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Mit der Initiative Q soll ein neues Bezahlsystem etabliert werden (Foto: © iStock)
Kryptowährung Bitcoin Gewinn

Reich werden mit Initiative Q? Was die neue Währung verspricht

Für Idealisten ist sie die willkommene Vision eines neuen Finanzsystems, für Kritiker einfach kluges Marketing. Initiative Q spielt mit der Angst, ein Phänomen wie Bitcoin zu verpassen.

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Marketing-Profis werden vor Neid erblassen: Die Initiative Q hat es geschafft, mit einem cleveren Schneeballsystem fünf Millionen Menschen weltweit zu Kettenbrief-Absendern zu machen. Der Anreiz: Umgerechnet bis zu 20.000 US-Dollar einfach mal so geschenkt. Der Haken: Das Geld existiert (noch) nicht.

„Die Initiative Q ist ein Versuch von Ex-PayPal-Mitarbeitern, ein neues Bezahlsystem zu etablieren.“ Diesen oder andere Texte teilen Tech-affine Möchtegern-Millionäre (wer ist das nicht?) mit ihren Freunden auf Social-Media-Plattformen. Für jede neue Anmeldung über einen Empfehlungslink erhält der Einladende eine festgelegte Summe der neuen Währung Q.

Je schneller man Einladungen verschickt, desto mehr Qs reserviert man sich. Der Zielwert liegt bei einem US-Dollar pro Q. Haben die Ketten-Spammer also erstmal ein paar Freunde eingeladen, sieht ihr Kontostand gleich ganz ansehnlich aus. Vorausgesetzt, sie können das Geld irgendwann auch einlösen. Ein Spiel mit der FOMO (Fear of Missing Out) digitalaffiner Bitcoin-Verpasser.

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Keine Beta-Version, keine Testumgebung - lediglich Versprechungen und Visionen

So weit, so clever. Initiative Q hat es geschafft, mit einer Idee allein und hohen möglichen Gewinnen rund fünf Millionen E-Mail-Adressen zu sammeln. Das Pyramidensystem funktioniert. Ein Grund dafür sind auch die Profile der Gründer: Ex-PayPal Geschäftsführer Saar Wilf und Ex-PayPal-Risikomanager Aviv Cohen stecken mit einem angeblich achtköpfigen Team dahinter.

Und auch die Webseite sieht ebenso wertig aus wie die jedes handelsüblichen Silicon-Valley-Startups. Fängt man allerdings an, das Kleingedruckte zu lesen, erschließt sich der Haken: Wir befinden uns aktuell in Phase eins, in der das Unternehmen möglichst viele Mitglieder rekrutiert. Erst mit einer nicht näher definierten kritischen Masse sei es möglich, das Finanzsystem mit der neuen Währung zu revolutionieren.

Will eine Währung weltweit erfolgreich sein, braucht sie allerdings deutlich mehr Nutzer als die bisher gesammelten fünf Millionen. Ab Mitte 2019 beginnt Phase zwei: Dann soll erst das neuartige Zahlungs-Netzwerk entwickelt werden. Wie das ganz genau aussieht, bleibt ebenfalls schwammig. Denn zu einem funktionierenden Zahlungssystem gehören auch beteiligte Händler, die die Währung akzeptieren.

Diese sollen in Phase vier hinzukommen, die Webseite gibt als Zeitraum 2020 bis 2021 an. Aktuell gibt es keine Beta-Version, keine Testumgebung, lediglich Versprechungen und Visionen.

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Initiative Q ist auf alle Fälle eine extrem erfolgreiche Marketing-Kampagne

Anders als Bitcoin will Initiative Q keine Kryptowährung sein. Die Regulierung übernimmt ein selbst gewähltes Komitee aus Finanzexperten. Ziel sind schnellere Überweisungen, geringere Gebühren und weniger Betrug.

Daran arbeiten allerdings auch alle anderen Geldinstitute, die bereits erfolgreich am Markt sind. Eins ist jedenfalls sicher: Initiative Q ist eine extrem erfolgreiche Kampagne, um E-Mail-Adressen Investitions-interessierter Konsumenten zu sammeln.

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