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Notre Dame 119350516 Picture Alliance
Bei dem Brand der Notre Dame in Paris setzte die Feuerwehr neue Technologien für den Einsatz ein (Bild: Picture Alliance)
Digitalisierung Schutz Technologien

Wie ein Roboter Notre-Dame rettete

Beim Anblick der brennenden Notre-Dame in Paris schmerzte es vielen Beobachtern im Herzen. Dank neuer Technologien wie Roboter, Drohnen und Lasertechniken konnte die Feuerwehr viele Teile der 850 Jahre alten Kirche retten und vor einem kompletten Einsturz bewahren.

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Als die Pariser Kathedrale Notre-Dame in Flammen stand, hielten unzählige Menschen den Atem an - auch die, die den Brand und den Feuerwehreinsatz per Livestream in den sozialen Netzwerken verfolgten.

Die Pariser Feuerwehr konnte rund ein Drittel der Kunstschätze - darunter viele unersetzliche Reliquien wie etwa die Dornenkrone - aus der 850 Jahre alten Kathedrale retten und bewahrte diese auch vor einem kompletten Einsturz. Neben den menschlichen Helfern waren bei der Rettung der Kirche auch Drohnen und Roboter im Einsatz.

Wo Menschen nicht mehr helfen können, kommen Technologien zum Einsatz

Den Roboter namens TC800 setzte die Pariser Feuerwehr ein, als der Mittelteil des Kirchenschiffes einstürzte. Zu groß war die Gefahr für die Feuerwehrleute.

Die französische Firma Tecdron hat den ferngesteuerten Roboter in erster Linie für Feuerwehreinsätze entwickelt, bei denen er die Feuerwehrleute vor allem bei schwierigen und körperlich anstrengenden Aufgaben unterstützt. In der Maschine ist ein Überwachungssystem integriert, womit man in Echtzeit sieht, was der 450 Kilogramm schwere Roboter in der jeweiligen Situationen tut. Außerdem ist der TC800 unter anderem mit LED-Projektoren, einer Sirene, einer ferngesteuerten und motorisierten Wasserkanone, Wärmebildkamera, Sensoren und Rauchabzugsventilator ausgestattet.

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  • Tec 2831
    (Bilder: TECDRON)
  • Situation 6 Feu Sur Vehicule Tc800 Ff Robot Pompier 1

Bei dem Brand der Notre-Dame fragte man sich, warum keine Hubschrauber für die Löschung des Feuers eingesetzt wurden. So auch Donald Trump, der sich hierzu via Twitter meldete. Da die Kathedrale aber ein so altes Bauwerk ist, hätten große, hinabstürzende Wassermengen einen viel größeren Schaden als ohnehin schon angerichtet. Deswegen wurden neben dem Roboter noch Drohnen eingesetzt. Sie halfen den Feuerwehrleuten, eine bessere Sicht auf das Feuer zu bekommen. Wie das aussah, sieht man in diesem Video, das das Innenministerium von Frankreich und das Nachrichtenportal Le Croix auf Twitter veröffentlichten:

Lasertechniken und Bildmessung für den Wiederaufbau der Notre-Dame

Einen Tag später, nach einem neunstündigem Einsatz, teilte die Pariser Feuerwehr mit, die Flammen vollständig gelöscht zu haben. Jetzt beginnt die Phase der Begutachtung. Denn Frankreich will die Notre-Dame wiederaufbauen.

Mit speziellen Lasertechniken wird das Gebäude nun untersucht. Die Grundstruktur der Notre-Dame wurde bei dem Brand nicht zerstört, wie Feuerwehrchef Jean-Claude Gallet mitteilte. Die gotische Kirche könne "in ihrer Gesamtheit erhalten" werden.

Wie das Handelsblatt berichtete, sei die Datengrundlage sehr gut für den Wiederaufbau der Stadt. Man könne mit Hilfe modernster Technologien wie 3D-Modellierung und Bildmessung den Bau besser nachvollziehen. "Während der Vorbereitung der laufenden Restaurierung haben die Archäologen mit modernen Techniken Messungen vorgenommen, die man nun verwenden kann", sagte Simon Valadou von Data Soluce, einer cloudbasierten Plattform, gegenüber der Zeitung.

Diese folgende Dokumentation (Achtung: Französisch) zeigt sehr ausführlich, wie mit neuesten Technologien die Notre-Dame aufgezeichnet wurde:

Ctab Drohnen Contentbild
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