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Palm 2018 Foto Palm Mobile Linkedin
Totgesagte leben länger: Das neue Palm 2018 (Foto: Palm Mobile)
Smartphone iPhone Test

Palm ist wieder da - als Zweit-Smartphone

Palm? Palm! Die legendäre Kultmarke, die einst den Markt der PDAs (Personal Digital Assistent) begründete und als Vorläufer des iPhones galt, steht ab nächsten Monat wieder in den Regalen – mit einem Mini-Gerät für die digitale Entschlackung.

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Die meisten Technik-Nutzer von heute haben die Namen Jeff Hawkins, Ed Colligan und Donna Dubinsky noch nie gehört. Dabei könnte das Trio dieser Tage in einem Atemzug mit dem legendären Apple-Mitgründer Steve Jobs genannt werden. Wenn alles normal gelaufen wäre…

1992 gründeten die drei Entwickler ihr Software-Unternehmen Palm. Das Trio programmierte digitale Kalender und Adressbücher für ein klobiges Gerät mit Namen Zoomer, den die Firma Casio vertrieb. Das Geschäfts-Modell war eigentlich vielversprechend, doch der Taschencomputer, vor allem für den Einsatz im Business-Bereich gedacht, floppte: Er war zu groß und zu träge.

Die Gründer glaubten an ihre Idee und experimentieren weiter, wollten eine schmalere Version zum Laufen bringen, verfügten aber nicht über den finanziellen Background. Der Rest der Geschichte hat tragische Züge: Das Trio wurde 1995 vom US-Modem-Hersteller U.S.Robotics übernommen, der wiederum 1997 mit Netzwerkausrüster 3Com fusionierte. In dieser Konstellation interessierten sich die neuen Palm-Betreiber immer weniger für die Prototypen von Hawkins, Colligan und Dubinsky.

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Die stiegen letztlich aus und gründeten mit „Handspring“ eine neue Firma zur Entwicklung von Handhelds. Ein großer Fehler, denn die neuen Eigentümer nutzen die Kraft der Marke Palm und brachten mit dem „Palm Pilot“ den ersten wirklichen PDA, einen persönlichen digitalen Assistenten, auf den Markt. Den wohl prominentesten Vorläufer des iPhones neben dem BlackBerry, dessen Modell „Curve“ 2009 noch häufiger in den USA verkauft wurde als das 2007 gestartete iPhone.

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Das iPhone wurde zum neuen Palm

Der Palm, vergleichbar mit Apples Flop Newton, dominierte den PDA-Markt ohne seine Gründer bis weit ins Jahr 2000. Eine Cash-Cow, die 2000 sogar an die Börse gebracht wurde. Der kurz darauf folgende Börsencrash leitete den Niedergang von Palm, das längst zur Kultmarke geworden war wie heute das iPhone, ein.

Ab 2002 sollte der Abwärtstrend mit einem neu entwickelten eigenen Betriebssystem, Palm OS, gestoppt werden. Doch auch die Integration eines Telefons in die Palm-PDAs beendete den Absturz nicht mehr. Das iPhone wurde ab 2007 zum neuen Palm.

Selbst die Übernahme durch HP (2010 für rund 900 Millionen Euro) konnte ihm kein neues Leben mehr einhauchen, da der Palm auch nicht als eigenständiges Produkt betrachtet wurde. HP verkaufte gar kein Smartphone – für Privatanwender und Geschäftskunden offerierte man lieber (erfolglos) das iPaq-Internet-Handy mit Windows Mobile, einem Betriebssystem, das sich nie durchsetzen konnte.

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Das Palm 2018 will ein Zweit-Smartphone sein

Doch Totgesagte leben auch in diesem Fall länger. Acht Jahre später taucht Palm überraschend wieder auf – die TCL-Unternehmensgruppe, seit 2015 im Besitz der Palm-Markenrechte, hatte dieses Markenrecht vor kurzem an ein neues Startup mit Sitz in San Francisco veräußert, hinter dem zwei ehemalige Samsung-Mitarbeiter stecken, Howard Nuk und Dennis Miloseki.

„Palm – Palm Mobile“, so der Name, nimmt nun einen neuen Anlauf. Mit einem interessanten Konzept, das sich erst noch als tragfähig erweisen muss: Im kommenden Monat erscheint, vorerst in den USA, das erste Palm-Smartphone nach langer Zeit. Einen exakten Modellnamen hat es noch nicht, aber bereits Specs, Preise und eine Vision.

Das Palm 2018 will ein Zweit-Smartphone für Smartphone-Besitzer sein. Eines, das darauf ausgelegt ist, dass du dein Haupt-Smartphone öfters mal zu Hause lässt, um nur ein Mini-Gerät unterwegs dabeizuhaben. Stichwort Digital Detox.

Dieses Palm 2018 ist eine etwas kuriose Mischung aus Smartwatch und, nun ja, iPhone SE. Der Palm 2018 besitzt ein gerade mal 3,3 Zoll großes Touchscreen-Display. Darüber magst du lächeln. Doch zur Erinnerung: Das allererste iPhone besaß auch nur einen 3,5“-Touchscreen, und der Palm Pre wollte mit nur 3,1 Zoll auf dem Markt punkten.

