Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Kuenstliche Lebensform 117964792Picture Alliance Dpa
Der digitale Wurm krabbelt in der BOB-Ausstellung in einer US-Galerie (Bild: Picture Alliance)
Kunst Künstliche Intelligenz Digitalisierung

Künstliche Lebensform: Digitaler Wurm erwacht in US-Galerie

Er hat drei Augen, rote Tentakel und kriecht oder hüpft als digitaler Wurm über die Leinwand: Ein US-Künstler hat ein fantastisches Wesen programmiert, das mittels künstlicher Intelligenz auf sein Umfeld und seine Zuschauer reagiert.

Anzeige
Anzeige
Anzeige

Wer momentan in New York ist und sich für digitale Kunst interessiert, sollte die Ausstellung "BOB (Bag of Beliefs)" in der Galerie Gladstone in New York besuchen.

Dort kriecht und hüpft derzeit ein dreiäugiger, digitaler Wurm mit roten Tentakeln über die Leinwand. Der aus Los Angeles stammende Künstler Ian Cheng hat das fantastische Wesen programmiert, das mittels künstlicher Intelligenz auf sein Umfeld und seine Zuschauer reagiert. Die "schimärische, springende Schlange" ist bis zum 23. März in der Ausstellung zu sehen.

Besucher können das Verhalten der etwas unheimlich wirkenden Kreatur über eine spezielle Smartphone-App beeinflussen und in Echtzeit dabei zusehen, wie der rote Wurm auf die verschiedenen Reize reagiert.

Cheng ist bekannt für Szenarien, in denen digitale Figuren sich von selbst wandeln oder auf ihr Umfeld reagieren. "Im Lauf seines Lebens entwickeln sich Körper, Geist und Persönlichkeit von BOB, um besser auf den laufenden Strom an Überraschungen des Lebens zu reagieren und diese in familiäre Routinen umzuwandeln", schreibt die Galerie zur Schau. "BOB" sei ein Ergebnis "persönlichen Fehlverhaltens, schlechter Erziehung, zufälliger Unfälle oder eines gut gelebten Lebens".

Anzeige

Für Cheng spielte beim Programmieren auch seine alte Angst vor Schlangen eine Rolle, wie er der Website "ArtNews" sagte. Als Junge hatte eine Schlange in einer Tierhandlung nach seinem Finger geschnappt. "Eine Schlange ist kein komplett böses Wesen, aber es macht die Menschen aufmerksamer", sagte Cheng.

Per App das Leben des digitalen Wurms verändern

Das Kunstwerk ist basiert auf der künstlichen Intelligenz sogenannter "game engines", also selbstlernenden Algorithmen aus Computerspielen.

Zuschauer, die das Leben von BOB beeinflussen möchten, können das über "BOB Shrine" tun. Das ist eine kostenlose, weltweit verfügbare iOS-App. Mit dieser können Betrachter Stimulationsmuster für den digitalen Wurm veröffentlichen und ihre Stimuli mit einer Art elterlichen Richtlinie unterzeichnen. Um die Umsetzung kümmern sich die Entwickler.

Im folgenden Video erzählt der Künstler Ian Cheng mehr über BOB:

Lead 4 Change Management 1200X1200
Mensch und Technik vereinen

Die Digitalisierung eröffnet neue Chancen in der modernen Arbeitswelt. Sollten Unternehmen jetzt mehr Experimente im Alltag wagen? Im LEAD Bookazine 4/2018 spricht Alexandra Borchardt über Change-Management und eine erfolgreiche Kombination von Mensch und Technik.

Anzeige
Anzeige
Verlagsangebot
Anzeige
Anzeige
Aktuelle Stellenangebote
Alle Stellenangebote