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Cloud Computing Amazon Cloud

Siemens kooperiert mit Amazon

Das Internet of Things braucht Platz. Deswegen mietet sich Siemens mit seinem Betriebssystem MindSphere in die Amazon Cloud ein.

© Siemens
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In 20 spezialisierten Zentren widmet sich das Industrieunternehmen Siemens ab sofort der Digitalisierung. Sie verteilen sich auf 50 Standorte in 17 Ländern weltweit. Jedes dieser "MindSphere Application Center" hat sich auf eine bestimmte Branche spezialisiert. MindSphere heißt das  offene, cloud-basierte Betriebssystem für das Internet der Dinge. Schon jetzt arbeiten rund 900 Mitarbeiter als Softwareentwickler, Datenspezialisten und Experten für Datenanalyse und Maschinelles Lernen – gemeinsam mit Kunden von Siemens. "Wir bauen unsere Führungsrolle bei der Industriellen Digitalisierung weiter aus", sagte Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens. Schon setzt Siemens 5,2 Milliarden Euro mit digitalen Technologien um – davon entfallen vier Milliarden Euro auf Software und 1,2 Milliarden Euro auf digitale Services. Das ist ein Plus  von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegt Siemens deutlich über dem Marktwachstum von etwa acht Prozent. "Wir treiben die Digitalisierung jetzt noch schneller voran", gibt Siemens Chief Technology Officer Roland Busch als Parole für 2018 aus.

Unterstützung holt sich Siemens dafür beim US-Konzern Amazon. Ab Januar soll das Siemens-Betriebssystem MindSphere auf Amazon Web Services laufen, wie das Münchner Unternehmen mitteilte. Mangels einheimischer Alternativen setzen viele deutsche Unternehmen auf die Cloud-Technologie von Amazon, Google oder Microsoft. Siemens hat das IoT-Betriebssystem MindSphere vor rund einem Jahr unternehmensweit ausgerollt. Derzeit sind rund eine Million Geräte und Systeme über MindSphere angeschlossen. Ende des Geschäftsjahres 2018 sollen es 1,25 Millionen sein.

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Siemens-Chef Joe Kaeser will Software und digitale Dienstleistungen für die Industrie zu einem wichtigen Standbein des Konzerns machen. Das Forschungs- und Entwicklungsbudget wird nochmals erhöht - von 5,2 im vergangenen auf 5,6 Milliarden Euro in diesem Geschäftsjahr.

Das wegen des geplanten Abbaus von 6900 Stellen in den Traditionssparten Kraftwerke und Antriebe unter Druck geratene Unternehmen betonte, dass im vergangenen Geschäftsjahr mehr als drei Milliarden Euro des Forschungsetats in Deutschland ausgegeben worden seien, das entspricht etwa 60 Prozent. (am/mit dpa) 

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