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Sidepreneure schaffen sich neben dem Beruf mit eigenen Ideen ein zweites Standbein (Foto: iStockphoto)
New Work Jobs Tipps

Sidepreneurship macht glücklich: ein Erfahrungsbericht

Sidepreneurship hat die unterschiedlichsten Ursprünge. Aber mit Glück und Fleiß ist das Ergebnis am Ende ein nebenberufliches Projekt, mit dem man sich ein zweites Standbein schafft. Zwei Sidepreneure schildern ihre Erfahrungen und geben Tipps, wie Side Hustling zum Glücksfall werden kann.

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Vielleicht ist es eine leise Idee, die schon eine Weile in einem schlummert. Der Gedanke “das könnte man doch eigentlich mal machen”. Oder es ist eine plötzliche Eingebung, aus einer Alltagssituation heraus entstanden. Sidepreneurship hat die unterschiedlichsten Ursprünge.

Aber wenn man es geschickt anstellt, ist das Ergebnis am Ende immer: ein nebenberufliches Projekt, mit dem man sich ein zweites Standbein schafft. Side Hustler, wie die Sidepreneure im englischsprachigen Raum genannt werden, setzen neben ihrer hauptberuflichen Tätigkeit Herzensprojekte um.

In den USA haben 44 Millionen Menschen angegeben, ein berufliches Nebenprojekt zu führen; insbesondere die Generation der Millennials investiert dafür Arbeit und Zeit. Das hat viel mit der Digitalisierung zu tun - nie war es einfacher, Ideen und Projekte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Alles was es dafür vorerst braucht, ist ein Online-Auftritt. Und selbst, wenn das Nebenprojekt nicht sofort profitabel wird: ein Gewinn ist es in jedem Fall.

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Zwei Sidepreneure schildern ihre Erfahrungen und geben Tipps, wie Side Hustling zum Glücksfall werden kann.

Marina und Julian setzen Herzensprojekte um

Marina Bierbrauer
Copyright: Marina Bierbrauer

Marina Bierbrauer ist 30 Jahre alt. Die Dresdnerin arbeitet bei einer Veranstaltungslocation und betreut deren Online-Kanäle. Sie geht gern zur Arbeit, mag die Kollegen. Und will trotzdem mehr. “Der Hintergedanke bei der ganzen Sache war eigentlich der Wunsch, in nächster Zeit viel zu reisen”, erklärt Marina. Um beruflich und auch finanziell flexibler zu sein, wurde sie zur Sidepreneurin: Marina baut sich mit der Webseite movingtexts.de ein zweites Standbein als freie Texterin auf.

Bei Julian Schröder-Bernhardis nebenberuflichem Projekt dreht sich alles um sein Herzensthema Laufsport. Als passionierter Marathonläufer hatte der Senior IT-Manager schon länger die Idee, seine Erfahrungen online mit anderen zu teilen - und besitzt nun die Webseite laufmotivation.de.

Julian Schroeder Bernhardi
Copyright: Julian Schröder-Bernhardi

“Ich hab damals damit gerechnet, dass sich vielleicht 50 Leute sowas mal durchlesen”, sagt er. Eine erste Webseite lag nach kurzer Zeit brach. Dann startete Julian einen zweiten Anlauf. Inzwischen erreicht er mit seinem Blog rund um das Thema Laufen monatlich eine fünfstellige Leserschaft, was zu einigen Kooperationsanfragen geführt hat.

Gegen ein bisschen Monetarisierung hat Julian nichts. Er betreibt den Laufsport auf einem Level, das auch Geld kostet, nutzt die Werbeeinnahmen also zur Refinanzierung. Aber die Balance muss stimmen, zu viele Werbeinhalte würden seine Leserschaft stören, da ist Julian sicher.

Die Webseite als Initialzündung

Ihre Online-Präsenz war für beide die Initialzündung als Sidepreneure. Im Rahmen des im Frühjahr 2018 von Domainregistrar und Webhoster GoDaddy initiierten “Happiness Experiments” wurden sie vier Wochen lang bei der Erstellung ihrer Webseite begleitet.

Teil eines Experiments zu sein, stärkte beiden in diesem Fall das Rückgrat, wirklich dranzubleiben. Im Mai gingen ihre Webseiten live: ein Moment des Stolzes, es so weit geschafft zu haben, und der Aufbruchseuphorie. Denn eigentlich ging es ab da erst richtig los. Der Launch der Webseite ist ein zentraler Meilenstein für fast jeden Sidepreneur. Sie ist das digitale Aushängeschild, macht auffindbar und informiert.

Entsprechend Zeit stecken die beiden Sidepreneure in ihre Projekte. Die Vereinbarung von Hauptberuf und Sideprojekt ist dabei essenziell. Für Julian hat der Job klar Priorität, sein Blog muss sich unterordnen. Dennoch, es ist weit mehr als ein Hobby: “Es ist etwas, das einen die ganze Zeit begleitet und tatsächlich zu einer eigenen Facette von einem wird.”

Um ausreichend Zeit für ihr Sideprojekt zu haben, arbeitet Marina in Teilzeit. Gerade hat sie ihre Stundenzahl erneut reduziert, auf 15 Stunden in der Woche. 20 bis 25 Wochenstunden widmet sie sich inzwischen ihrem zweiten Standbein.

