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Wuerden Sie Einem Moerder Guten Morgen Sagen Kampagne Cr Senatsverwaltung Justiz Harry Weber
Mit dem Claim “Würden Sie einem Mörder guten Morgen sagen?” warb die Justiz-Verwaltung in Berlin um Mitarbeiter (Foto: Senatsverwaltung für Justiz/Harry Weber)
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Moin für Mörder

“Würden Sie einem Mörder guten Morgen sagen?” Das ist eine Frage, die Cornelius Frey von Opinary auf einem Werbeplakat gelesen hat und die ihn seither beschäftigt. Er glaubt, dass wir die Macht der Fragen unterschätzen - und dass sie auch in der Werbung der Schlüssel für mehr Engagement sind.

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Für einige Zeit, auf meinem Weg zur Arbeit, bin ich an einem riesigen Plakat der Justizverwaltung vorbei gefahren. Mit dem Claim “Würden Sie einem Mörder guten Morgen sagen?” warb die Behörde für Jobs in den sechs Gefängnissen Berlins.

Würde ich das tun, einen Mörder begrüßen? Vielleicht nicht beim ersten Aufeinandertreffen, aber vielleicht nach einem Jahr, wenn ich den Insassen regelmäßig auf dem Gefängnisflur begegne?

Die Kampagne bleibt mir im Kopf hängen. Doch wieso merken wir uns genau solche Fragen, die wir vielleicht nur eine Millisekunde wahrgenommen haben? Nun, die Frage berührt moralische Überlegungen genauso wie die Macht der Gewohnheit - sie ist kontrovers und genau deshalb prägt sie sich ein.

Ich glaube, dass wir die Macht von Fragen unterschätzen. Ich bin davon überzeugt, dass auch einfachere, weniger kontroverse Fragen besser hängen bleiben als Botschaften - vor allem im Bezug auf Werbung.

Wenn wir uns mit Engagement beschäftigen, meinen wir die Bereitschaft von Nutzern, auf Medieninhalte zu reagieren. Am Ende steht ein Ziel: der potentielle Kunde soll etwas kaufen.

Unternehmen sammeln Daten anstatt Fragen zu stellen

Für viele Marken ist die Online-Werbung aber ein schwieriges Geschäft geworden - Plattformen wie Google und Facebook monopolisieren die Werbeplätze und bestimmen die Preise. Die Nutzungsrate von Adblockern liegt bei über 20 Prozent, die Klickraten von Display-Bannern & Co, die überhaupt noch gesehen werden, sind auf einem historisch niedrigen Niveau.

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Trotz Analyse des Nutzerverhaltens mit Hilfe komplizierter Algorithmen und zunehmend mittels künstlicher Intelligenz fühlen sich viele Konsumenten nicht verstanden von den Werbetreibenden.

Nur wer seine Nutzer zu freiwilligen Dialogen motivieren kann, hat die Chance eigene Marketing-Kanäle aufzubauen, die nicht von anderen Plattformen abhängig sind.

Lead 3 Marketing Im Mittelstand 1200X1200 Akt
Starkes Marketing für starke Marken

Digitalisierung soll Wachstum bringen, aber nicht nur für die Big Player. Der Mittelstand nutzt diese Chance ebenfalls für sich. Nur wie, ist die Frage. Wie agiert beispielsweise die Firma Sport Schuster in puncto Marketing? Das LEAD Bookazine zeigt, wie der Mittelstand das Marketing im digitalen Wandel gestaltet. Kundenbedürfnisse und eigene Werte – darum sollte es gehen.

Ich sehe eine große Chance darin, Fragen zu stellen und eine Meinung zu kennen, bevor ich ein Produkt anbiete. Ein Beispiel: Als ich aufgewachsen bin, gab es, etwas überspitzt formuliert, zwei Arten von Sportschuhen. Die einen für drinnen, die anderen für draußen.

Heute gibt es für jede erdenkliche Sportart spezielle Schuhe in diversen Farben und kaum habe ich ein Paar gekauft, wird schon wieder das Nachfolgemodell dieser Art beworben.

Ich kann mir via Suchmaschine tausende Sportschuhe innerhalb von Sekunden präsentieren lassen, aber werde ich dabei auch nur einmal gefragt, welche Schuhe ich eigentlich mag?

Unternehmen sammeln im Hintergrund viele Daten über ihre Kunden anstatt Fragen zu stellen. Ist das nicht merkwürdig?

Gute Dialoge starten mit Neugierde

Wer seine Marke eigenständig positionieren will, muss seine Kunden besser kennen als die Konkurrenz und so persönlich wie möglich ansprechen.

Wir glauben, dass es den entscheidenden Unterschied macht, Fragen zu stellen - in einem Kontext, der die Leser für die Fragestellung vorbereitet. Außerdem verdeutlichen Fragen Neugierde gegenüber dem Kunden.

Und genau so starten gute Dialoge - mit Neugierde.

Über Opinary: Die Geschwister Cornelius und Pia Frey haben gemeinsam mit Max Meran und Stephen Lumenta Anfang 2016 Opinary gegründet. Kernprodukt des Berliner Startups sind Tools, die es Nutzern ermöglichen, in Online Content ihre eigene Meinung mitzuteilen. Eingebunden werden diese Tools von großen Medienpartnern, darunter Spiegel Online, FAZ und The Times sowie NBC. Damit gibt Opinary inzwischen mehr als 120 Millionen Usern eine Stimme.

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