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Mit riesigen Antennen wird nach anderen Wesen im Weltraum gesucht (Bild: stock.adobe.com)
Kryptowährung Bitcoin Blockchain

Krypto-Hype hemmt die Suche nach Außerirdischen

Für das Krypto-Mining braucht man gute Grafikprozessoren, denn nur so kann man die komplexe Erzeugung von Bitcoin und Co. durchführen. Das ist schlecht für Astronomen. Die brauchen die Grafikkarten nämlich für die Suche nach außerirdischem Leben.

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Das SETI-Programm der Universität Berkeley sucht nach außerirdischen Zivilisationen. Dafür werden seit mehr als 50 Jahren Projekte gestartet, die nach Signalen im All untersuchen. 

Wie die BBC berichtet, sorgen sich die Astronomen: Der Hype um die Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum und Co. sei Schuld daran, dass  gute Grafikprozessoren, wie die GPU, nur noch schwer zu bekommen sind. Denn viele Krypto-Miner benötigen ebenfalls Grafikkarten, um die digitalen Währungen zu generieren.

Wie funktioniert Krypto-Mining?

In Island verbrauchen Krypto-Miner mehr Strom als alle Einwohner zusammen:

https://www.lead-digital.de/is...

Nicht nur SETI braucht Power

"Wir würden gerne die neuesten GPU-Grafikprozessoren nutzen, aber wir kommen nicht an sie ran", erzählte Dan Werthimer, Leiter des SETI-Programms, der BBC. Der Hype um Krypto-Mining behindere die Suche nach außerirdischen Signalen schon seit Monaten, so der Astronom. Die GPU-Prozessoren aber sind notwendig, um das All auf alle Frequenzbereiche gleichzeitig untersuchen zu können. Ohne entsprechend starke Rechenleistungen sei das nicht möglich. Eine Radioantenne braucht ungefähr 100 GPUs, um die Daten auszuwerten.

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Neben Astronomen und Minern brauchen auch Videospieler auf der ganzen Welt gute Grafikkarten. Deren Preise sind in den letzten Monaten deutlich gestiegen. Grund dafür sei ebenfalls der Hype um das Krypto-Mining.

Auch der GPU-Hersteller Nvidia sagte laut BBC auf einer Pressekonferenz, Lieferengpässe zu haben.

Aaron Parsons, ein anderer Forscher der Universität Berkely, sucht nach Signalen von Wasserstoff aus der Zeit bevor die ersten Sterne und Galaxien entstanden sind. Auch er braucht GPUs. "Wenn der Engpass weiterhin bestehen bleibt, könnte das unsere Arbeit in der Zukunft behindern oder komplett stoppen", sagte Parsons. Es ist noch unklar, wie lange die Problematik anhalten wird.

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