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Smart Home Smart City Alexa

Hereinspaziert! Wenn Alexa dir die Türe öffnet

Fast alles in Wohnung oder Haus ist inzwischen smart: der Speaker, das TV-Gerät, der Saugroboter, das Licht, der Kühlschrank und selbst der Rasenmäher. Wie sicher ist die neue smarte Bequemlichkeit – und was steckt hinter der Technik? LEAD entschlüsselt Pro und Contra der Smartlocks.

(Bild: Danalock Smartlock)
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Viele, viele bunte Smarties. Fast alles in Wohnung oder Haus ist inzwischen smart: der Speaker, das TV-Gerät, der Saugroboter, das Licht, der Kühlschrank und selbst der Rasenmäher. Auch vor der Wohnungs- oder Haustür macht die intelligente Vernetzung nicht halt. Immer mehr Anbieter drängen an diese sensible Stelle vor. Das smarte Türschloss (englisch: Startlock) ist – auch ohne Schlüssel – ein Schlüssel-Erlebnis: Du kommst nach Hause und die Tür öffnet sich wie von Geisterhand oder über die Handy-App. Ein Schlüssel(-bund) wird nicht mehr benötigt.

Wie funktionieren smarte Türschlösser?

Der altmodische Schlüsselbund wird durch intelligente vernetzte Technik ersetzt. Erste Option: Du öffnest und schließt deine Tür über eine Wischgeste in der dazugehörigen App (iOS und Android). Solche Gesten sind schon länger von smarten Uhren und natürlich auch von iPhone & Co. bekannt und verinnerlicht.

Weitere Möglichkeit: Smarte Türschlösser öffnen die Tür auch automatisch – und sperren die Tür hinter dir zu. Dabei bleibt das Smartphone außen vor und muss nicht aus der Tasche gekramt werden. Was besonders vorteilhaft ist, wenn du etwa schwer bepackt vom Einkaufen kommst.

Dazu kommen sogenannte Videotür-Klingeln, die in Neubauten immer mehr zum Standard werden: Auf dem Screen in der Wohnung siehst du dann, wer unten steht und dich besuchen will.

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Danalock V3 Foto 1
(Bild: Danalock)

Kann ich ein smartes Türschloss auch mit zwei linken Händen montieren?

Ja, das klappt in der Regel problemlos. Viele Modelle sind quasi ein Aufsatz auf die normale Schließanlage. Weder sind Schrauben noch ein Bohrer noch großartige Fachkenntnisse erforderlich, um smarte Türschlösser anzubringen.

Eqiva 2
(Bild: Eqiva)

Benötige ich eine Genehmigung meines Vermieters?

Als Hausbesitzer ist dir natürlich freigestellt, auf welche Schließanlage du setzt. Auch als Mieter bekommst du beim Einbau von Smartlocks aus rechtlicher Sicht keine Probleme, denn einen Einbau kann ein Vermieter nicht untersagen. Allerdings gilt: Bei einem Auszug muss ein solches Schloss zurückgebaut werden. Probleme gibt es an dieser Stelle nicht, denn eine rückstandslose Entfernung ist jederzeit möglich. Du kannst dann das smarte Türschloss auch in der nächsten Wohnung verwenden. Der Deutsche Mieterverein rät aber dazu, sich "vorsorglich" die schriftliche Genehmigung des Vermieters zu holen, um auf der sicheren Seite zu sein.

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Was spricht für die Montage eines smarten Türschlosses?

Alle Familienmitglieder müssen sich nie wieder Sorgen machen, den Schlüssel zu verlieren. Denn so ein Smartlock kann mehrere Personen erkennen. So finden selbst Freunde Einlass, wenn du mal im Urlaub bist und deine Pflanzen gegossen werden müssen. Auch das Warten auf die Putzfrau hat sich erledigt. Das smarte Türschloss kann beispielsweise so programmiert werden, dass die Putzfrau immer in einem bestimmten Zeitfenster rein- und rausgelassen wird.

Gibt es Nachteile von smarten Türschlössern?

Je neuer das Modell, desto weniger störanfällig sind Smartlocks. Doch es kann immer noch vorkommen, dass Sensoren auf dreckige, nasse oder fettige Hände nicht reagieren – oder sich die Tür erst nach mehreren Versuchen öffnet. Immer seltener kommt es im Zusammenspiel mit WLAN zu ungewollten Türöffnungen. Hier haben die Anbieter in den letzten Monaten verstärkt in Problem-Lösungen investiert.

Außerdem gilt es, regelmäßig die Batterien am Türschloss zu überprüfen. Bei einem leeren Akku bleibt die smarte Tür versperrt. Gleiches gilt für Apps, deren Aufruf auch abhängig vom Akkustand des Smartphones ist. Hast du dich für ein Smartlock mit App entschieden, behalte den Ladezustand von iPhone & Co. gut im Blick. Und gerade bei günstigeren Modellen fällt auf, dass das smarte Türschloss mitunter laute Motorgeräusche machen kann und nicht leise surrt.

