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Lilium Jet
Ab 2025 sollen in mindestens zwei bisher nicht konkret benannten Städten sogenannte Lilium Jets im kommerziellen Alltagsbetrieb unterwegs sein. (Bild: Lilium)
Start-up Flugtaxi umwelt

Lilium: Wird der Traum vom Flugtaxi bald zur Realität?

Schon ein paar Jahren soll man Strecken bis zu 300 Kilometer ganz einfach mit einem fünfsitzigen Jet zurücklegen können. Zum Taxipreis – und ganz ohne umweltschädliche Emissionen.

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Von München aus in 15 Minuten zum Chiemsee, in einer halben Stunde nach Nürnberg oder eine Stunde, um bis nach Frankfurt zu reisen: Das klingt heute noch zu schön, um wahr zu sein. Genau das aber verspricht das Münchner Start-up Lilium potenziellen Kunden, die natürlich nicht nur in Bayern auf eine bequeme Reisemöglichkeit setzen können, sondern überall auf der Welt.

Mit 300 km/h eine Stunde lang in der Luft

Ab 2025 sollen in mindestens zwei bisher nicht konkret benannten Städten sogenannte Lilium Jets im kommerziellen Alltagsbetrieb unterwegs sein. Ein solcher Jet kann mit einer Geschwindigkeit von 300 km/h eine Stunde lang fliegen und soll keineswegs nur für reiche Privatleute da sein, sondern auch für den Ottonormalverbraucher. „Ziel ist, dass viele Bürger Flüge bei uns buchen, für Preise wie mit einem Taxi“, sagte der Mitbegründer Daniel Wiegand im Mai gegenüber der dpa. Nachgesehen, wo der nächste Landeplatz ist und gebucht werde ganz einfach über eine App.

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Viel leiser und billiger als ein Hubschrauber

Vor wenigen Monaten hatte der 2000 PS starke Fünfsitzer bereits seinen Jungfernflug hinter sich, bei dem er senkrecht gestartet und dann auf der Stelle geschwebt war. In einem zweiten Schritt wird der Jet Manöver fliegen und nicht mehr nur schweben, sondern vorwärts fliegen. Von Lärm wie bei einem Hubschrauber keine Spur, der Lilium Jet ist mit seinen 36 elektrischen Motoren in den Tragflächen leise unterwegs und noch dazu viel günstiger: Weil er mit viel weniger Mechanik auskommt als ein Hubschrauber und sein Energieverbrauch gerade mal bei einem Zehntel liegt.

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Hochgeschwindigkeitsverbindungen, wo man bislang in die Röhre schaut

Die Senkrechtstarter brauchen wenig Platz zum Starten und Landen, weshalb sie in Zukunft auch mitten in großen Ballungsgebieten eingesetzt werden sollen. Bewohner der Speckgürtel größerer Städte könnten so besser an die Stadtzentren, Flughäfen und Bahnhöfe angeschlossen werden. Daneben sollen die elektrischen Lufttaxis aber auch Hochgeschwindigkeitsverbindungen zwischen ganzen Regionen bieten. Zumindest am Anfang werden die Luft-Taxis von einem Piloten geflogen. Langfristig aber sollen sie autonom in der Luft unterwegs sein.

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Lilium J001 Jet Side View Screen
Nicht nur die Investoren sind von der Zukunftsfähigkeit des Start-ups aus Oberpfaffenhofen bei München überzeugt, sondern auch die Arbeitnehmer. (Bild: Lilium)

2015 gegründet, hat Lilium bereits mehr als 100 Millionen US-Dollar von Investoren wie dem chinesischen IT-Konzern Tencent, der britischen Technologie-Investmentfirma Atomico oder dem Liechtensteiner Finanzdienstleistungsunternehmen LGT Group eingesammelt. Und nicht nur die Investoren sind von der Zukunftsfähigkeit des Start-ups aus Oberpfaffenhofen bei München überzeugt.

Für Arbeitnehmer ist Lilium hoch attraktiv

Laut LinkedIn liegt Lilium hinter der Smartphone-Bank N26 auf Platz zwei der deutschen Start-ups, die von Arbeitnehmern als besonders attraktiv eingeschätzt werden. Wer in den Bereichen Ingenieurwesen, Informationstechnologie oder Luft- und Raumfahrt zuhause ist und fit in Matlab oder bei der Fertigung, könnte laut dem Job-Netzwerk genau richtig liegen. Bislang arbeiten bereits mehr als 300 Mitarbeiter an der großen Vision einer „Welt, in der jeder dorthin fliegen kann, wohin er möchte, wann immer er möchte“, wie es auf der Website heißt.

Nachhaltig und emissionsfrei

Und dass, ohne dabei die Umwelt auch nur annähernd so zu schädigen, wie es die in letzter Zeit ziemlich in Verruf geratenen Reisen mit dem Flugzeug tun. Laut eigener Aussage hat sich Lilium das Ziel gesetzt, mit seinen vollelektrischen Lufttaxis ohne Betriebsemissionen zu 100 Prozent CO2-neutral zu werden. „In Anbetracht des Zustands unserer Umwelt wäre alles andere unverantwortlich“.

Die Gründer sind Studien-Kumpels

Die Köpfe hinter dem Start-up aus Oberpfaffenhofen bei München sind die vier Gründer Daniel Wiegand, Sebastian Born, Patrick Nathen und Matthias Meiner, die sich allesamt während des Studiums an der Technischen Universität München kennengelernt haben. Der CEO Daniel Wiegand kann einen Abschluss in Luft- und Raumfahrt nachweisen, der Head of Mechanical Systems and Verfication ist Sebastian Born, der schon mit sieben Jahren wusste, dass er einmal Ingenieur werden will und bei Lilium für Entwicklung und Design zuständig ist. Patrick Nathen hat dasselbe Studium wie Daniel Wiegand hinter sich und arbeitet heute als VP Product. Matthias Meiner ist als zuständiger Head of Flight Control dafür verantwortlich, dass der Lilium Jet auch autonom fliegen kann. Dabei arbeiten alle vier nicht nur gegen die Zeit an, sondern auch gegen die Konkurrenz.

Die Konkurrenz ist groß

Der mit vier Rotoren und vier Sitzen ausgestattete City Airbus des Flugzeugbauers Airbus hat im Mai 2019 ebenfalls schon einen Testflug absolviert, ist mit einer Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h aber vergleichsweise langsam und kommt auch nur auf eine Reichweite von 50 Kilometer. Boeing hat ebenfalls schon einen Testflug mit einem autonom fliegenden Lufttaxi absolviert, mit dem Strecken bis zu 80 Kilometern zurückgelegt werden sollen.

Das Start-up Volocopter aus Karlsruhe hat sein gleichnamiges Flugtaxi bereits 2017 in Dubai und erst kürzlich in Stuttgart getestet - ohne Passagiere und gesteuert von einem Piloten am Boden. Bis der Volocopter eine Genehmigung für den kommerziellen Betrieb bekommt, wird es noch ein paar Jahre dauern.

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