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KI Journalismus Umfrage

Robo-Journalismus: Das Vertrauen in KI wächst weiter

Künstliche Intelligenz hält weiterhin stetig Einzug in unseren Alltag, und die deutsche Bevölkerung stellt sich immer mehr auf ein Leben mit den lernfähigen digitalen Programmen an. Dass auch journalistische Beiträge künftig zunehmend KI-generiert sein könnten, ist ebenfalls kein Szenario mehr, dass bei den Menschen Unbehagen auslöst - unter einer Bedingung.

KI im Journalismus: Laut einer Umfrage können sich die Deutschen durchaus vorstellen, ihre Nachrichten zukünftig nicht mehr von Menschen, sondern von digitalen Entitäten zu erhalten (Bild: Pixabay)
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Künstliche Intelligenz (KI) macht sich in allen Bereichen unseres Lebens breit – auch im Journalismus. Schon seit 2014 setzt die LA Times ein Programm namens Quakebot ein, das anhand von Daten des Innenministeriums Erdbebenmeldungen verfasst. Simple Meldungen, die anhand von geradlinigen Informationen erstellt werden – doch wie sieht es bei komplexeren Sachverhalten aus? Wie sich herausstellt, sind die deutschen Bürger auch in dieser Hinsicht aufgeschlossener als angenommen.

Eine aktuelle, repräsentative Online-Umfrage von nextMedia im Auftrag von Statista ergab, dass die Deutschen immer mehr Vertrauen in Künstliche Intelligenz fassen. Ihre Nachrichten zukünftig nicht mehr von Menschen, sondern von digitalen Entitäten zu erhalten, scheint wenige Bürger zu schrecken.

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Je kreativer der Prozess, desto weniger das Vertrauen

Allerdings zeigen sich hier deutliche Unterschiede, welche Art von News konsumiert werden. Bei Meldungen, die ohnehin vorwiegend auf technischen Daten basieren, werden auch KI-Kreationen von einer Mehrheit akzeptiert. So können sich 51 Prozent der Deutschen vorstellen, KI-generierte Verkehrsmeldungen zu konsumieren, beim Wetterbericht sind es sogar 63 Prozent.

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Media Innovation Report Infografik 01
(Bild: nextMedia)

Anders sieht es bei kreativen Prozessen wie Literatur (30 Prozent) und Musik (34 Prozent) aus, und bei komplexen Zusammenhängen wie politischen Berichten würden nur 13 Prozent auf eine Künstliche Intelligenz vertrauen.

Akzeptanz oder Resignation?

Entscheidend ist für die meisten, dass der computergenerierte Journalismus klar als solcher gekennzeichnet wird. Eine überwältigende Mehrheit von 77 Prozent fordert eine derartige Identifizierung. Nur 10 Prozent hätte kein Problem damit, wenn KIs vermenschlicht würden.

Media Innovation Report Infografik 04
(Bild: nextMedia )

Der Grund hierfür dürfte in einem hartnäckigen Rest-Misstrauen liegen. Nach wie vor hegen 57 Prozent der Befragten Zweifel an der Glaubwürdigkeit von Robo-Journalismus. Leichte Manipulation durch Algorithmen und die fehlende Verantwortlichkeit einer Künstlichen Intelligenz gehören zu den häufigsten Bedenken.

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Eine Unterscheidung ist kaum möglich

Dass KI-Nachrichten auch bei simplen Sachverhalten nicht unfehlbar sind, zeigt sich am Beispiel Quakebot, der im Juni 2017 via LA Times über ein Erdbeben der Stärke 6,8 vor Santa Barbara berichtete. Das hatte jedoch im Jahr 1925 stattgefunden.

Media Innovation Report Infografik 05
(Bild: nextMedia)

Ob sich Künstliche Intelligenz in unsere News-Outlets einschleichen oder sich transparent als solche darstellt, wird für die breite Bevölkerung jedenfalls kaum erkennbar sein. Wie die Umfrage von nextMedia ergab, können lediglich 39 Prozent eine Meldung von einem KI-Autor korrekt unterscheiden.

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