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Wie sicher sind Smartlocks generell?

Zusammengefasst gilt laut Stiftung Warentest, dass sich kein vernetztes Produkt komplett gegen Angriffe von außen sichern lässt. Bei einem Test sämtlicher Modelle des Anbieters August gelang es Sicherheitsforschern schon 2015, jedes August-Türschloss zu knacken. Das war ein deutlicher Weckruf für die ersten Anbieter solcher smarten Schlösser, verstärkt in Sicherheit zu investieren.

Beim Kauf solltest du aber darauf achten, keine unverschlüsselten Türschlösser zu kaufen – und schon gar keine Smartlocks, die als Passwort nicht veränderbare Standard-Kombinationen anbieten. Grundsätzlich solltest du beim Kauf bekannte Anbieter bevorzugen. Diese stehen in der Regel für regelmäßige Sicherheits-Updates ein. Dies ist bei vermeintlich günstigen Lösungen von No-Name-Anbietern meistens nicht der Fall.

Welche aktuellen Modelle sind derzeit im Smartlock-Bereich beliebt?

Der österreichische Anbieter Nuki Home Solutions hat alle bekannten smarten Öko-Systeme inzwischen integriert und im November sein neues optimiertes Smart Lock 2.0 in den Handel gebracht. Ein verbesserter Prozessor beschleunigt dabei die Authentifizierung. Mit Apple HomeKit kann das Türschloss jetzt auch über Apples Sprachassistent Siri gesteuert werden. Bluetooth 5.0 sorgt dabei für eine Erhöhung der Reichweite. Auch ein Türsensor ist nun integriert. Er zeigt sowohl den Status des Schlosses (auf- oder zugesperrt), als auch den Status der Tür (offen oder geschlossen). Neben Smart Lock 2.0 (229 Euro) wird die Nuki-Bridge zur Installation benötigt (99 Euro). In Kombination sind Smartlock und Bridge für 299 Euro erhältlich. Alternativ bietet Nuki auch eine günstigere Lösung, das Nuki Keypad (79 Euro). Ein Smartphone wird fürs Keypad nicht benötigt. Der Zutritt erfolgt über einen 6-stelligen Code. Die Montage erfolgt kabellos.

Beliebt ist das auch die Ring Video Doorbell 2. Inzwischen gehört das Unternehmen zu Amazon. Der Online-Händler kaufte das Startup, das vor fünf Jahren gegründet wurde, im Frühjahr 2018. Über den Kaufpreis schwieg Amazon. Aber es soll sich um die zweitteuerste Akquise der Amazon-Firmengeschichte handeln. Die teuerste dürfte der Kauf der US-Bio-Supermarkt-Kette Whole Foods mit 13,7 Milliarden Dollar sein.

Zuvor hatte Amazon auch schon das im gleichen Segment tätige Unternehmen Blink gekauft. Die Ring Video Doorbell 2 ist dabei eine WLAN-Klingel mit Live-Bild des Eingangsbereichs, das via App in HD-Auflösung aufgerufen werden kann. Inzwischen ist auch eine Nachtsichtfunktion implementiert sowie ein austauschbarer Akku, der sich separat laden lässt. Der smarte Spaß kostet 199 Euro (auf Amazon), die erweitere Pro-Version mit Türgong und Transformator um 280 Euro (ebenfalls Amazon).

Nuki und Ring treten vor allem in Konkurrenz zu Danalock. Das aktuelle Danalock V3 mit Z-Wave- und HomeKit-Support bewegt sich um 180 Euro. Immer beliebter werden auch Produkte von Nest. Die Videotürklingel Hello kostet rund 300 Euro.

Gute Angebote für smarte Türschlosser, auch im Bundle mit Produkten wie Google Home, findest du häufiger bei tink.de

Welche Smartlocks liegen bei Tests vorn?

Die Zeitschrift c’t (12/2018) empfiehlt das Eqiva eQ-3 als "günstiges Einstiegsgerät" (50 Euro). Während Eqiva wenige Bonusfunktionen bietet, punktet das Danalock V3 (ca. 150 Euro) mit vielen Extras. Danalock lässt sich inzwischen ebenfalls über Siri steuern, auch mit den Shortcuts (Zusatzbefehlen). Bei connect erreichte das Nuki Smart Lock als einziger Testkandidat ein "Sehr gut". Das einzige "Gut" erhielt eQ-3 HomeMatic KeyMatic (ca. 150 Euro). Das Eqiva wurde nur mit "Befriedigend" bewertet.

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