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Datenschutz Mozilla Firefox

Mozilla blockiert Third-Party-Cookies: Was das für Marketing-Spezialisten zu bedeuten hat

Die neueste Firefox-Version bringt einige größere Neuerungen in Sachen Datenschutz. Gut für die Nutzer! Doch was bedeuten die Änderungen für Marketing-Spezialisten? Yuval Ben-Itzhak, CEO von Socialbakers, erklärt es.

Unter anderem wird nun der Tracking-Schutz für Firefox-Nutzer verbessert. (Bild: Firefox)
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Nachdem es bei Google Änderungen für Chrome geben wird, Facebook die "Clear History"-Option hinzugefügt hat und auch Microsoft sich für den Datenschutz stark machen will, zieht jetzt Mozilla nach: Die neue Version des Firefox-Browsers kommt mit einigen Neuerungen in Sachen Datenschutz daher.

Das sind die größten Neuerungen der Firefox-Version 67

Die Datenschutzerweiterung des Facebook-Container-Add-ons sorgt dafür, dass eine virtuelle Barriere das Surfen im Internet und die Facebook-Nutzung voneinander trennt. Neu ist nun, dass Mozilla die auf vielen Seiten eingebundenen Like- und Share-Buttons deaktiviert.

Das bedeutet zusätzlichen Schutz: Facebook hat so keinen Zugriff auf die Daten des Nutzers außerhalb des sozialen Netzes, der Datenfluss zu den Facebook-Servern ist damit unterbunden. Besonders interessant ist das für Nicht-Facebook-Nutzer: Auch deren Daten waren bisher in sogenannten Schattenprofilen gesammelt waren. Das Add-on stoppt das.

Und auch der Tracking-Schutz wird für die Firefox-Nutzer nun verbessert: Verfolger-Cookies von Drittanbietern, sogenannte Third-Party-Cookies, laufen nun ins Leere. Werbenetzwerke haben dadurch kaum noch eine Chance, Firefox-Nutzer beim Surfen zu bespitzeln. Diese Funktion ist momentan nur im Privatmodus des Browsers möglich, soll aber bald für alle Modi freigeschalten werden.

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Alles neu auch beim Passwort-Manager Firefox Lockwise: Mit dem Update gibt es die Anwendung auch als Erweiterung für den PC. Bislang war er nur als iOS- und Android-App verfügbar. Die Folge: Alle verschlüsselt gespeicherten Zugangsdaten können nun zentral verwaltet und mit allen Geräten synchronisiert werden.

Der Firefox Monitor informierte Nutzer auch bisher schon, wenn ihre E-Mail-Adresse durch ein Datenleck gesickert war und irgendwo im Internet auftauchte. Neu ist nun, dass die Nutzerverwaltung erweitert wurde. Nützlichstes Feature: User können bestimmte E-Mail-Adressen überwachen lassen.

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Was Marketing-Spezialisten jetzt wissen müssen

Doch was bedeutet diese Mozilla-Datenschutzoffensive, besonders das Update des Facebook Containers und der veränderte Tracking-Schutz, für Marketing-Spezialisten? Yuval Ben-Itzhak ist CEO von Socialbakers. Die globale Social Media Marketing Company betreut unter anderem Kunden wie McDonald's und L’Oreal. Er erklärt in einer Pressemitteilung: "Die DSGVO spielt aktuell eine große Rolle im Online-Marketing. Alles begann vor über einem Jahr in der EU und der Trend hin zum Datenschutz erreicht allmählich auch die USA und Brasilien."

Die Auswirkungen der DSGVO hätten Marketingexperten erst vor kurzem zu spüren bekommen, insbesondere nach den Änderungen von Chrome, Facebook und Microsoft. Auch die Neuerungen für den Firefox-Browser hätten Auswirkungen: "Die Änderungen mögen zwar klein erscheinen, doch sie sind Teil eines Paradigmenwechsels hinsichtlich der zukünftigen Arbeit von Marketing-Spezialisten."

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Größere Konsequenzen sind in der offenen AdTech zu erwarten

In der neuen "DSGVO-geprägten, digitalen Marketing-Realität" müssten Marketing-Experten darüber nachdenken, "wie sie Inhalte aufbereiten und die entsprechende Zielgruppe ohne Tracking-Pixel oder Cross-Site-Cookies erreichen, die Chrome, Firefox und Safari blocken werden."

Ben-Itzhak geht bei Facebook, Amazon und Google nur von marginalen Veränderungen hinsichtlich des allokierten Werbebudgets aus, da diese das Datenmaterial auf ihren eigenen Plattformen halten würden. Größere Konsequenzen seien allerdings für die Ausgaben und die Relevanz von Werbung für Nutzer in der offenen AdTech zu erwarten: Diese würden, so Ben-Itzhak, sinken, da man hier auf Tracking-Cookies angewiesen sei, um auf Webseiten zielgerichtete Werbung ausspielen zu können.

Der Rat des Experten: "Marketing-Spezialisten sollten eine DSGVO-sichere Plattform bevorzugen, die genügend Insights sowie die entsprechende Performance liefert, aber gleichzeitig den Datenschutz der Kunden wahrt."

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