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Wie sich Jobsuchende für Recruiter interessant machen können (Foto: g-stockstudio/iStock)
LEAD 1/2019 Recruiting Employer Branding

Netzwerken ist eine Frage der eigenen Persönlichkeit

"Es hilft immer, sich bei der Gestaltung des Profils in die Personaler hineinzuversetzen": Patrick Alberts, Chief Product Officer bei XING, erklärt im LEAD-Interview, wie sich Jobsuchende für Recruiter interessant machen können - und spricht auch darüber, was Arbeitgeber beachten sollten.

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Wer keine berufliche Online-Identität hat, fällt nicht auf. Netzwerke wie XING helfen dabei, sich zu positionieren und somit ins Relevant Set der Arbeitgeber und Recruiter zu gelangen. Nötig sind ein aktuelles und authentisches Profil bis hin zu Status-Updates und die Blogging-Funktion. So erklärt es Patrick Alberts,

Chief Product Officer bei XING, im LEAD-Interview.

Doch auch Arbeitgeber müssen etwas tun, um sich im "War of Talents" die besten Fachkräfte zu sichern. Diese entscheiden letztlich über die Zukunft eines Unternehmens.

LEAD: Was gehört dazu, um sein eigenes Profil aufmerksamkeitsstark zu inszenieren - und sich damit mit seinen Kompetenzen sichtbar zu machen?

Patrick Alberts: Es hilft immer, sich bei der Gestaltung des Profils in die Personaler hineinzuversetzen, die Kandidaten für ihre Vakanzen auf XING suchen. Wir raten dazu, es stets aktuell, vollständig und authentisch zu halten. Aktuell, weil es der große Vorteil eines beruflichen Netzwerks ist, dass Kontaktdaten und CV immer auf dem neuesten Stand gehalten werden können, während der bereits versendete PDF-Lebenslauf das nicht leisten kann.

Vollständig, damit sich Recruiter ein umfassendes Bild des Kandidaten mit seinen Stationen, Kompetenzen und seiner Ausbildung machen können. Dazu gehört ein zu den Branchengepflogenheiten passendes Foto genauso wie ein Lebenslauf mit allen relevanten Stationen. Authentisch, damit im Laufe des Bewerbungsprozesses keine Inkonsistenzen zu Tage treten, die die Reputation als Kandidat beschädigen.

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Sehen und gesehen werden! Karrierenetzwerke helfen, auf dem digitalen Arbeitsmarkt präsent zu bleiben. Das LEAD Bookazine 1/2019 erklärt, welche Portale wichtig sind und wieso mit mehr Sein als Schein die Karriere besser läuft.

Xing ist dafür da, um sein Netzwerk zu erweitern, genauso wie auch einen neuen Job zu finden. Bleiben wir zunächst beim Netzwerken: Wie gelingt das?

Jeder Einzelne muss natürlich seinen eigenen und persönlichen Weg zum erfolgreichen Netzwerken finden. Womit fühlt man sich wohl? Was ist authentisch? Die Antworten darauf sind individuell und daher nicht als Blaupause für jeden, der auf XING und allgemein Netzwerke knüpfen möchte.

Besonders Aktivitäten im Newsstream durch regelmäßige Status-Updates und die Blogging-Funktion sind beispielsweise hilfreich, wenn man noch mehr Aufmerksamkeit erzielen und sich als Experte profilieren möchte. "Insider" können etwa von anderen XING-Mitgliedern unabhängig von einer Kontaktanfrage abonniert werden und haben dadurch eine noch größere Reichweite, was sich in Folge positiv auf das eigene Netzwerk auswirkt.

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Patrick Alberts, Chief Product Officer bei XING (Foto: XING)

Wir haben kürzlich unsere "XING Spitzenwriter 2018" ausgezeichnet, darunter befinden sich auch zahlreiche Vorbilder für erfolgreiches Netzwerken. Da ist zum Beispiel Bernd Slaghuis als freiberuflicher Karriere-Coach und XING-Insider mit knapp 9.000 Followern. Er selbst sagt, ein großer Teil seiner Aufträge und Anfragen erhalte er über XING. Joachim Rumohr bezeichnet sich selbst als XING-Experte Nummer Eins und ist Berater für digitale Kundengewinnung auf unterschiedlichsten Kanälen.

Welche Features bringen einen Arbeitnehmer bei der Suche nach neuen Herausforderungen weiter?

Wir werden immer wieder gefragt, wie sich darstellen lässt, dass man auf Jobsuche ist, ohne den aktuellen Arbeitgeber zu verprellen. Dafür haben wir bei XING schon länger eine sehr smarte Lösung, die wir jetzt noch stärker im Profil hervorgehoben haben. Niemand muss bei uns öffentlich in seinem Profil preisgeben, dass er "neue Herausforderungen" sucht. Wer sein Profil bearbeitet, findet sehr weit oben das Modul "Jobwünsche" und kann dort in mehreren Menüs Einstellungen zur Jobsuche vornehmen. Ist man aktiv auf Jobsuche? Oder nur passiv, das heißt offen für Angebote, oder an keinerlei Kontaktaufnahme durch potenzielle Arbeitgeber interessiert?

Zusätzlich lassen sich dort Gehaltsvorstellungen hinterlegen sowie einstellen, wer diese Informationen sehen darf: nur Recruiter, die eigenen Kontakte oder alle Mitglieder. So ermöglichen wir allen Nutzern, anhand einiger weniger Stellschrauben diskret mitzuteilen, wie ihr aktueller Status bezüglich der Jobsuche ist. Gerade in Zeiten, in denen die Bedeutung von aktivem Recruiting immer stärker zunimmt, können Jobsuchende so sehr niedrigschwellig Signale an Recruiter senden und in der Folge gezielter angesprochen werden.

