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Zeitversetzte Video-Interviews zählen zu den effektivsten Methoden, um eine Vorauswahl bei Bewerbern zu treffen (Bild: iStock/djiledesign)
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Recruiting 2.0: Zeitversetzte Interviews sind der neue HR-Trend

Innovative Technologien und webbasierte Tools sind in der Personalgewinnung auf dem Vormarsch. Zeitversetzte Video-Interviews zählen hierbei zu den effektivsten Methoden, um eine Vorauswahl bei Bewerbern zu treffen. Ist die Zukunft des Recruiting also digital? LEAD hat bei Gabriela Jaecker, Geschäftsführerin der CleverMatch GmbH, nachgefragt.

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Die Vorgehensweise bei zeitversetzten Interviews ist simpel. Der Personaler erstellt im Vorfeld standardisierte Interviewfragen, die dann von den potenziellen Kandidaten vom heimischen Computer oder einem beliebigen mobilen Endgerät beantwortet werden können.

Gabriela Jaecker zufolge hat dies sowohl für die Personalverantwortlichen als auch für die Bewerber entscheidende Vorteile. “Recruiter und Kandidat müssen keinen festen Termin vereinbaren, sondern das Interview findet zeitversetzt statt.

Die HR-Verantwortlichen sowie die Fachabteilung können sich dann die Videoantworten zu einer für sie passenden Zeit ansehen und bewerten.” In der Zeit, die normalerweise für ein Live- oder Skype-Interview aufgebracht würde, könnten acht bis zehn Video-Interviews angesehen werden. Durch den einheitlichen Fragenkatalog könnten die Antworten zudem besser verglichen werden.

Auch die Kandidaten profitieren laut Jaecker von der zeitlichen Flexibilität, da der Zeitpunkt der Aufnahme frei wählbar ist und sowohl den Arbeitszeiten als auch dem Tagesrhythmus angepasst werden kann. Nach den Erfahrungen von CleverMatch beantworten die meisten Kandidaten die Interviewfragen abends oder am Wochenende.

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Die Zukunft des Recruiting?

Aufgrund dieser Vorteile erwartet Gabriela Jaecker eine zunehmende Orientierung zum digitalen Recruiting in naher Zukunft. Im Vergleich zu Nordamerika und Asien steckten diese Entwicklungen in Deutschland noch in den Kinderschuhen, wie sie erklärt.

Generell sei der Einsatz von Videotechnik hierzulande noch wenig verbreitet. Dabei sind zeitversetzte Interviews ein hilfreiches Tool, um sich als moderner Arbeitgeber zu positionieren, weswegen sie laut Jaecker häufig bei der Suche nach Digital-affinen, jüngeren Mitarbeitern genutzt werden.

Dass Video-Interviews das persönliche Gespräch ersetzen, sieht Jaecker nicht. Derzeit ersetzen sie in erster Linie das Erstrundengespräch. Jedoch werde in ihren Augen die Relevanz von schriftlichen Unterlagen zukünftig abnehmen.

Und auch sonst sieht sie einige Innovationen im Recruiting am Horizont, “vor allem in der Weiterentwicklung und Optimierung der Recrutingprozesse mit Unterstützung von Algorithmen und künstlicher Intelligenz, der Candidate Experience beispielsweise durch Einbindung von Gamification sowie der ganzheitlichen Datenerhebung und Analyse einschließlich des Onboardings”.

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Und wie steht es mit dem Thema Datenschutz?

Datenschutztechnisch sieht es zunächst einmal ähnlich aus wie bei allen anderen Bewerbungsunterlagen auch: Die Daten dürfen nur einen kurzen Zeitraum aufbewahrt werden, und bei der Analyse gilt das Need-to-know-Prinzip. “Es dürfen also, wie bei allen übrigen Bewerbungsunterlagen, nur die Personen Zugriff haben, die im Entscheidungsprozess involviert sind”, erklärt Jaecker.

Automatisierte Auswertungen wie Sprach- und Stimmenanalyse hält sie in der aktuellen Form für rechtlich unzulässig, weswegen es nicht zu den diagnostischen Instrumenten gehört, die ihr Unternehmen anbietet. Auch die Wichtigkeit einer sicheren Übertragung und Speicherung der Daten betont sie.

Unternehmen, die zeitversetzte Video-Interviews in ihr Repertoire aufnehmen möchten, bietet CleverMatch noch bis zum 31. Oktober die Möglichkeit, die Technik kostenlos zu testen.

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