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(Foto: NASA)
KI Forschung Weltraum

KI sucht nach außerirdischem Leben

Die Faszination des Menschen mit Aliens ist so ungebrochen wie der Wille, einen Planeten außerhalb der Erde zu besiedeln. Britische Forscher sind dank künstlicher Intelligenz nun mit ihrer Suche einen Schritt weiter.

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Wie "lebenswert" sind die Planeten unseres Sonnensystems? Just während dieser Artikel entsteht (der - soviel sei gespoilert - noch keine Antwort darauf hat), brüten mehrere Dutzend Wissenschaftler in Liverpool auf der European Week of Astronomy and Space Science über dieselbe Frage. 

Forscher der britischen Plymouth University haben nämlich ein Mittel gefunden, das ihnen hierbei helfen könnte: künstliche Intelligenz. Ein Team des dort ansässigen Roboterzentrums trainiert sogenannte künstliche neuronale Netze, um die Wahrscheinlichkeit außerirdischen Lebens für zukünftige Weltraummissionen zu bestimmen. Diese Netzwerke folgen in ihrer Funktionsweise dem Lernprozess des menschlichen Gehirns. Neuronale Netze sind auch die Basis für Machine Learning. Bei der Erfassung und Auswertung großer, komplexer Datenstrukturen sparen sie Wissenschaftlern viel Zeit, da sie wiederkehrende Muster schneller erkennen können als es das menschliche Gehirn könnte. Die Wissenschaftler können sich so auf Planeten konzentrieren, auf denen Leben nach gewissen Kriterien möglich scheint. Je wahrscheinlicher Lebensformen auf einem der zahlreichen Exoplaneten sind, umso interessanter wird für Institutionen wie die US-Weltraumbehörde NASA die Erforschung dieser Umgebungen.

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Nasa Titan
Ein Infrarotbild des Saturn-Mondes Titan, aufgenommen durch Cassini, den Orbiter der NASA. Wissenschaftler schätzen den Titan nach der Erde als einen der "bewohnbarsten" Planeten unseres Sonnensystems ein (Foto: NASA/JPL/University of Arizona/University of Idaho)

Die Wissenschaftler der Plymouth University haben ihrer KI beigebracht, Planeten in fünf Kategorien einzuteilen, je nachdem, welchem der untersuchte Körper seiner Beschaffenheit nach am ähnlichsten erscheint: die Erde, die frühe Erde, Mars, Venus oder Titan, den größten Saturn-Mond. Auf all diesen Planeten erscheint aktuellen Forschungen zufolge Leben möglich. Alle fünf haben eine felsige Struktur und gelten als die fünf Objekte in unserem Sonnensystem, auf denen Leben am wahrscheinlichsten ist. 

Das Team aus Plymouth fütterte seine KI mit hunderten atmosphärischen Rahmendaten der fünf Planetentypen, die sich wiederum in mehrere hundert Unterkategorien zur Bewohnbarkeit eines Weltraumobjekts gliedern. Anhand dieser Datenbank kategorisiert die künstliche Intelligenz seither noch unerforschte Planeten und Monde nach der Wahrscheinlichkeit auf außerirdisches Leben. Die Resultate erscheinen nach Angaben der Weltraumforscher vielversprechend. "Betrachtet man die bisherigen Auswertungen, könnte sich diese Methode als extrem nützlich erweisen, um verschiedene Exoplaneten von Sternwarten auf der Erde und aus der Atmosphäre zu kategorisieren", sagt Projektleiter Angelo Cangelosi.

Ihre bisherigen Ergebnisse möchten sie in einem nächsten Schritt mit den Daten kombinieren, die anstehende Projekte der NASA oder Missionen der europäischen Raumfahrtagentur ESA erbringen. Die Technologie könnte später auch direkt auf Raumschiffmissionen zum Einsatz kommen, um beispielsweise Objekte im All zu identifizieren, die eine nähere Untersuchung wert sind. 

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