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I Phone Xr
Ab sofort im Visier der Apple-Fans: Das iPhone XR soll zum neuen Millionenseller werden (Foto: Apple)
iPhone Xr iPhone Xs Apple

LEAD-Test: Zehn gute Gründe fürs iPhone XR

Apple und Sparen – diese beiden Begriffe schließen sich normalerweise kategorisch aus. Doch beim neuen iPhone XR, das morgen erscheint und das zum meist verkauften iPhone der Geschichte werden könnte, ist alles ein bisschen anders. Es ist mindestens 300 Euro günstiger als das Topmodell XS. Und der LEAD-Test zeigt: Es kann fast alles genauso gut.

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So viel Lob gab es lange nicht. Selbst Apples Haus- und Hof-Journalisten in den USA klangen selten so euphorisch wie bei ihren Tests zum iPhone XR. Charlie Sorrel schreibt in "Cult of Mac": "Ich würde mir wünschen, ich hätte das XR anstelle des XS gekauft. Denn das XR ist cooler, billiger und größer als das Spitzenmodell. Und die anderen Unterschiede werden keinen stören, der es kauft."

Der renommierte John Gruber ergänzt in seinem Blog "Daring Fireball": "Bei der Vorstellung des XR zu diesem Preis haben sich alle gefragt: Wo ist der Haken? Aber es gibt keinen Haken." LEAD verrät zehn Gründe, warum das XR unter den aktuellen iPhones für praktisch jeden Apple-Fan die beste Wahl ist.

Der Preis

I Phone Xr Preise

849 Euro kostet das iPhone XR mit 64 GB Speicher. Das sind 300 Euro weniger als das Flaggschiff XS mit dem gleichen Speicherplatz, und 400 Euro weniger als das XS Max, das nur 0,4 Zoll größer ist. Und noch ein Vergleich: Selbst das 8 Plus aus dem Vorjahr mit der veralteten Bedienung per Home-Knopf ist mit 789 Euro nur 60 Euro billiger als das neue XR. Klare Sache: 849 Euro für ein Handy sind enorm viel Geld, bei der Android-Konkurrenz gibt es Top-Smartphones für die Hälfte oder ein Drittel davon. Aber wer ein iPhone will, findet mit dem XR fast schon ein Schnäppchen.

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Der Speicherplatz

Im Gegensatz zum XS, bei dem zwischen dem Einstiegsmodell mit 64 GB und der satte 170 Euro teureren Variante mit 256 GB eine empfindliche Lücke klafft, hat Apple beim XR die goldene Mitte getroffen. Hier gibt es für nur 60 Euro Aufpreis, also für 909 Euro, ein Modell mit 128 GB Speicher. Und das ist die Größe, die für fast jeden Nutzer optimal sein dürfte. Wem 64 GB nicht ausreichen, der muss beim XS zum 256-GB-Modell für 1.319 Euro greifen. Beim XR reichen die 128 GB für 909 Euro. Damit steigt der Kostenvorteil auf 410 Euro, und im Vergleich zum XS Max sogar auf 510 Euro. Um so viel besser kann das XS gar nicht sein. Ist es auch nicht.

Der Bildschirm

I Phone Xr Bildschirme
Das neue iPhone XR (rechts) neben dem XS: Mehr Platz auf dem Bildschirm, wärmere Farben, etwas weniger Kontrast (Foto: LEAD)

Das XR liegt mit 6,1 Zoll fast genau in der Mitte zwischen XS (5,8 Zoll) und XS Max (6,5 Zoll). Weil das Display fast bis zum Rand reicht, ist das neue "Spar-iPhone" aber längst nicht mehr so klobig wie die bisherigen Plus-Modelle. Die Größe ist ein guter Kompromiss aus (gerade noch) Handlichkeit und genug Platz auf dem Bildschirm.

Statt des brillanten OLED-Displays des XS muss das XR mit klassischer LCD-Technik und ohne die besonders dynamischen HDR-Bilder auskommen. Und die Schärfe liegt mit den vom iPhone seit Jahren gewohnten 326 ppi etwas niedriger als beim XS mit 458 ppi.

Im LEAD-Test sind tatsächlich Unterschiede zu sehen: Die Kontraste sind generell etwas niedriger. Schwarz ist nicht ganz so schwarz, Weiß nicht ganz so weiß. Beim Blick von der Seite ist das Bild etwas schlechter zu erkennen. Und statt 3D Touch muss das schlichtere "Haptic Touch" – also ein etwas längeres Drücken – genügen, um Untermenüs aufzurufen.

Aber: All das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Für sich genommen ist der Bildschirm des XR exzellent – und die Unterschiede rechtfertigen sicher keinen Mehrpreis von 300 Euro und mehr.

