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Special SEO

SEO und Unna: Warum beides für Urlaubsguru.de wichtig ist

Im Ruhrgebiet residiert eines meiner Lieblings-Startups, das Schnäppchenportal Urlaubsguru.de. Was ich dort über das Erfolgsgeheimnis der Marke gelernt habe.

© Fotolia
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Bei akutem Fernweh hilft bei mir eigentlich nur der Besuch beim Urlaubsguru. Und obwohl bisher noch nicht das richtige Schnäppchen dabei war, zählt das Reiseportal aus Dortmund seit Jahren zur festen Größe in meinem Facebook-Stream. Der persönliche Kontakt kam dann doch eher überraschend zustande. "Daniel Marx folgt dir jetzt auf Instagram" heißt es lapidar im Herzerl-Feed meines Reiseblogs www.turnagain.de. Moment mal. Der Name hinterlässt sofort ein wohliges Meeresrauschen in meinem Kopf, denn Daniel ist einer der Mitbegründer vom allwissenden, tiefenentspannten Urlaubsguru.

Ein paar Chats später sitze ich bereits im Flieger, um den Macher hinter der Plattform kennenzulernen. Und er befreit mich sofort von der Belastung, bisher noch keines der attraktiven Reise-Angebote wahrgenommen zu haben: "Du weißt bereits genau, wo du wann hinwillst. Wir sind jedoch keine Hotel- oder Flugsuchmaschine. Bei uns wollen sich die Leute inspirieren lassen. Sie suchen nach den besten Schnäppchen für ihr Reisebudget". Und die finden keine Metacrawler oder Algorithmen, sondern ein Team von 170 Mitarbeitern, das im Sichtfeld des Dortmunder Flughafens das Netz nach Angeboten durchforstet.

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Urlaubsguru De
Im Gespräch mit Firmengründer Daniel Marx. © A. Gebel.

"Jeden Tag packen wir ca. 30 Deals auf unsere Plattform", berichtet Daniel Marx. "Und nicht für jedes Angebot bekommen wir auch eine Provision. Gerade die Top-Angebote großer Airlines werden oft direkt an den User durchgereicht. Wichtiger als Profit, ist uns die Weiterempfehlung unserer Leser und das geht nur mit einem positiven Markenerlebnis. Von daher lassen wir uns auch keine Deals von Partnern diktieren. Redaktion und Vertrieb sind bei uns strikt getrennt".

Das ist verständlich, denn schließlich haben die beiden Daniels, Daniel Marx und Mitbegründer Daniel Krahn, den Urlaubsguru über Empfehlungsmarketing aufgebaut. "Facebook war unser Katalysator, als wir im Juli 2012 die Website hochgezogen haben. Durch ein paar smarte Angebote sind wir innerhalb von 6 Monaten auf über 60.000 Fans gewachsen." Heute bekleidet derSocial-Media-Kanal mit über 6,7 Millionen Abonnenten mehr die Rolle eines Markenbotschafters für den Erstkontakt. "Für direkte Abschlüsse ist bei uns SEO ganz klar vorne", resümiert Marx.

Was natürlich aufgrund der zielgerichteten Suche nach Urlaubsdestinationen auch Sinn macht. Grund genug, nicht nur in ein 7-köpfiges SEO-Team, sondern auch in eine eigene Redaktion zu investieren, die unabhängig von Sales und Angeboten über die schönsten Orte der Welt berichtet. Und zwar nicht vom Schreibtisch aus, sondern live vor Ort. Unlängst durfte eine Praktikantin sogar 37 Länder in 6 Monaten besuchen, um mit reichlich "Owned Content" im Gepäck zurückzukommen.

"Angebote sind tatsächlich nicht alles. Von daher arbeiten wir auch gern mit Influencern zusammen. Aber diese müssen die Marke inhalieren und schreiben können." Daniel Marx, Urlaubsguru.de

Plattes "Product Placement" lehnt Marx eindeutig ab. Überhaupt überrascht die emotionale Ebene beim stark online-getriebenen Geschäft. "Wir waren immer eine Firma zum Anfassen und ich werde nie vergessen, wie einst ein sonnengebräunter Rentner aus München vor unserer Tür stand, um persönlich eine Reise zu buchen." Für die beiden Daniels war das der Grundstein für den ersten Urlaubsguru-Store in der guten alten Offline-Welt.

"Komm wir fahren schnell vorbei", grinst mich Daniel Marx an. Fünf Minuten später tuckern wir über die Scenic-Route in die Heimatstadt der beiden Gründer, nach Unna. Unna?! Das westfälische Manhattan? Ich beginne schon Kühe und Schafe zu zählen, als wir in einer recht beschaulichen Kleinstadt ankommen. Als dann noch ein schwarz-gelber Schal aus seinem Kofferraum blitzt, gibt mir das fast den Rest. Doch die Aussicht auf einen Concept-Store der Superlative lässt mich durchhalten.

Ein fetter Screen zeigt Impressionen von Sonne, Sand und Meer, in den Wartezonen liegen Kopfhörer und iPads aus. Und die sind auch nötig, denn die erste Woche vermeldet der Urlaubsguru-Store ein durchgängiges "ausgebucht". Termine gibt es nur nach Vereinbarung und das bis 21 Uhr am Abend. Pauschalreisen und Städtetrips sind die aktuellen Bestperformer. Hilfreich sind da sicher auch die Virtual-Reality-Brillen, die dem Kunden einen ersten Eindruck zu Hotel und Urlaubsort vermitteln. "Leider mangelt es aktuell noch an Content. Nur wenige Hotels verfügen über einen professionellen Auftritt mit entsprechendem VR-Material", bemängelt Marx.

"Keine Sorge", lächele ich ihm entgegen. "Da kümmern wir uns gerade drum." Und denke dabei an unsere zahlreichen Agenturprojekte, wo wir Tag und Nacht an 360-Grad-Videos geschnibbelt haben. So in etwa könnte also das Reisebüro der Zukunft aussehen, denn über 50 Prozent der Buchenden tun das immer noch offline. Für das NRW-Startup des Jahres 2016 ist der erste Concept-Store jedenfalls ein weiterer Meilenstein der Expansionsstrategie. Wer jetzt allerdings einen abgehobenen Jungunternehmer erwartet, ist beim 31-jährigen Marx an der falschen Adresse. Ganz Westfale erlebt man ihn heimatverbunden, bodenständig und unglaublich klar in seinen Aussagen. Erfolg wird hier nicht aus dem Fenster geschrien, sondern staatsmännisch für und mit sich selbst gefeiert.

André Gebel

Der Diplom-Kaufmann ist Vorstand Beratung und Strategie bei der Coma AG in München. Zu den Kunden der Onlinemarketing-Agentur mit einer Spezial-Unit für UX-Agentur zählen unter anderem Saturn, Tempo, Avery Zweckform, der Deutsche Alpenverein, Franziskaner Weißbier, Hasseröder und Vodafone. Privat schreibt er seinen Reiseblog unter: www.turnagain.de.

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