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Westermeyer Melitta Quer
Philipp Westermeyer (Foto: OMR)
OMR Marketing Konferenz

Philipp Westermeyer: "Ihr braucht ein Gefühl für gute Inhalte"

Er war jung und bot seine Hilfe an. Und plötzlich leitet er das schönste Digitalmarketing-Festival in Deutschland. Wir haben Philipp auf dem OMR-Festival auf einen Schluck Melitta-Kaffee getroffen.

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Philipp Westermeyer hat vor acht Jahren eine kleine Online-Marketing-Konferenz aus der Taufe gehoben. Jetzt gehört sie mit gut 50.000 Besuchern zu den größten Marketing-Events in Europa. LEAD hat den jungen Macher der Online Marketing Rockstars gefragt, wie er es geschafft hat, welche Rolle das Thema Marke spielt und was er für Zukunftspläne hat.

LEAD: Hättest du jemals geglaubt, dass aus der kleinen Digitalmarketing-Konferenz so ein riesiges Erfolgsprojekt wird?

Philipp: Ich hätte niemals gedacht, dass das Festival so groß werden kann. Ich habe das ja als Hobby angefangen, mehr oder weniger aus Spaß. Denn alle haben mich immer gefragt: Kannst du helfen, Online-Marketing und so? So ist das Projekt als Hobby angelaufen. Und dann sagten die Leute irgendwann: Ja gibt's nicht noch mal ein zweites Treffen? Wann trifft man sich mal wieder? Aufbaukurs und so.

Doch das hatten wir alles nicht geplant. Und so habe ich angefangen, diese Konferenz zu organisieren. Ich habe mir gedacht: Ich hole einfach ein paar Künstler und investiere in die Experience. Aber es gab auch keinen Businessplan. Wir hatten nur einfach das Wahnsinnsglück, dass Firmen wie Google, Facebook und Adobe in den letzten acht Jahren von kleinen Unternehmen zu den relevantesten Firmen der Welt geworden sind. Wir sind einfach auf dieser Welle der Entwicklung mit geschwommen.

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LEAD: Gibt es denn jetzt, wo die Messe so groß geworden ist, einen Businessplan?

Philipp: Wenn man 85 Leute jeden Monat bezahlen möchte, kann man nicht ohne Plan unterwegs sein. Der Plan für die nächsten Jahre ist, ein modernes Medienhaus zu bauen, das auf verschiedenen Pfeilern steht. Wir wollen mit Podcast-Business, Event-Business, Seminar-Business sowie über Inhalte und Sponsoring Einnahmen generieren. Und vielleicht auch mal über den klassischen Kanal Digitalmarketing hinaus den finanzwirtschaftlichen Teil ausprobieren.

Also wir wollen eine richtige Medienmarke bauen so wie man es vor 20, 30 oder 50 Jahren in Deutschland auch schon gemacht hat. Da gibt es ja sensationelle Vorbilder. Aber wir werden kein News-Medienhaus bauen wie den Spiegel. Mir schwebt eher ein Medienhaus mit inspirierendem Content vor. Mal gucken, wo uns das hinführt.

LEAD: Was wolltest du mit 14 Jahren werden?

Philipp: Ich wollte Journalist werden. Ich hatte gar keinen allzu großen unternehmerischen Wunsch. Ich wollte Journalist sein, ich habe im Lokalsport gearbeitet, in Essen, bei der WAZ. Und mit meinem Podcast zur OMR bin ich jetzt halb Journalist, aber eben auch halb Unternehmer.

LEAD: Was müssen Menschen heute mitbringen, wenn sie im Marketing erfolgreich sein wollen?

Philipp: Was man im Marketing unbedingt mitbringen sollte, ist ein Handy *lacht*. Das ist in den letzten Jahren enorm hilfreich geworden. Dann braucht man Verständnis für die komplexen Marketingthemen. Das ist das eine. Aber neben der ganzen Technik braucht man auch ein Gefühl für Inhalte. Man muss Leute begeistern und inspirieren und immer wieder Sachen machen, die anders sind und die überraschen.

"Ich bin maximal eine B2B-Marke." Philipp Westermeyer

LEAD: Glaubst du, dass man sich selbst als Marke stilisieren sollte und fühlst du dich als Marke?

Philipp: Ich sehe mich natürlich nicht als Marke, obwohl es jetzt ein Heft gibt, das so heißt wie ich. Und dann ist es natürlich schon ein bisschen komisch, zu sagen, man sei keine Marke. Aber ich sehe das mehr so als Spielerei, als Marketing für die OMR. Ich bin maximal eine B2B-Marke. Also das kann man schon sagen. B2C sicherlich nicht. In der Hamburger Fußgängerzone würde mich wahrscheinlich niemand erkennen und ansprechen. Aber auf Veranstaltungen wie den OMR dann schon. Also B2B-Marke – okay.

LEAD: Du hast ein Unternehmen, du bist eine Marke. Und du brauchst Mitarbeiter. Es geht hartnäckig das Gerücht, gute Mitarbeiter seien schwer zu bekommen. Wie kommst du an gute Mitarbeiter?

Philipp: Wir haben einen kleinen Standortvorteil. Hier in Hamburg ist es leichter als in anderen deutschen Städten, Leute zu finden. Und dann geht extrem viel über unser Netzwerk. Die ersten Mitarbeiter, die ich eingestellt habe, kannte ich persönlich oder sie wurden mir von Freunden empfohlen. Und jetzt haben wir 85 Leute. Da kennt einer einen und der kennt noch einen. Aber wir finden natürlich auch über Jobbörsen, das heißt über unsere eigene Jobbörse, aber auch über Monster und Co. neue Mitarbeiter. Der beste Kanal sind aber unsere Kollegen.

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