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Dominik Matyka @ Ces Polaroid Klein
Dmexco-Chefberater Dominik Matyka auf der CES 2018.
CES Fazit

Regen in der Wüste: 5 zentrale Take-Aways von der CES

Dominik Matyka, der neue Chefberater der Dmexco, hat sich für LEAD auf der CES umgesehen. Sein Fazit: Viel Evolution, keine echte Revolution und die Erkenntnis, dass Natur immer noch stärker als Technologie ist.

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Die schöne neue Welt der vernetzten Technologien ist nichts ohne Elektrizität. Das haben viele Besucher der CES, mich eingeschlossen, live in Vegas erfahren. Als der Himmel seine Schleusen öffnete, tat er das so sintflutartig, dass nicht nur der Google-Pavillon schließen musste (weil es durchs Dach regnete). Auch in mehreren Messehallen fiel der Strom länger aus. Was dann auf den Bühnen an Produkten und Innovationen gezeigt wurde, hat das Scheinwerferlicht durchaus verdient. Hier meine ganz persönlichen fünf Take Aways von der CES – jenseits einzelner Gadgets und Produkte.

1. Connectivity: Das Rückenmark moderner Gesellschaften

Die vielleicht zentralste Entwicklung der nächsten Jahrzehnte: Das gesamte Umfeld des Menschen wird mehr und mehr vernetzt. Die Digitalisierung ist Rückenmark und elektronische Nervenstrang unserer künftigen Gesellschaft: in den Städten, auf der Straße, zuhause und in fast allen Lebenslagen. Möbel, Elektrogeräte aller Art (egal ob Fernseher, Heizung, Kühlschrank oder Waschmaschine), Autos – nicht nur die Dinge werden mit dem Internet verbunden, auch wir selbst in deutlich umfangreicherem Maße (frag deinen Fitnesstracker). Und Daten sind der zentrale Rohstoff, damit Computer daraus eine smarte Welt machen können. Ob Parkplatzsuche oder Energieverbrauch, Partnersuche oder Pflegeroboter – ohne Verbindung zum Internet geht künftig kaum mehr etwas. Connectivity ist alternativlos. Touchscreens und Sprache entwickeln sich dabei als bevorzugte Schnittstellen zum Netz.

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2. Sprachassistenten: Alexa call Google!

Amazons Echos und Dots waren schon die meistverkauften Elektronikprodukte in diesem Weihnachtsgeschäft. Auch die CES zeigte eindrucksvoll: Geräte mit Sprachassistenten, unterfüttert mit künstlicher Intelligenz, erobern unsere physische Welt im Sturm. Google (Home) zieht mit Macht nach, im nächsten Jahr kommen auch Apple (Home Pod), Samsung und andere. Im Wohnzimmer soll Voice aber auch in vernetzte Fernseher und Kopfhörer Einzug halten. Sprachassistenten werden zusätzlich Teil unserer Autos. Je mehr wir lernen, mit Maschinen zu sprechen – und diese uns das Gewünschte auch tatsächlich liefern – desto mehr Vertrauen werden wir der Künstlichen Intelligenz entgegenbringen. Das wird auch unsere Art der (Marketing-)Kommunikation verändern.

3. Mehr Geschwindigkeit, weniger Drähte

5G wird als neuer Standard der Mobilfunktechnologie spätestens ab 2019/2020 neue Anwendungen wie selbstfahrende Autos, smarte Städte und Wohnungen erst möglich machen. Drahtlose Kommunikation wird dadurch nicht nur massiv an Geschwindigkeit gewinnen, sie wird auch stabiler – und damit omnipräsent. Eine höhere Bandbreite bedeutet aber auch: Mehr Bewegtbild. Und, immer mehr Kabel verschwinden. Egal ob VR-Brille, Kopfhörer, Tastaturen oder Ähnliches, drahtlos wird bei vielen Geräten zur Regel.

4. Sichere Mobilität

Das Auto erkennt das Gesicht des Fahrers und/oder öffnet sich auch durch Fingerprint. Autofahren soll insgesamt sicherer werden. Nicht nur durch immer bessere Fahrassistenzsysteme und selbstfahrende Autos, sondern auch durch biometrische Lösungen zum Schutz vor Diebstahl. Parallel sorgt die Biometrie auch für besseren Komfort, weil sich Sitz und Spiegel automatisch einstellen, sobald der Fahrer erkannt wird. Und wem allzu viel sprechende Taxler ein Graus sind, kann sich in Paris demnächst bei Navya in das "Autonom Cab" setzen.

5. Robotics und Artificial Intelligence

Ohne freundliche Mimik kein Roboter. Die Robotics-Entwickler haben gelernt, dass sie ihren Schöpfungen Namen und Mimik geben müssen, damit sie vom Mensch akzeptiert werden. Ob Haushaltshilfe oder Hotelpage, die Nachfolger von R2D2 können inzwischen viel mehr als Staubsaugen. Für mich das zentrale Erfolgskriterium: Wird es der künstlichen Intelligenz hinter der Robotik gelingen, Vertrauen zum Menschen aufzubauen? Neue Modelle wie zum Beispiel der Pinguin-ähnliche Kuri (mit integrierten Lautsprechern und Kameras) können bereits Emotionen kommunizieren und sogar per Fernsteuerung und Sprache den Hund von der heimischen Couch jagen.

Über den Autor: Dominik Matyka ist seit Januar dieses Jahres Chief Advisor der Dmexco, des weltweit größten Event der digitalen Marketingbranche. Der 35-jährige Plista-Mitgründer und Ex-CEO hat in Betriebswirtschaftslehre promoviert und gilt als in der Start-up-Szene bestens vernetzt.

Unser Newsblog von der CES

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