Die Kameras

I Phone Xr Kameras
Die Kameras des iPhone XR: Vorne identisch mit dem XS, hinten ohne Tele (Foto: Apple)

Die mit einer Blende von f/2.2 sehr lichtstarke Selfie-Kamera an der Front ist bei XR und XS identisch. Hinten gibt es dagegen einen der wenigen Unterschiede, die für Käufer des XR tatsächlich schmerzlich sein könnten. Denn statt der Doppel-Linse des XS mit Weitwinkel und Tele hat Apple beim XR nur die Weitwinkel-Kamera eingebaut. Die Option, mit einem optischem Tele auch weiter entfernte Motive in Top-Qualität zu fotografieren, fehlt also.

Trotzdem beherrscht auch das XR die beliebten Portrait-Fotos mit Tiefenunschärfe. Dafür verwendet es das Weitwinkel, während das XS für die Portraits auf das Tele setzt. Das führt zum interessanten Effekt, dass das günstigere XR bei schlechtem Licht dank des lichtstärkeren Weitwinkels sogar bessere Portraits schießt als das Topmodell XS.

Wermutstropfen: Die Portraits mit Tiefenunschärfe funktionieren beim XR nur mit menschlichen Gesichtern, nur darauf ist die Software (bisher) trainiert. Beim XS klappt das mit jedem beliebigen Objekt, zum Beispiel auch mit Tieren. Für ambitionierte Fotografen erfordert das XR damit doch einige Kompromisse, die den Mehrpreis des XS rechtfertigen könnten. Trotzdem: Gerade wer von einem älteren iPhone kommt, wird von der Kamera des XR begeistert sein.

Die Ausstattung

Bis auf die Doppel-Kamera ist das iPhone XR fast genauso üppig ausgestattet wie das XS. Die Gesichtserkennung Face ID, die animierten Selfies ("Memojis") und drahtloses Laden sind bei beiden Modellen an Bord. Auch beim XR lässt sich eine E-SIM für eine zweite Telefonnummer aufspielen. Und dass das XR nur 3 statt 4 GB Arbeitsspeicher an Bord hat, fällt bei der Leistung nicht ins Gewicht, weil die Hardware deutlich weniger Pixel über den Schirm schubsen muss.

Der Prozessor

Auch der A12-Bionic-Prozessor ist bei XS und XR identisch. Von ihm schwärmt "The Verge": "Apples Chips sind der Konkurrenz so weit voraus, dass der A12 noch Tonnen von Leistungsreserven hat. Diese iPhones sollten sich noch jahrelang schnell anfühlen."

Der Akku

Knapp über elfeinhalb Stunden hielt der Akku des iPhone XR im LEAD-Test bei normaler Benutzung mit Surfen, Mail, Videos, Musik, Twittern und Textverarbeitung durch – eineinhalb Stunden länger als das XS. Hier wirken sich der größere Akku und der LCD-Bildschirm des XR aus, der weniger Strom verbraucht als das OLED-Display des XS. Insgesamt dürfte das XR die bisher längste Akku-Laufzeit eines iPhones bieten.

Die Farben

iPhone XR
Wer will ein kunterbuntes iPhone? Das XR gibt es in sechs Farben, darunter in den gezeigten vier (Foto: Apple)

Vom Low-Tech-Modell 5C aus dem Jahr 2013 abgesehen, ist das XR das erste zeitgemäße „bunte“ iPhone. Sechs Farben stehen zur Wahl, LEAD hat die ganze Palette begutachtet. Und bis auf die eher langweiligen Optionen Schwarz und Weiß sind die Farben wirklich überaus gelungen.

Das Hellblau sieht deutlich lebendiger aus als auf den Bildern, Gelb und Koralle wirken sehr edel – und das Knallrot knallt tatsächlich. Endlich Abwechslung! Eigene Hüllen für das XR bietet Apple bisher nicht an. Aber die transparenten Cases von Otterbox (40 Euro) aus dem Apple Store sind ein guter Schutz, und lassen die Farben trotzdem wirken.

Das Gehäuse

Statt des luxuriösen XS-Gehäuses aus Edelstahl, das glänzt wie ein Schmuckstück, ist das XR aus schlichterem und mattem Aluminium gefertigt. Ganz so hochwertig sieht das nicht aus, dafür aber vielleicht sogar cooler und frischer. Dazu trägt auch die satt leuchtende Glasrückseite bei, bei der Apple die Farben in einem aufwändigen Verfahren in sieben Schichten aufträgt.

Die Wasserdichtigkeit

I Phone Xs Wasserdicht
Sowohl das iPhone XS (Foto) als auch das XR sind wasserdicht – mindestens für eine halbe Stunde (Foto: Apple)

Auch hier müssen sich Käufer des XR keine Sorgen machen. Auch das günstigere Modell hält mindestens eine halbe Stunde unter Wasser aus – aber nicht in zwei Metern Tiefe wie das XS, sondern nur in einem Meter. Dieser Vergleich ist symptomatisch für die Unterschiede zwischen iPhone XR und XS: Ja, es gibt sie – aber im Alltag spielen sie praktisch keine Rolle.

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Der Preis Der Speicherplatz Der Bildschirm Die Kameras Die Ausstattung Der Prozessor Der Akku Die Farben Das Gehäuse
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