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In Zukunft werden viele Lieferungen von Robotern übernommen werden, wie beispielsweise dem Amazon Prime Air (Bild: Amazon)
Roboter Drohne Autonomes Fahren

Der fliegende Roboter

In Zukunft werden autonome Fahrzeuge 80 Prozent unserer Pakete zustellen. In Teil 1 einer Miniserie schauen wir uns drei luftbasierte Lieferroboter an, die sich aktuell in der Entwicklung oder Testphase befinden.

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Autonome Lieferservicelösungen liegen im Trend. In einem aktuellen Bericht von McKinsey wird davon ausgegangen, dass wir schon bald in einer Welt leben, in der autonome Fahrzeuge 80 Prozent aller unserer Pakete zustellen werden. Die jährlichen weltweiten Kosten für die Zustellung der sogenannten "letzten Meile" werden auf etwa 70 Milliarden Euro geschätzt und zusätzlich gewaltige jährliche Wachstumsraten vorausgesagt.

Mit Blick auf die Starship-Roboter, die bereits in einigen europäischen Städten Pizzen zustellen und Amazon, das Geld in die Entwicklung von luft- und bodenbasierte Lösungen investiert, ist es nicht schwer, diesen Prognosen zu glauben. Zumal hohe Kosten und die aktuelle Ineffizienz in der Zustellung der "letzten Meile" damit Geschichte sein könnten.

Die verschiedenen autonomen Lieferservicelösungen, die aktuell entwickelt und getestet werden, zeigen eine Zukunft, in der unsere Onlineeinkäufe, Post oder andere Einkäufe von vielen kleinen Robotern - auf dem Boden oder in der Luft - geliefert werden. In manchen Fällen sogar direkt vor die Haustüre.

Bestehende Projekte machen deutlich, dass luftbasierte Drohnen vor allem für den Lieferservice in ländlichen Gegenden und in Vororten geeignet sind, weniger jedoch für den Einsatz in Stadtzentren. In diesen Gebieten werden vorwiegend bodenbasierte Roboter anzutreffen sein. Dies können kleine, langsam fahrende Roboter auf Fußgängerwegen oder auch größere schnell fahrende selbstfahrende Fahrzeuge auf öffentlichen Straßen sein. Die Frage bleibt, ob autonome Roboter auch die gesamte Lieferkette ohne menschliche Hilfe abdecken können.

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Im Folgenden findet ihr eine Übersicht einiger Lieferroboterlösungen, die sich in der Entwicklung oder Testphase befinden. In Teil 1 der Mini-Serie geht es um luftbasierte Lieferroboter. Teil 2 beschäftigt sich mit straßenbasierten Lieferrobotern und in Teil 3 betrachten wir bodenbasierte Lieferroboter.

Amazon Prime Air

Amazon Prime Air ist ein von Amazon entwickeltes Liefersystem, welches für den sicheren Transport von Paketen zu Kunden mit Drohnen konzipiert wurde. Kunden wählen Produkte aus einem nahegelegenen Logistikzentrum und nur wenige Augenblicke nach der Bestellung macht sich eine Drohne komplett autonom auf den Weg und steuert auf einer automatisierten Strecke zu seinem Ziel. In einer Höhe von etwa 120 Metern, mit einem Paketgewicht von bis zu 2,5 kg, geleitet per GPS und einer sogenannten "sense and avoid"-Technologie liefert die Drohne Pakete in unter 30 Minuten an die Kunden. Das erste Luftpaket stellte Amazon im Dezember 2016 im britischen Cambridge zu und plant diese Pilotanwendung in den kommenden Monaten auszuweiten.

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In Zukunft werden viele Lieferungen von Robotern übernommen werden, wie beispielsweise dem Amazon Prime Air (Bild: Amazon)

Zipline

Zipline ist ein Startup mit Sitz in San Francisco, das durch autonome Drohnen eine sichere und schnelle Lieferung von medizinische Substanzen wie Impfstoffen, Medikamenten und Blutkonserven bereitstellt. Auf diese Weise kann auch in Ländern mit ungeeigneten Infrastrukturen eine medizinische Versorgung ermöglicht werden. Zipeline vermarktet sich selbst als Vermittler von "lebensrettenden Lieferungen per Drohne" und ist mittlerweile zu einem unverzichtbaren Instrument für medizinische Fachkräfte in Rwanda geworden. Nur: Die meisten Drohnentypen können maximal einen Weg von etwa 25 Kilometern zurücklegen und tendieren dazu wie ein Hubschrauber zu schweben, während sie landen oder ihr Paket per Kabel senken. Da die Drohnen von Zipeline die Lieferung von medizinischen Substanzen jedoch rechtzeitig und über sehr lange Strecken zustellen müssen, sind sie wie kleine Flugzeuge mit Flügeln konzipiert worden. Dieses Design ermöglicht eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h und einen Lieferradius von etwa 75 Kilometern. Um bei der Zustellung weder Zeit noch Energie zu verlieren, stellen die Drohnen ihre Lieferung per Fallschirm zu.

Zipline Pr Foto Launch Transport Flug
Die Lieferroboter von Zipline erreichen Höchstgeschwindigkeiten von 100 km/h und können Distanzen bis 75 Kilometer zurücklegen (Bild: Zipline)

Elroy

Ein anderes in San Francisco ansässiges Startup, Elroy, sicherte sich für die Herstellung größerer autonomer Drohnen im Dezember 2017 ein Investitionsvolumen von 4,6 Millionen Dollar, umgerechnet rund 3,75 Millionen Euro. Diese Drohnen werden in der Lage sein, Lasten mit einem Gewicht bis 68 Kilogramm und einer Entfernung von bis zu 480 Kilometer zu transportieren. Dabei erreichen sie Geschwindigkeiten von etwa 160 km/h. Die Drohne mit Senkrechtstart und -landung nutzt eine Kombination aus LIDAR (Light Detection and Ranging), Radaren, Kameras und einer Flugverkehrsmanagementsoftware, um ihre Umwelt wahrzunehmen und einen sicheren Flug zu gewährleisten. Das Ziel von Elroy ist es, Drohnen zu produzieren, die Güter über mittlere Entfernungen transportieren können. Sie versuchen nicht, wie Amazon, die Zustellung der "letzten Meile" sicherzustellen oder Langstrecken-LKWs zu ersetzen, sondern wollen vielmehr die ineffizienten Verkehrsrouten, häufig die letzten 15 Kilometer einer Zustellung, übernehmen.

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Spitzenreiter in Sachen Entfernung ist das Startup Elroy aus San Francisco. Die Lieferroboter können bis zu 480 Kilometer weit fliegen (Bild: Elroy)

Francesca Räuchle ist Konzerntrainee bei der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und verbringt aktuell ihre Auslandsphase bei Eliport. Eliport ist ein junges Start-Up aus Barcelona, welches die Zustellung der "letzten Meile" durch autonome Lieferroboter inklusive autonomer Selbstentladetechnologie revolutionieren möchte.

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