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Landgericht urteilt über Schleichwerbungsklage gegen Cathy Hummels (Bild: Getty Images/Gisela Schober)
Influencer Instagram Werbung

Schleichwerbung: Klage gegen Cathy Hummels abgelehnt

Instagram-Berühmtheit Cathy Hummels verdient Geld als Influencerin - sie preist ihren Followern auf der Plattform Mode und Schuhe an. Doch ist das auch Werbung, wenn sie kein Geld dafür bekommt? Das Gericht hat entschieden.

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Das Münchner Landgerichtet hat entschieden: Cathy Hummels macht keine Schleichwerbung. Die Begründung dafür lautet, dass ihr Instagram-Account einen für jeden ersichtlichen kommerziellen Zweck hat und somit ist es ihr erlaubt, auf Produkte hinzuweisen.

Die ehemalige Moderatorin und Ehefrau von Bayern-München-Fußballprofi Mats Hummels hat sich die Klage des Verbands Sozialer Wettbewerb eingehandelt, weil sie in gut einem Dutzend Instagram-Beiträgen für ihre 465 000 Follower die Hersteller ihrer Schuhe und Bekleidung nannte und die Webseiten der Unternehmen verlinkte. Der in Berlin ansässige Verein hatte ihr deswegen eine Abmahnung wegen unlauterer Werbung ins Haus geschickt.

Hummels wehrte sich mit dem Argument, sie mache bezahlte Werbung auch als solche kenntlich. Für die beanstandeten Beiträge hat sie nach eigenen Angaben kein Geld oder andere Gegenleistungen erhalten. Der Verband Sozialer Wettbewerb ist unter Prominenten für seine Abmahnungen bekannt und gefürchtet. Ein Fall machte 2014 Schlagzeilen: Damals verklagte der Verein den Starkoch Alfons Schuhbeck, weil dieser eine orientalische Kräutermischung unter dem Namen "Sexgewürz" verkaufte. Schuhbeck gewann.

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Auch andere Influencer betroffen

In den vergangenen Monaten hat der Verein nun neben Hummels auch Fitness-Model Pamela Reif und andere Promis der Influencer-Szene in Rechtsstreitigkeiten verwickelt. Insgesamt wurde nach Verbandsangaben eine zweistellige Zahl von Abmahnungen verschickt. In der Influencer-Szene herrscht nun Unsicherheit, was noch erlaubt ist und was nicht. Hummels' Chancen auf eine Abweisung der Klage stehen nicht schlecht:

Die Vorsitzende Richterin Monika Rhein hatte in der mündlichen Verhandlung darauf hingewiesen, dass traditionelle Medien auf Hersteller von Produkten hinweisen könnten, ohne dass das als Schleichwerbung gelte.

Das Urteil wird jedenfalls nicht das Ende der Auseinandersetzungen um Schleichwerbung bedeuten. Hummels' Influencer-Kollegin Pamela Reif war ebenfalls von dem Verband verklagt worden, hatte vor dem Landgericht Karlsruhe verloren und zieht nun in die nächste Instanz. Hummels will den Streit notfalls bis zum Bundesgerichtshof weiterführen. Persönliches Erscheinen von Klägern und Beklagten ist bei Urteilsverkündungen in Zivilprozessen nicht erforderlich.

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