozesse gehen weg vom analogen Unterricht. Mit online-gestütztem Sprachtraining reagieren HR-Abteilungen auf moderne Bedürfnisse. Was sind die Vorteile und wie kann E-Learning erfolgreich im Unternehmen implementiert werden?

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Die Digitalisierung ist im HR-Bereich längst angekommen. Um sich zukunftsorientiert aufstellen zu können, braucht es neue Kompetenzen, für die sich Mitarbeiter fort- und weiterbilden müssen. Dazu gehören sprachliche Fähigkeiten. Die zunehmende Vernetzung sorgt dafür, dass räumliche Barrieren aufgebrochen werden: Unternehmen agieren globaler. Für Mitarbeiter öffnen sich mit zunehmender Sprachpraxis viele Möglichkeiten.

Vor allem junge Menschen fordern Weiterbildungsangebote "on the job", aber sie müssen zu ihrem digitalen Lebensstil passen. Während vormals klassische Offline-Seminare oder traditioneller Klassenunterricht zur Fortbildung ausreichten, geht der Trend der modernen Berufswelt dahin, Lernformate direkt in Arbeitsprozesse zu integrieren und damit effizienter für Unternehmen und Mitarbeiter zu gestalten.

Hier setzten digitale Sprachlernsysteme an und versprechen effizientere Lernmethoden bei größerer Flexibilität der Mitarbeiter. Wie gelingt das?

Training "on the job" ist gefragt

Richtet man seinen Blick auf die eigene Berufserfahrung, wird schnell klar: Am meisten gelernt haben viele durch herausfordernde Situationen oder durch Themen, mit denen man sich intensiv auseinandergesetzt hat. Sprich: Eigentlich genau dann, wenn das Wissen tatsächlich direkt angewendet werden konnte. So ist es auch beim Sprachenlernen. Wird der Lernprozess fließend und natürlich in den Arbeitsalltag eingebettet, können die Mitarbeiter das Gelernte direkt in die Praxis umsetzen und verinnerlichen.

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Muss der Einkaufsleiter beispielsweise kurzfristig Verhandlungen in Frankreich führen, sollte er hierauf schnell und konkret geschult werden. Dies gelingt mit passenden Webinaren und einem Einzel-Coaching. Ein Muttersprachler übt via Videokonferenz mit dem Mitarbeiter die freie Konversation, simuliert die Verhandlungssituation. Auch ein Gruppen-Tutoring im virtuellen Klassenverband kann ein gutes Training sein, vor allem dann, wenn mehrere Mitarbeiter gemeinsam an einem Thema arbeiten oder geschäftlich verreisen.

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Moderne Formate erleichtern das Lernen

Die Lernformate sind beim digitalen Sprachtraining je nach Bedürfnis und Lernziel frei wählbar. Von Blended Learning, über Augmented Reality und Game-Based-Learning bis hin zu Webinaren – einige Sprachlern-Anbieter offerieren hier vielfältige Möglichkeiten.

Beim Blended Learning werden beispielsweise per Webinar Inhalte geschult und anschließend im Einzel- oder Gruppencoaching mit einem Tutor diskutiert und vertieft. Augmented Realtiy erweitert eine reale Umgebung um virtuelle Elemente und digitale Informationen, spricht somit mehrere Sinne an und prägt sich durch die Erlebniserfahrung leichter ein. Diese unterbewusste Lernerfahrung passiert auch beim Game-Based-Learning – ein Ansatz, bei dem Inhalte spielerisch – zuweilen auch mit Mitspielern aus dem globalen Netzwerk – vermittelt werden.

Mehr Flexibilität für die Mitarbeiter

Neben der freien Formatauswahl bieten digitale Sprachlernsysteme einen weiteren großen Vorteil, der in Zeiten von New Work nicht zu unterschätzen ist: Die Lernzeiten lassen sich flexibel gestalten. Der Sprachschüler ist nicht an den wöchentlichen Unterricht im Klassenverband gebunden. Ebenso wenig muss er an einem bestimmten Arbeitsplatz sitzen. Bei flexiblen und bereits gängigen Arbeitszeitmodellen wie Homeoffice oder Flex Desk Policy kann er sich nach Belieben den besten Ort für seine Lernumgebung aussuchen. Auch Reisezeiten lassen sich gut überbrücken. Via App können kurze Lerneinheiten konsumiert werden.