Palm 2018 Foto 2 Foto Palm Mobile Linkedin
Das neue Palm 2018 (Foto: Palm Mobile)

Als Betriebssystem kommt auf dem Palm 2018 Android 8.1 Oreo zum Einsatz (die aktuellste Version wäre 9 Pie). Das größte Asset: Daten des Palm 2018 können nicht nur mit einem Android-Smartphone, sondern auch mit einem iPhone neuerer Generationen ausgetauscht werden. So lassen sich auf dem Mini-Gerät unterwegs Apps bedienen, der Vollzugriff auf sämtliche Dateien ist ebenso möglich.

Das digitale Detox befeuert auch der sogenannte „Life Modus“, der verhindert, dass auf dem Gerät Push-Nachrichten ausgeliefert werden, die dich permanent auf Trab halten. Von den neuesten iPhones wird die Gesichtserkennung übernommen.

Kameras mit 8 MP (vorn) und 12 MP (rückseitig) sind an Bord, 3 GB RAM sind ordentlich, der Flashspeicher bietet immerhin 32 GB, nicht vergleichbar mit den mittlerweile 512 GB eines neuen iPhones, aber das Palm 2018 ist ja auch am Ende wohl ein Lite-Smartphone, das eher User anspricht, die der Pushnachrichten-Stress auf iPhone und Android-Smartphones auf die sprichwörtliche Palme und damit aus dem Arbeitsmodus bringt.

Bei Preisen um 350 Dollar zum Start in den USA (Deutschland-Termin und -Preis noch offen) bewegt sich das Palm 2018 etwa im Bereich eines iPhone SE, das mittlerweile aber auch schon für unter 300 Euro zu bekommen ist.

Auf diese neuen Smartphones solltest du auch noch achten

Diesen Herbst gibt es aber noch mächtig Konkurrenz: Neben den neuen iPhone-Modellen XS und XS Max (LEAD berichtete) bringt Apple ab 26. Oktober das iPhone XR auf den Markt. Der „heimliche Star der Apple-Keynote“ bietet zwar kein hochauflösendes OLED-Display, sondern setzt aufs herkömmliche LCD-Display, doch in den Geräten ab 849 Euro steckt neueste Technik. Erhältlich ist es in den sechs Farboptionen, darunter auch dem vielgefragten Product (RED). Vorbestellungen sind ab 19. Oktober möglich.

Google hat gerade erst die Premium-Geräte Google Pixel 3 und Pixel 3 XL präsentiert (LEAD berichtete).

Aktuell wird das neue Huawei Mate 20Pro, das erst am 16. Oktober offiziell präsentiert wurde, schwer gehypt. Erste Tester vergleichen es mit den neuen iPhones. Mit 6,39 Zoll OLED-Bildschirm mit dem neuesten Android 9 Pie ist es leichter als das Samsung Galaxy S9. Im Kamerabereich gibt es ein Triple-System mit 40-MP-Weitwinkel, 8-MP-Tele und 20-MP-Ultraweitwinkel-Objektiv.

Huawei Mate20 Pro
Das neue Huawei Mate 20 Pro (Foto: Huawei)

Cleverer Bonus des HighEnd-Geräts: Es kann auch andere Smartphones, sogar das iPhone, aufladen, indem das Mate20 Pro selbst als Ladestation dient, auf das andere Geräte gelegt werden können, um drahtlos mit Strom versorgt zu werden. Verkaufsstart wird Ende Oktober sein, das Einstiegs-Modell soll bei 999 Euro liegen.

Noch ohne Deutschland-Starttermin ist das neue LG-Spitzenmodell LG V40 ThinQ. Der US-Preis startet je nach Ausstattung bei umgerechnet 785 Euro. Das Premium-Phone integriert gleich fünf Kameras, wendet sich also in erster Linie an Vielfotografierer.

Lg V40 Thin Q
Das neue LG-Spitzenmodell LG V40 ThinQ (Foto: LG)

Neben der 5- und 8-Megapixel-Frontkamera findet sich auf der Rückseite eine Triple-Kamera: 12 Megapixel (78-Grad-Blickwinkel), 16 Megapixel mit 107-Grad-Winkel und eine Tele-Kamera mit 12 Megapixel. Mit 6,4 Zoll nähert sich die Größe des OLED-Displays der des iPhone XS Max (6,5 Zoll).

Das OnePlus 6T wird offiziell am 30. Oktober vorgestellt und ist der Nachfolger des erst Mitte 2018 erschienenen OnePlus 6. Das Smartphone aus China integriert den Fingerabdruck-Sensor im Display, beim Vorgänger befand er sich noch auf der Rückseite. Auch der Preis soll ein großes Kaufargument sein. Spekuliert wird über 550 Dollar (knapp 480 Euro).

Günstiger wird es bei diesen neuen Modellen aus dem Mittelklasse-Bereich: Das Nokia 7.1 mit 5,8-Zoll-Screen und Dualkamera für kontrastreiche HDR-Aufnahmen wird bereits ab diesem Monat verkauft – ab kleinen 319 Euro. Und das neue Honor 6X bekommt einen 6,5-Zoll großen Bildschirm. Ab 249 Euro wird es hier losgehen.

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