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Schlaue Technik fürs Fahrrad – die Top 10

Wer schlau ist, fährt Rad – hält sich damit fit, spart Geld und schont die Umwelt. Und mit smarter Technik wird das Radeln gleich noch viel schlauer. LEAD stellt die Top 10 der aktuellen Gadgets und Apps fürs Fahrrad vor, die alle auch in Deutschland zu haben sind.

Ein Tablet als Fahrrad-Navi kann helfen. Aber es geht noch cleverer! (Foto: 123rf.de)
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SmartHalo 2 – jetzt noch cleverer

1 Smart Halo2
Let's ride! Die zweite Generation des Fahrrad-Computers SmartHalo ist da (Foto: SmartHalo)

Bereits vor zwei Jahren machte der SmartHalo Furore – als vielseitigster Fahrrad-Computer der Welt. Die kanadischen Entwickler haben Licht, Navi, Alarmanlage, Fitnesstrainer und Smartphone-Nachrichtenzentrale in ein einziges Kästchen gepackt, das sich praktisch an jedem Lenker befestigen lässt. Ohne einen Spezialschlüssel können Diebe den SmartHalo dort auch nicht klauen.

Die erste Generation ist für 139 Euro nach wie vor zu haben. Doch nun kommt der Nachfolger. Der SmartHalo 2 hat gerade die Kickstarter-Finanzierung geschafft, über eine Million Euro sind zusammengekommen. Für Unterstützer ist der neue SmartHalo jetzt ab etwa 90 Euro zu haben. Im Vergleich zum Vorgänger ist die Anzeige wesentlich detaillierter, die Befestigung ist einfacher – und der 110-Dezibel-Alarm kreischt bei einem Diebstahl noch durchdringender.

Hövding Airbag 2.0 - der Fahrradhelm ohne Helm

2 Hoevding
Bestürzend schlau – dieser Unfall geht dank des Hövding hoffentlich glimpflich ab (Foto: Hövding)

An zwei Wahrheiten führt in Sachen Fahrradhelme kein Weg vorbei. Sie retten Leben. Und sie sind hässlich. Wirklich schick sieht mit dem Deckel auf dem Kopf niemand aus, und die Frisur braucht nach dem Tragen dringend eine Überarbeitung. Wer deswegen tatsächlich keinen Fahrradhelm aufsetzt, wird (wie die Tochter des LEAD-Autors) den Hövding lieben. Die schwedischen Erfinder haben den ersten Fahrrad-Airbag erfunden, der sich bei einem Sturz innerhalb von 0,1 Sekunden aufbläst.

Ansonsten sitzt er wie ein Kragen um den Hals und stört beim Fahren kaum. Bei einem Unfall schützt er – anders als ein Helm – nicht nur den Kopf, sondern auch Hals und Nacken. Sensoren registrieren beim Tragen 200-mal in der Sekunde alle Bewegungen des Radfahrers. Die Erkennung eines Sturzes soll so zuverlässig sein, dass der Hövding laut Hersteller achtmal mehr Sicherheit bietet als ein klassischer Helm. Die Schweden sprechen deshalb vom "sichersten Fahrradhelm der Welt" – der für die schönsten Frisuren sorgt. Den Radl-Airbag gibt es in drei verschiedenen Größen ab 270 Euro, als Mindestalter zum Tragen werden 15 Jahre empfohlen.

Velocate vc|one – Diebstahlschutz per GPS

3 Velocate
Ein ganz normales Fahrrad-Rücklicht – aber nur auf den ersten Blick (Foto: Velocate)

Fahrrad geklaut – und niemand weiß, wo das geliebte Bike jetzt steckt. Gegen diesen Radler-Alptraum will der Velocate vc|one (ab 125 Euro) helfen, ein Rücklicht im unauffälligen Standard-Design, in dem ein GPS-Sender versteckt ist. Die wenigsten Diebe dürften auf die Idee kommen, das Rücklicht abzumontieren. Sobald sich ein abgestelltes Fahrrad plötzlich bewegt, erhält der Besitzer sofort einen Alarm aufs Handy und kann den Weg verfolgen.