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“Ich höre eigentlich nur Positives”

Die doppelte Herausforderung beflügelt. Marina fühlt sich mit dem Projekt insgesamt freier und unabhängiger. Zu erkennen, dass ihr die Selbständigkeit liegt, das Sideprojekt genau das Richtige für sie ist, war vor allem “auf der Bewusstseinsebene eine positive Veränderung” und hat, auch wenn Arbeit nicht alles ist, zu einer verbesserten Lebensqualität beigetragen.

Auch Julian ist definitiv glücklicher, seit er seinen Blog betreibt. Der beste Moment ist für ihn, wenn er auf den Publish-Button drückt: “Es läuft mir tatsächlich immer so ein kleines Schmunzeln über die Lippen.”

Auch die Resonanz aus dem familiären und beruflichen Umfeld ist positiv. Julians Freundes- und Kollegenkreis gehört zu seiner treuesten Leserschaft, darunter sind auch viele, die sich persönlich nicht für Laufsport interessieren.

“Ich höre eigentlich nur Positives”, sagt auch Marina. Oft schwingt bei dem Zuspruch auch Bewunderung für ihren Mut mit. Das sieht sie selbst anders, ein großes finanzielles Risiko ist sie bislang nicht eingegangen.

Auch interessant: Unternehmen profitieren von neuen Perspektiven

Eine Bereicherung für den Job?

Im besten Fall lernt man durch ein Nebenprojekt viel Neues dazu - und schöpft Inspiration, die man wiederum in den Job einbringen kann. Der aktuellen Deloitte-Millenial Studie zufolge steigt die berufliche Loyalität der Generation Z mit der Flexibilität, die ihr im Job gegeben wird.

Unternehmen, deren Haltung mit der ihrer jungen Mitarbeiter übereinstimmt, werden außerdem als erfolgreicher wahrgenommen. Zwar gehören Marina und Julian zur Vorgängergeneration, dem Ergebnis der Studie stimmen beide jedoch zu.

Marina ist durch ihr Nebenprojekt im Job motivierter als vorher, freut sich über die Abwechslung zwischen dem Arbeitsalltag im Büro und der Arbeit als Freie, bei der sie in der Regel auf sich gestellt ist. Julian sagt von sich selbst, er habe seit Beginn des Sideprojektes sein Zeitmanagement verbessert und sei disziplinierter geworden.

Außerdem hat er sich beim Bloggen ein paar Kniffe in agilem Projektmanagement angeeignet, die er inzwischen auch im Job nutzt. “Gleichzeitig profitiert das Sideprojekt davon, dass ich ansonsten größere Projekte manage und es gewohnt bin, mehrere Bälle gleichzeitig zu jonglieren.” So befruchten sich Hauptprojekt und Sideprojekt gegenseitig.

Der Weg ist das Ziel

Wirklich fertig ist man als Sidepreneur mit der Arbeit eigentlich nie: es gibt immer etwas zu tun um voranzukommen. Auch Marina und Julian haben 2019 Einiges vor.

Marina wird weiter daran arbeiten, ihre Webseite auszubauen und Akquise betreiben. Im Januar reist sie für drei Monate durch Asien. Sie wird herausfinden, wie es ist, von unterwegs zu arbeiten. Irgendwann möchte sie das Sideprojekt zum Hauptberuf machen. Julian will seinen Blog weiter professionalisieren. Und er will mehr schreiben, der Redaktionsplan für die kommenden Monate ist bereits gefüllt. Unter anderem steht da etwas von Two Oceans, einem Ultramarathon durch Südafrika, an dem er 2019 teilnehmen wird. Auf seinem Blog wird er darüber berichten.

Auf die Frage, was die beiden aus der Erfahrung Sidepreneurship der vergangenen sechs Monate mitnehmen, sagen beide: Machen! Wer mit dem Gedanken spielt, ein nebenberufliches Unternehmen zu starten, sollte den ersten Schritt einfach gehen.

Nur wer ausprobiert, findet heraus, ob eine Idee funktionieren kann, ob ein zweites berufliches Standbein das Richtige ist. Wenn es dann auch noch ein Projekt ist, an dem das Herzblut hängt, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

Auch interessant: In der Podcast-Folge "Was Helden tun" erzählt Dani Fazekas von ihrem Weg aus der österreichischen Innenpolitik zur Yoga- und Online-Fitnesscoachin auf Costa Rica.

5 Tipps für Side Hustler

  1. Machen! Einfach mal anfangen, anstatt nur darüber nachzudenken. Ausprobieren lohnt sich.
  2. Suche ein Sideprojekt, das deine Talente fordert. Sidepreneurship sollte man gern und gut betreiben.
  3. Die Webseite ist das Aushängeschild für dein Nebenprojekt. Wähle den Webseite-Baukasten eines Anbieters, dem du vertraust und dessen Produkt dich anspricht.
  4. Sei geduldig! Nicht alles funktioniert von heute auf morgen. Mach dir einen Projektplan und setze dir Zwischenziele. Organisation zahlt sich aus.
  5. Bleib locker. Wenn man Sideprojekte als Ergänzung und Ausgleich sieht, können sie beflügeln und sind eine Bereicherung.

Über die Autorin: Franziska Thoms studierte Medienmanagement und Medienkommunikation. Nach Stationen bei der ProSiebenSat1 Medien SE und Trillr ist sie seit Anfang 2018 für GoDaddy als Social Media & Content Managerin DACH tätig.

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