Viele HR-Abteilungen sind sich dieser Vorteile des E-Learnings bereits bewusst. Weniger klar aber ist oftmals die Vorgehensweise. Sprich: Was ist zu tun, wenn ich digitales Sprachtraining im Unternehmen einführen möchte?

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Die Analyse des Status quo und des Bedarfs stehen am Anfang jedes E-Learning-Prozesses

Aus verschiedenen Gründen ist häufig Sprachtraining der Einstieg ins E-Learning. Viele Unternehmen arbeiten international und dementsprechend liegt das Erlernen einer Sprache für viele nahe, damit die Zusammenarbeit über die Ländergrenzen hinweg gut funktioniert. Wie bei anderen Transformationsprozessen auch, steht hier am Anfang eine Status-quo- und Bedarfsanalyse. Wenn HR mit E-Learning keine Erfahrungen hat, ist es wichtig, dass der entsprechende Anbieter optimal beraten kann.

Denn für jedes Unternehmen gibt es eine maßgeschneiderte Lösung. Der Blick auf die Organisation und gelebte Kultur ist dabei essenziell, um zu entscheiden, welche Angebote zum Unternehmen passen. Gibt es bereits ein Learning Management System und soll das Training dort eingebunden werden? Oder wird derzeit noch im traditionellen Sprachunterricht gelernt? Dann muss die Einführung des digitalen Lernens mit Schulungen und aktiver Kommunikation begleitet werden. Einige wenige Anbieter besitzen gleichsam Expertise im Bereich Change Management und können hier unterstützen.

Sprachtraining lässt sich optimal mit übergeordneten Unternehmenszielen in Einklang bringen. Nicht selten bedingen diese sogar die Einführung von E-Learning. Soll beispielsweise eine reibungslose Zusammenarbeit mit Kunden aus dem Ausland gewährleistet werden, arbeiten aber nicht alle Arbeitnehmer am selben Standort? Oder müssen Mitarbeiter eng mit ihrer Muttergesellschaft im Ausland zusammenarbeiten?

Auch als Employer Branding Maßnahme eignen sich moderne Weiterbildungsangebote dazu, die Arbeitgeberattraktivität bei Bewerbern zu erhöhen. Zielgruppen und Bedürfnisse müssen also im Vorfeld identifiziert werden. Zuweilen eignet sich dazu auch die Einbeziehung von Mitarbeitern oder Stakeholdern im Unternehmen in Form einer internen Befragung oder eines Strategie-Workshops.

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Die passende Infrastruktur aufsetzen

In einem nächsten Schritt gilt es die Infrastruktur zu prüfen und zu schaffen. Beispielsweise spielen technische und arbeitsrechtliche Möglichkeiten eine Rolle. Sprich: Lizenzbedingungen und deren Übertragbarkeit müssen geklärt, Systemanforderungen – wie beispielsweise die Verfügbarkeit mobiler Apps – mit der IT abgestimmt werden, wenngleich die technischen Voraussetzungen zur Einführung eines digitalen Sprachtrainings minimal sind.

Mitunter müssen kulturelle Fragen geklärt sein: Sind Arbeitsprozesse bereits flexibel gestaltet? Ist das Lernen während der Arbeitszeit überhaupt gewünscht? Passt das zu den Learning & Development-Zielen des Unternehmens? Müssen KPIs erreicht werden?

Setzt sich ein Unternehmen beispielsweise zum Ziel, bestimmten Positionen ein gewisses Sprachniveau abzuverlangen, sollten – in Abstimmung mit dem Mitarbeiter – klare Lernziele gesetzt und Erfolge messbar gemacht werden. Die Motivation der Mitarbeiter kann hierdurch enorm gesteigert werden. Mit einer Technologie, die das Ausgangsniveau, die Lernkurve und die individuellen Ziele berücksichtigt, können Lernresultate transparent gestaltet und bei einigen wenigen Sprach-Anbietern auch zertifiziert werden.

Mit dem TOEFL-Zertifikat beispielsweise erwirbt der Mitarbeiter eine Bestätigung, die ihn motiviert, international anerkannt ist und ihn für neue Aufgaben im Unternehmen qualifizieren kann.

Unterm Strich fügt sich digitales Sprachtraining mit seinen Vorteilen optimal in die neue Arbeitswelt 4.0 ein. Die Einführung sollte allerdings durchdacht sein, um den Lernprozess möglichst ganzheitlich und effizient zu gestalten.

Sabine Schnorr ist Senior Director Europe bei Rosetta Stone, Anbieter für onlinebasierte Sprachlernprogramme.

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