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Massive Attack 2016 001 Universal Musik
Foto: Universal Music
Audio Musik DNA

Massive Attack archivieren Album auf DNA

Massive Attack schaffen im wahrsten Sinne des Wortes Musik für die Ewigkeit: Mit Unterstützung Schweizer Wissenschaftler lagern sie ihr erfolgreichstes Album in künstliche DNA ein. Das Verfahren wurde bis lang nur ein einziges Mal von Microsoft angewandt.

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Die britische Trip-Hop Band Massive Attack möchte ein gesamtes Album mit Hilfe künstlicher DNA speichern lassen. Die atmosphärisch klingende Musik aus dem Album "Mezzanine" ist auf kleinen DNA-Schnipseln codiert worden, die nun in Glaskügelchen eingegossen werden. Mit dem Album gelang der Band vor 20 Jahren der internationale Durchbruch. 

"Wir schaffen es auf diese Weise, die Musik für Hunderte bis Tausende Jahre zu archivieren", sagte Robert Grass von der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich. CDs werden eine Haltbarkeit von durchschnittlich 30 Jahren nachgesagt. 

Massive Attack Mezzanine
Mezzanine erschien 1998 als drittes Album von Massive Attack (Foto: Massive Attack/Universal Music)

Übersetzung von digital zu DNA

Das Team um Grass übersetzte die digitale Tonspur des Albums in den genetischen Code. "Während auf einer CD oder einer Computerfestplatte die Information in einer Abfolge von Nullen und Einsen gespeichert ist, speichert die Biologie genetische Information in einer Abfolge von vier DNA-Bausteinen - A, C, G und T", erklärt Grass. 

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Der genetische Code von "Mezzanine": Der Ausschnitt entspricht einem 27'000-stel der Information des ganzen Musikalbums (Foto: ETH Zürich / Robert Grass)

Eine US-Firma stelle nun 920.000 kurze DNA-Schnipsel her, auf denen die gesamte Information gespeichert sei. Diese sollen laut ETH in 5000 winzige Glaskügelchen eingebracht werden, die mit dem bloßen Auge nicht erkennbar sind. Aufbewahrt werden wird die DNA in einem Fläschchen. Es sei jederzeit möglich, die DNA wieder aus den Kügelchen herauszulösen und zu lesen bzw. auf einem Computer abzuspielen. "Im Unterschied zu traditionellen Datenspeichern ist es zwar recht aufwendig und teuer, Informationen auf DNA zu speichern", sagte Grass. "Von einmal auf DNA gespeicherter Information können wir jedoch mit nur minimalem Aufwand schnell und kostengünstig Millionen von Kopien erstellen." Die Technik haben die Forscher vor drei Jahren entwickelt. Neu sei der kommerzielle Einsatz.

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Nach Angaben des  ETH Zürich verwendeten die Wissenschaftler das Kompressionsverfahren "Opus", das qualitativ der MP3 überlegen ist. Es wird mit 15 Megabyte die zweitgrößte je in DNA gespeicherte Datei. US-Forscher und der Konzern Microsoft hatten bereits über 200 Megabyte auf DNA gespeichert, darunter war die Erklärung der Menschenrechte und ein Video der Band OK Go. In spätestens zwei Monaten soll das Projekt abgeschlossen sein. 

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