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Matthias Mehner ist Vice President Strategy & Innovation bei MessengerPeople und Kolumnist für LEAD (Bild: Martin Kroll)
Messenger leadfaces Kolumne

Skype, der Dino unter den Messenger Apps

Nach den Datenschutz Heros (Telegram, Signal und Threema) und dem gelben Geist von Snapchat schauen wir uns heute mal einen Oldie an!

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Ich werde nie die Reaktion meiner Eltern vergessen, als wir das erste Mal per Video telefoniert haben. Natürlich damals noch über einen PC und mit einer angeschraubten Webcam. So richtig gecheckt haben sie das Prinzip Skype aber nie und mittlerweile machen wir unsere Video Calls via WhatsApp.

Skype zählt zu den “Urgesteinen” der Messenger-Kommunikation: “Skype Technologies” wurde als eines der ersten Tools für VoIP-Anrufe im Juli 2003 von dem schwedischen Internetpionier Niklas Zennström und dem dänischen Unternehmer Janus Friis in Luxemburg gegründet.

Im September 2005 kaufte eBay Skype für 3,1 Milliarden US-Dollar. Seit 2011 ist Skype im Besitz von Microsoft. Microsoft bezahlte für das Unternehmen 8,5 Milliarden Dollar – die bislang höchste Summe für eine Übernahme in der Geschichte des Gates´-Konzerns.

Im Jahr 2017 lag die geschätzte Zahl der weltweit monatlich aktiven Skype-Nutzer bei 300 Mio – also eher Mittelfeld im Bereich der Messenger. In Litauen, Lettland, Estland, Island und Moldawien ist Skype der zweitbeliebteste Messenger-Dienst, in Deutschland schätzt man die monatlichen Aktiven auf 9,5 Mio.

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Mehr zum Thema: World of Messenger: Die Datenschutz-Heros

Skype für Unternehmen

Besonders beliebt ist Skype für die interne Kommunikation oder eben mit Geschäftspartnern. Skype war einer der ersten Kommunikations-Dienste, der seit 2012 mit “Skype for Business” nicht nur Telefonie, sondern auch Messaging für Unternehmen anbot: Microsofts Skype for Business bietet Messenger-Funktionen, Anrufe, Termine und die Funktion zum Bildschirm-Teilen in einer App, die problemlos in Office 365 integriert ist.

Nutzer können beispielsweise Termine in Outlook anlegen und Konversationen aus Apps wie Word und PowerPoint starten. Mit der Enterprise-Version lassen sich Online-Meetings mit bis zu 10.000 Teilnehmern abhalten, die sich über fast jedes Endgerät einwählen können. Alternativ können kleinere Unternehmen die kostenfreie Version für Teams mit bis zu 250 Personen nutzen.

Im September 2017 gab Microsoft bekannt, dass Skype for Business in Zukunft durch die Kommunikationsplattform "Microsoft Teams” ersetzt werden solle. Mit Microsoft Teams will Skype seine Marktführerschaft im Bereich Kollaboration/ interne Kommunikation stärken und sich als MS-Alternative zu etablierten Projektmanagement- ( zum Beispiel: Asana, Slack, Evernote, Jira) und Office-Kommunikationstools (Slack, Allo, Jive, MindLinke etc.) behaupten.

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Skype gilt vor allem als Pionier der Videotelefonie

Eine spezielle Lösung für die B2B2C-Kommunikation – also ein eigenständiges Angebot für Unternehmen, die mit ihren Endkunden über Skype kommunzieren wollen – ist bislang nicht in Aussicht. Im Gegensatz zu anderen Messenger wie WhatsApp und Co. ist allerdings fraglich, ob aus Kundensicht die Nachfrage nach einem solchen Angebot besteht:

Skype gilt gerade im deutschen Sprachraum vor allem als Pionier der Videotelefonie (für die private und geschäftliche Nutzung) sowie als Messenger für interne Businesskommunikation. Gerade im letzten Segment – Businesskommunikation und Projektmanagement – sind in den letzten Jahren mit Workplace by Facebook, Trello, Slack, Stackfield, Asana u.a. zahlreiche neue Anbieter als Konkurrenten auf den Markt gekommen.

Für mich ist Skype daher ein klassischer Fall vom „Kodak-Moment“: Hatte den ganzen Markt und die beste Technologie, aber hat sich nicht schnell und innovativ genug weiterentwickelt und den mobile shift erstmal verpennt.

Ich glaube daher nicht an eine rosige Zukunft für Skype und rufe jetzt mal meine Eltern per WhatsApp an 😉

Zum Autor: Matthias Mehner ist Vice President Strategy & Innovation bei MessengerPeople. Für LEAD schreibt er über das Thema Messenger.

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