"Unternehmen spüren bereits den Fachkräftemangel."

An welchen Stellschrauben sollten Jobsuchende noch drehen, um ins Relevant Set der Recruiter zu gelangen?

Jobsuchende sollten sich immer wieder in die Lage des Recruiters versetzen. Es ist zielführender, im eigenen Profil Begriffe zu nutzen, die allgemeingültig und Usus in der Branche sind. Das gilt insbesondere für die aktuelle Tätigkeit und die eigenen Fähigkeiten. Gerade bei Job-Titeln gibt es mittlerweile sehr viele kreative Formulierungen, die im einen Unternehmen sicherlich ihre Berechtigung haben und die Unternehmenskultur prägen.

Wer sich aber darüber hinaus für andere Arbeitgeber interessant machen will, sollte überlegen, ob diese auch für Externe zu dechiffrieren sind. Für die eigenen Fähigkeiten machen wir unseren Mitgliedern auch immer wieder Vorschläge, wie sich das eigene Profil vervollständigen und schärfen lässt. Gerade in heutiger Zeit, in der sich Jobprofile und Kompetenzen im stetigen Wandel befinden, sollten Mitglieder im eigenen Interesse hier immer wieder nachjustieren.

Auch interessant: "Viele Informatiker sind von der Jobsuche frustriert“

Was bringt Recruitern und Arbeitgebern die Bewerbersuche auf Xing?

Unternehmen spüren bereits den Fachkräftemangel. Wir haben kürzlich Personalleiter in Deutschland gefragt, wie sich die Besetzungszeit der Unternehmen verändert. 73 Prozent der Befragten verzeichnen in den letzten fünf Jahren einen Anstieg der Time-to-Hire, also der Zeit, die Personaler brauchen, um einen Kandidaten für eine Vakanz zu finden. Etwa ebenso viele gehen davon aus, dass sich dieser Trend in den kommenden fünf Jahren fortsetzen wird.

Eine höhere Besetzungszeit verzeichnen Unternehmen insbesondere bei IT-Fachkräften (68 Prozent) sowie bei Ingenieuren und technischen Berufen (62 Prozent). Unternehmen suchen vor diesem Hintergrund nach neuen Wegen, diesen Zeitraum zu verkürzen oder zumindest ihn nicht weiter ansteigen zu lassen. Ein zentraler Hebel dafür ist das aktive Recruiting über berufliche Netzwerke und die noch gezieltere Ansprache von Kandidaten.

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Welche Features kommen dabei zum Einsatz?

Im Rahmen seines E-Recruiting Portfolios stellen wir einige smarte Features zur Verfügung. Zum einen können Mitglieder in ihrem Profil diskret so genannte "Wunscharbeitgeber" benennen, für die sie gerne arbeiten würden. Für Arbeitgeber mit einer entsprechenden Lizenz von XING E-Recruiting entstehen dadurch Pools mit Kandidaten, die sie unmittelbar einsehen und ansprechen können. Beide Seiten gewinnen dadurch: Die Kandidaten können einen kleinen unaufwändigen Schritt auf das Unternehmen zugehen und die Unternehmen verfügen bereits über einen Pool von Kandidaten, die Interesse haben, für das Unternehmen zu arbeiten.

Zusätzlich zu den vom Kandidaten hinterlegten Informationen zur Jobsuche bieten wir Recruitern in unserem XING TalentManager die Möglichkeit, die Wechselbereitschaft von Kandidaten einzusehen. Dieser Score wird anhand unterschiedlicher Faktoren algorithmisch berechnet und gibt ein Indiz dafür, ob jemand möglicherweise auf Jobsuche ist, ohne dass er das aktiv angegeben hat. Die Response-Rate ist in beiden Fällen signifikant höher und führt langfristig zur Verkürzung der Time-to-Hire.

Auch interessant: Die Digital-Branche als Job-Motor

Welche Optionen könnten Arbeitgeber noch stärker ausschöpfen, um an Talente zu kommen?

Für Arbeitgeber wird das Thema Employer Branding immer wichtiger. Hier bieten wir gemeinsam mit unserer Tochterfirma kununu sehr wirkungsvolle Lösungen für Unternehmen, sich als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Mit XING, mit mehr als 15 Millionen Mitgliedern das größte berufliche Netzwerk in der DACH-Region, und kununu, derzeit mit über 2,6 Millionen Bewertungen zu mehr als 650.000 Unternehmen die größte Arbeitgeber-Bewertungsplattform in Europa, erzeugen wir eine sehr hohe Reichweite und haben einen signifikanten Einfluss auf die Reputation als Arbeitgeber.

Reicht es denn nicht als Arbeitgeber generell ein gutes Image zu haben - das etwa über gängige Marketingmaßnahmen entstanden ist?

Immer mehr Unternehmen verstehen, dass Arbeitgeberbewertungen ein zentraler Bestandteil der Jobsuche sind. Unternehmen, die damit professionell und transparent umgehen, sind klar im Vorteil. Auf XING können Jobsuchende gleich im Stellenmarkt die integrierten Bewertungen des Unternehmens auf kununu einsehen.

Darüber hinaus erhalten sie einen Einblick, wie sich das Unternehmen dazu verhält und weitere Informationen, die durch die Personalabteilung bereitgestellt werden, und bekommen so einen Eindruck von der Unternehmenskultur. Wir raten sehr dazu, die Möglichkeiten, die Arbeitgeberprofile bieten, noch stärker zu nutzen. Unternehmen, die glauben, dass sich das Bild der Arbeitgebermarke alleine über die eigene Karriereseite steuern lässt, laufen Gefahr, vom Radar der Kandidaten zu verschwinden.

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