Und wenn das gestohlene Rad danach irgendwo offen auf der Straße oder in einem Hof steht, zeigt der GPS-Tracker auf einer Karte den aktuellen Standort an – und der Besitzer oder die Polizei kann dort vorbeischauen. Falls der Dieb das Rad in einen Keller oder eine Garage verfrachtet hat, wird’s schwieriger. Aber wenn der Bestohlene zumindest eine Idee hat, wo sein Fahrrad stehen könnte, hilft in Innenräumen der Bluetooth-Funk des Velocate, der dann ebenfalls den Standort meldet.

Lumos – der schlaueste Fahrradhelm der Welt

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Es werde Licht! Der Lumos ist ein leuchtendes Beispiel für mehr Sicherheit auf dem Rad (Foto: Lumos)

Der Lumos ist so nützlich und durchdacht, dass ihn sogar Apple in seinen Stores und im Internet verkauft. Die Entwickler haben eine Rundum-Beleuchtung eingebaut – und zwar auf Kopfhöhe, wo sie Autofahrer hoffentlich auch wirklich wahrnehmen. Zehn weiße LEDs leuchten nach vorne, 38 rote LEDs nach hinten. Und dazu kommen links und rechts jeweils elf orange LEDs als Blinker.

Über eine kleine Bluetooth-Fernbedienung am Lenker oder per Geste auf der Apple Watch erkennt der Lumos, wenn der Radler abbiegen will, und setzt den Blinker. Und ein Beschleunigungssensor aktiviert automatisch das Bremslicht, sobald der Fahrer langsamer wird. Zusätzlich erfasst der 180 Euro teure Helm alle Fitnessdaten und überträgt sie in die Gesundheits-Apps von iPhone und Android.

Beryl – das Laserlicht fürs Fahrrad

5 Beryl Laserlight
Der Fahrradfahrer ist für die Fußgängerin noch nicht zu sehen – sein Laserlicht aber schon (Foto: Beryl)

Wie mache ich Autofahrer oder gar Lkw-Fahrer möglichst gut auf mich aufmerksam – das ist vor allem beim Radfahren in der Stadt die Kernfrage. Einige der besten Ideen kommen von Zubehörspezialist Beryl aus London. Die Engländer haben den Laserlight erfunden, ein bis zu 400 Lumen helles Fahrradlicht mit eingebautem Lasersignal.

Der grüne Laser wirft ein Warnsymbol mit einem Fahrrad sechs Meter nach vorne auf die Straße, und soll so die anderen Verkehrsteilnehmer auf den Radfahrer aufmerksam machen. Das funktioniert in den allermeisten Fällen sogar im toten Winkel. Motto von Beryl: "Sei sichtbar, bevor Du gesehen wirst!" Das Sicherheitslicht gibt es für 139 Euro direkt beim Hersteller.

Pendix – Elektro-Power für jedes Fahrrad

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Der Akku in der Flasche – so sieht das Nachrüstset für E-Bikes von Pendix aus (Foto: Pendix)

E-Bikes machen das Fahrradfahren einfacher. Sie sind aber teuer. Und oft genug ist es schade um das bisherige Radl, das durch ein Elektro-Modell ersetzt werden soll. Hier sind Nachrüstlösungen interessant, die laut ihrer Hersteller so gut wie jedes vorhandene Fahrrad "elektrisieren". Einer der Anbieter ist die sächsische Firma Pendix aus Zwickau, deren E-Umbausätze als besonders einfach und durchdacht gelten.

Los geht’s mit dem Pendix eDrive300 für 1.490 Euro, der bereits für Reichweiten zwischen 45 und 105 Kilometer gut ist. Das ist zwar immer noch teuer – aber deutlich günstiger als ein exzellentes E-Bike. Der Akku für den 250-Watt-Motor ist dabei in einer Art Trinkflasche untergebracht. Im Wesentlichen müssen nur Kurbel und Kettenblatt ausgetauscht werden. Wer sich das nicht zutraut, kann sich von einem autorisierten Händler helfen lassen. Das Gesamtgewicht für die E-Nachrüstung inklusive Akku liegt bei 6,5 Kilo.

Abus 770A SmartX – das Smartphone-Schloss

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Das Abus 770A SmartX ist extrem sicher – mit der maximalen Stufe 15 für Diebstahlschutz (Foto: Abus)

Den Schlüssel fürs Fahrradschloss zuhause vergessen? Das nervt. Der renommierte deutsche Schlösser-Hersteller Abus hat aber ein Mittel dagegen. Denn wer lässt schon sein Smartphone daheim liegen? Das Bügelschloss 770A SmartX bietet mit Stufe 15 den höchsten bei Abus verfügbaren Diebstahlschutz, funktioniert aber nicht mit einem Schlüssel, sondern per Smartphone-App und Bluetooth-Verbindung.

