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DIVERA 24/7
Die App DIVERA 24/7 soll Feuerwehren den Einsatz erleichtern (Foto: DIVERA 24/7 )
Lisa Mayerhofer Digitale Transformation App

Nie mehr zu spät beim Einsatz: Diese App hilft Feuerwehren

Ohne sie würden viele Notfälle in einer Katastrophe enden: Rund 40.000 ehrenamtliche Feuerwehren rücken bei Unfällen, Bränden und anderen Notsituationen aus. Eine App soll ihnen ermöglichen, schneller und effizienter zu helfen.

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Rund eine Million Deutsche engagieren sich bei der freiwilligen Feuerwehr. Und ihr Einsatz wird dringend gebraucht: Berufsfeuerwehren gibt es nur in Ballungsräumen - viele Regionen sind also auf den ehrenamtlichen Einsatz der freiwilligen Feuerwehrleute angewiesen.

Bei einem Alarm müssen die Helfer so schnell wie möglich zusammenkommen und ausrücken. Und das ist bei Freiwilligen nicht immer einfach: Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte haben oft noch einen Beruf, Familie oder Studium zu meistern – oder sind gerade einfach unterwegs. Dann können sie entweder gar nicht oder nur verspätet auf einen Notruf reagieren.

Denn: Notfälle lassen sich nicht planen, ein Schichtdienst ist aber bei einer freiwilligen Feuerwehr praktisch unmöglich. Manchmal ist erst spät klar, wer einsatzbereit ist und wie lange die Anfahrt dauert. In diesem Fall kann es sein, dass ein Einsatz auch bei einer Notsituation verspätet ausrücken muss.

Diese Erfahrung hat auch Benjamin Kreiskott gemacht, der Mitglied bei der freiwilligen Feuerwehr in Wuppertal ist. Wegen des Personalengpasses seien die Einsätze bei der Feuerwehr werktags fast immer unterbesetzt, sagte er im Gespräch mit LEAD.

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Schneller und effizienter via App

„Früher musste man bei einem Alarm auf Verdacht losfahren – oder eben nicht. Weil man nie wusste, ob schon genügend Leute unterwegs sind, lief das eher nach dem Zufallssystem. Und das hat oft nicht funktioniert, weil es schwer ist, vorherzusagen, was die anderen Freiwilligen gerade machen. Und das führt dann dazu, dass entweder viel zu viel oder zu wenig Feuerwehrleute im Einsatz sind. Dabei kann es bei einem Notruf ja um Menschenleben gehen.“

Deshalb hat Kreiskott zusammen mit anderen Feuerwehrmännern eine mit dem Cebit Innovation Award ausgezeichnete App programmiert, die dabei helfen soll, die Einsätze besser planen und organisieren zu können.

DIVERA 24/7 soll es Feuerwehrleuten ermöglichen, schneller und effizienter zu helfen.

Über die App kann jeder Ehrenamtliche seinen Status eingeben und auch anzeigen, wie schnell er zur Verfügung steht. Bei einem Notfall kann man dann sofort sehen, wer einsatzbereit ist und ob überhaupt genug Leute verfügbar sind.

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Die App-Gründer bei der Verleihung des Cebit Innovation Awards (Foto: Divera 24/7)

Bisher nutzen 5000 Organisationen die App

Dabei müssten die Feuerwehrleute ihren Status nicht einmal selbst eingeben, wie Kreiskott erklärt: „Man kann vorher die Aufenthaltsbereiche festlegen. Wer zu Hause und damit einsatzbereit ist, den trägt die App automatisch richtig ein. Auch die Alarmierungen lassen sich an die App weiterleiten.“

DIVERA 24/7 ist in der einfachen Version für freiwillige Feuerwehren unter 50 Mitgliedern kostenlos. Bisher nutzen 5000 Organisationen die App – neben Feuerwehren gehören auch das Technische Hilfswerk, Energieversorger und andere Hilfsorganisationen sowie Unternehmen zu den Kunden. Mittlerweile würden laut Kreiskott sogar Kreisverwaltungen zur App greifen: Der Rhein-Kreis Neuss habe DIVERA 24/7 für alle Feuerwehren des Kreises eingeführt.

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