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Gottesdienst Mit Digitalroboter Epd Nild 00404447 Fotgraf Philipp Reiss Web
BlessU-2 i in der Hamburger Kirche St. Nikolai (Foto: epd-bild/Philipp Reiss)
KI AI Künstliche Intelligenz

KI in der Kirche

Künstliche Intelligenz statt göttliche Allmacht: In Hamburg hat vergangenen Sonntag ein Roboter bei einem digitalen Gottesdienst den Segen erteilt. BlessU-2 hat allerdings nicht nur Fans.

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Kirche und künstliche Intelligenz sind zwei Dinge, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Doch die Digitalisierung und ihre Auswirkungen beschäftigt auch Pastoren und Priester.

Die hessische Landekirche hat deshalb vor einem Jahr bei der Weltausstellung der Reformation in Wittenberg einen Roboter vorgestellt, der Segensworte aufsagen und dabei seine Metallarme heben kann. "BlessU-2" ist ein umgestalteter Bankautomat des Medienkünstlers Alexander Wiedekind-Klein.

Diskussion über ethische Grenzen künstlicher Intelligenz?

Die Landeskirche wollte damit eine Diskussion über die Digitalisierung und die ethischen Grenzen künstlicher Intelligenz anregen, schreibt die Evangelische Zeitung.

Britische Boulevardzeitungen und russische Propaganda-Kanäle bliesen das kleine Roboter-Projekt dann künstlich auf und manche verbreiteten sogar die Nachricht, dass die deutsche evangelische Kirche ihre Priester durch Roboter ersetzen wolle. Diese Art Diskussion hat sich der Landesverband wohl nicht erhofft.

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Nun ist es wieder ruhiger um den Roboter geworden - bis Sonntag.

Messe in Hamburg mit Segensroboter

Denn an diesem Tag war er Teil eines digitalen Gottesdienstes der Hamburger Kirche St. Nikolai mit circa 400 Teilnehmern. Noch einmal genauso viele Menschen hätten über Smartphone und Tablet an der Messe teilgenommen, berichtet das kirchliche Nachrichtenportal evangelisch.de.

Statt einer Predigt wurden die Nachrichten der Kirchen- und Netzgemeinde vorgelesen und diskutiert. BlessU-2, der im Altarraum stand, begleitete den Gottesdienst.

Die Idee, einen digitalen Gottesdienst zu gestalten, sei ihnen im Zuge der Akademiewoche zum Thema Digitalisierung gekommen, erzählt Hauptpastor Martin Vetter im Gespräch mit LEAD. Viele Teilnehmer hätten den Ansatz mutig gefunden. „Andere haben die Idee allerdings auch kritisiert. Sie sind der Meinung, dass, wenn das Smartphone schon unseren Alltag bestimmt, es nicht auch noch in der Kirche zum Zug kommen muss.“

Dass es einen weiteren digitalen Gottesdienst geben wird, will Vetter nicht ausschließen. „Wir sind gerade in der Auswertung, allerdings sind die Kosten dafür ziemlich hoch. Wir lernen noch“, sagte er.

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