Sobald sich der Besitzer mit seinem Handy vom Fahrrad entfernt, schließt sich das motorbetriebene Schloss automatisch. Wenn er sich wieder nähert, öffnet es sich von selbst. Und falls jemand versucht, das 199 Euro teure Schloss zu knacken, löst es einen 100 Dezibel lauten Alarmton aus. Der Akku hält rund drei Monate ohne Aufladen durch. Und bis zu acht Personen können die Berechtigung erhalten, das Schloss per App ebenfalls zu öffnen. Bleibt die Frage: Wenn das Smartphone geklaut wird – ist dann auch das Fahrrad in Gefahr?

CYCL Winglights V3 – die Blinker fürs Fahrrad

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Blink to my health – mit dem Fahrrad-Blinker von CYCL (Foto: CYCL)

Die Straßenverkehrsordnung verlangt immer noch, dass Fahrradfahrer mit ausgestrecktem Arm anzeigen, wenn sie abbiegen. In unübersichtlichen Situationen oder auf holprigem Untergrund kann das aber richtig gefährlich werden. Zumindest zusätzlich zum guten alten Arm-Ausstrecken sind deshalb die Fahrrad-Blinker CYCL Winglights eine klasse Idee.

Sie lassen sich mit ihren vier hell leuchtenden LEDs ans Ende von Lenkern mit Durchmessern zwischen 15 und 22 Millimeter stecken. Die Bedienung erfolgt (auch mit Handschuhen) per Touch – einmal kurz antippen, und das Blinken startet. Dann nochmal berühren, und es hört wieder auf. Die Radl-Blinker kosten zum Beispiel bei Amazon um die 30 Euro.

M-Wave Elumatik – die schlaue Luftpumpe

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M-Wave Elumatik – die elektrische Luftpumpe im Handy-Format (Foto: M-Wave)

Luftpumpen haben die unangenehme Eigenschaft, immer dann verschwunden oder geklaut zu sein, wenn man sie braucht. Und wer trägt in der Tasche eine Luftpumpe mit sich herum? Die M-Wave Elumatik will dieses Problem lösen. Sie ist laut Hersteller die bisher cleverste Fahrradpumpe. Denn hier muss der Radler nicht mehr mühsam per Hand pumpen.

Stattdessen erzeugt ein Elektromotor in dem Kästchen, das nur etwa so klein ist wie zwei Smartphones, den Luftdruck. Aufsätze für alle gängigen Ventile sind dabei. Und eine Akkuladung reicht aus, um drei bis vier Fahrradreifen komplett mit bis zu 7 Bar aufzupumpen. Danach muss das Gerät per USB wieder aufgeladen werden. Die Smartpumpe, die auch Bälle oder Luftmatratzen aufbläst, kostet an die 70 Euro.

Strava – die Tour de France für jeden

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Strava – die App für den Radler, der Herausforderungen braucht (Foto: Strava)

Die einen wollen ganz entspannt von zuhause ins Büro radeln. Und für die anderen ist jede Fahrt eine sportliche Herausforderung – quasi die ganz eigene Tour de München, Tour de Hamburg oder Tour de Berlin. Für diese Ehrgeiz-Radler ist Strava für iOS und Android eine der momentan spannendsten Fahrrad-Apps. Wie üblich, erfasst Strava beim Radfahren oder auch beim Joggen alle Leistungsdaten und überträgt sie aufs Smartphone.

Die Besonderheit der App aus Kalifornien ist aber die weltweite Community. Auf Basis von rund elf Millionen Fahrten pro Woche können sich die Nutzer vergleichen und quasi ihre virtuelle Tour de France austragen. Wer war auf meiner Hausstrecke diese Woche schneller als ich? Wer hat einen Berg noch müheloser und mit noch weniger Puls geschafft? Solche Fragen beantwortet Strava. Auf einer Karte zeigt das Programm alle gefahrenen Strecken seiner Nutzer. Strava ist kostenlos mit In-App-Käufen bis zu 59,99 Euro.

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