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Bacharach Lorch Lead
Blick auf den Mittelrhein bei Niedrigwasser (Bild: Frank Zimmer)
Blogger Social Media Content Marketing

Auf ein Glas Wein mit dem Leser

Seit Januar dieses Jahres bloggt Frank Zimmer. Sein Thema, die Mittelrhein-Region, hat inzwischen Fahrt aufgenommen. Was er schnell festgestellt hat: Ein Blog ist das ideale Terrain, um digitale Erfahrungen aus erster Hand zu sammeln, zum Beispiel mit Facebook Ads. Teil 4 der "Plötzlich Blogger"-Serie.

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Nach dem Launch Mitte Januar entwickelte das Blog-Projekt eine interessante Eigendynamik. Damit meine ich nicht, dass die Traffic-Kurve unaufhaltsam nach oben ging. Die über 400 Klicks vom ersten Tag sind für mich auch nach drei Monaten nicht selbstverständlich. Je nach Themen- und Wetterlage weist das Wordpress-Plugin JetPack zwischen 200 und knapp 4.000 Klicks aus - wobei 4.000 die absolute Ausnahme ist.

Solche Zahlen sind in der Regel nur mit stark zugespitzten und polarisierenden Themen zu erreichen, die aber nicht zu meinem Konzept passen. "Mittelrheingold" soll für Vernetzung und Engagement stehen, nicht für Destruktivität und Alarmismus.

Außerdem hätte ich gar keine Zeit, das für derartige Themen notwendige Social-Media-Management zu leisten. Wenn ich morgens gegen 7 Uhr live gehe, muss ich mich bis zum Abend komplett rausziehen und die Socials ignorieren können. Ich habe ja schließlich noch einen Job, der erst einmal nichts mit dem Blog zu tun hat. Darum habe ich mich auch bewusst dafür entschieden, weder im Büro noch auf dem Smartphone auf die Mails an Mittelrheingold zugreifen zu könnnen.

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Digitale Erfahrungen aus erster Hand

Mit Eigendynamik meine ich die vielen neuen Ideen, Möglichkeiten und Perspektiven, die sich durch ein Blog ergeben. In meinem Fall kann ich das alles natürlich nicht ansatzweise weiterverfolgen oder auch nur angehen, weil mir die Zeit dafür fehlt. Aber: Man bekommt zumindest eine Ahnung davon, was gehen könnte - und was nicht. Insofern ist das Bloggen immer auch Weiterbildung für den eigentlichen Job. Es ist ein Unterschied, ob man über digitale Medien anderer Leute schreibt oder seine eigenen Erfahrungen sammelt.

Ich habe zum Beispiel angefangen, mit Facbook Ads zu arbeiten. Die Einsätze sind minimal - hier und da mal zwei oder vier Euro pro Tag - und die Ergebnisse sind dementsprechend. Aber mich interessierte einfach die Mechanik dahinter. Facebook macht es Werbekunden übrigens sehr einfach, die Usability ist hervorragend. Bei Twitter dagegen bin ich sehr schnell ausgestiegen; es wirkte auf mich wesentlich komplizierter. Aber das liegt wahrscheinlich nur an mir. Wie gesagt: Meine Zeit für den Blog ist begrenzt, darum muss es auf Anhieb passen.

Facebook: Fanpage und Ads

Um mit Facebook-Ads zu experimentieren, brauchte ich natürlich auch eine eigene Facebook-Fanpage. Geplant war das nicht, andererseits wollte mir natürlich auch den Namen Mittelrheingold für die wichtigsten Socials sichern, vor allem Facebook und Instagram. Und als es die Seiten gab, wollte ich sie natürlich auch bespielen. Obwohl es bei Twitter - wie in Teil 3 schon erklärt - nicht einfach ist.

Die Facebook-Fanpage ist mir auch deshalb wichtig, weil ich mich nicht allein auf die Präsenz in den regionalen Facebook-Gruppen verlassen möchte. Darum fing ich nach einigen Wochen auch an, einen eigenen Newsletter aufzusetzen, den ich jeweils am Sonntag verschicke. Es ist eine Art "Best of" der Woche.

Eigentlich wollte ich ja nur kuratieren und eine Art Link-Sammlung bieten. Das ist auch heute noch das Konzept, aber in der Praxis schreibe ich manchmal mehr als ich müsste - weil mir noch eine Zusatzinformation wichtig ist oder mir zum ein oder anderen regionalen Ereignis eine Geschichte einfällt. Eine persönliche Note in den Zeiten automatisierter Newsfeeds ist aber wahrscheinlich gar nicht so schlecht.

Der Leser als Hinweisgeber, Experte und Protagonist

Mit das Beste am Blog sind die Leute, die du dadurch kennenlernst. In meinem Fall ist es ein bisschen wie in meinem eigentlichen Job bei W&V: Viele Leser sind zugleich Hinweisgeber, Experten und Objekte der Berichterstattung. Darum ist der Austausch besonders angenehm und interessant. Bei meinem letzten Besuch am Mittelrhein ergab sich unkompliziert und zwanglos ein "Mittelrheingold-Tisch" bei einem regionalen Winzer. Ein sehr netter Abend mit etwa zehn Leuten, von denen ich einige nur aus dem Internet kannte. Herkunft und Background waren so vielfältig wie die die Gegend selbst, aber das Thema vereinte uns alle. (Und natürlich der eine oder andere Mittelrhein-Wein).

Wie viele Medienleute bin ich davon überzeugt, dass sich Zeitungen und Magazine mehr und mehr zu Netzwerken und Communities entwickeln werden. Bei einem kleinen Blog ist das wahrscheinlich nicht anders.

Serie verpasst? Die anderen drei Teile der "Plötzlich Blogger"-Serie

Teil 1: Einen Blog schreibt man für die Leser

Teil 2: Von der Idee zum Blog-Launch in zwei Wochen

Teil 3: Warum Netzwerke für Blogger alles sind

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