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Transparenzbericht legt Anträge des Rechts auf Vergessen offen (Bild: Google)
Google Gesetz Transparenz

Millionen wollen vergessen werden

Seit Anfang 2014 haben Europäer 2,4 Millionen Mal von ihrem Recht auf Vergessenwerden Gebrauch gemacht. Das legt Google in einem Transparenzbericht offen.

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Seit 2014 können EU-Bürger bei Google eine Löschung von URLs beantragen. Damals erteilte der Europäische Gerichtshof das "Recht auf Vergessenwerden". Am Montag hat Google einen Transparenzbericht veröffentlicht, der Details zu Löschungen und Löschanträgen offenbart und Daten ab Mai 2014 mit einbezieht. In dem Zeitraum erreichten den Suchmaschinenersteller insgesamt mehr als 2,4 Millionen Anträge auf Löschung von URLs. Unter den Antragsstellern: Missbrauchsopfer, mutmaßliche Mörder oder ein Wissenschaftler, der das Geschlecht gewechselt hatte und Nachrichtenartikel mit altem Bild und Namen löschen lassen wollte. Letzerem wurde nicht stattgegeben.

Insgesamt hat Google 900.665 Links enfernt. Etwa ein Drittel der Anträge seit Januar 2016 bezogen sich auf soziale Medien oder Verzeichnisse, 17 Prozent auf Nachrichten- und Regierungsseiten Die Domain mit den meisten Löschungen war das Arbeitnehmerverzeichnis annuaire.118712.fr mit 7.701 Löschungen und 10.858 Löschanträgen, Facebook belegt mit 6.846 Löschungen und 16.623 Anträgen Platz 2. 

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In Deutschland hat Google169.684 URLs entfernt, hingegen 185.239 URLs nicht gelöscht. (Bild: Google Transparency Report)

Warum Google nicht gelöscht hat

Trotzdem: Rund 1,2 Millionen URLs hat Google nicht gelöscht. Als Begründung nennt der Suchmaschinenanbieter alternative Lösungsmöglichkeiten, technische Faktoren oder doppelte URLs. Oder aber, "dass die betreffende Seite Informationen enthält, an denen ein starkes öffentliches Interesse besteht". Wann dies der Fall ist, sei komplex und müsse unter Umständen verschiedene Faktoren berücksichtigen, etwa ob sich die Inhalte auf das Berufsleben, eine in der Vergangenheit begangene Straftat, ein politisches Amt oder die öffentliche Stellung des Antragstellers bezögen oder ob es sich bei den Inhalten um selbst verfasste Inhalte, amtliche Dokumente oder journalistische Arbeiten handle.

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