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Gegründet vor fünf Jahren als Münchner Weißwurstfrühstück, bringen Andreas Bruckschlögl, Felix Haas und Bernd Storm auf der Bits & Pretzels inzwischen mehr als 5000 Gründer und Investoren zusammenm (Bild: Avantgarde)
Bits & Pretzels Start-ups Kommentar

Kein Mitleid für Greta oder was uns die "Bits & Pretzels" über Investment in Impact lehrt

Die Münchner Gründerkonferenz ist der Messe gewordene Beweis für den Ideenreichtum der jungen Generation. Ein Kommentar von Avantgarde-CEO Martin Schnaack.

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Barack Obama leidet mit Greta Thunberg. "Sie trägt eine Last", sagte der 44. Präsident der USA auf dem Podium der Gründermesse "Bits & Pretzels". "Eine 16-Jährige sollte so etwas nicht tun müssen." Aber ist es nicht immer die nächste Generation, die das Haus von Morgen bestellen muss? Die diesjährigen Bits erzählen vom Veränderungswillen der jungen Gründer: Founders for Future als die logische Folge der Freitags-Bewegung von Greta Thunberg. "Impact" lautet das Motto 2019, denn mehr denn je geht es um Einfluss. Darum, wer künftig nicht nur den ökologischen, sondern auch den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Klimawandel mitgestaltet.

Google. Microsoft. Amazon. Facebook. Apple. Noch stellen die Big Five Tech Companies die Weichen und legen fest, wohin gerade in Sachen Zukunftstechnologien die Reise gehen soll. Warum? Weil sie es können. Weil sie das Geld, das Wissen und den Willen haben. Darf man ihnen das Feld überlassen? Die „Bits & Pretzels“, selbst eine Bilderbuch-Story in Sachen Erfolg und Einfluss, zeigen Alternativen auf. Gegründet vor fünf Jahren als Münchner Weißwurstfrühstück, bringen Andreas Bruckschlögl, Felix Haas und Bernd Storm bei den Bits inzwischen mehr als 5000 Gründer und Investoren zusammen: Idee trifft Geld. Das neue, von Dominik Wichmann mitentwickelte Medienportal mit dem Arbeitstitel „The Maker Mountains“ ist eine selbstbewusste Antwort auf das kalifornische Silicon Valley.

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Bits & Pretzels zeigt, dass Impact möglich ist

"There are Gretas everywhere", sagt Obama. Die neuen Gründer wollen Geld verdienen, aber immer auch ein bisschen die Welt retten. Beeindruckt hat mich Elsa Bernadotte, die mit ihrer App namens "Karma" gegen Lebensmittelverschwendung vorgeht. Oder Samantha Payne, die mit "Open Bionics" die Entwicklung von 3-D-Prothesen vorantreibt. Oder Zarah Bruhn: Ihr Start-up Social Bee beschäftigt Flüchtlinge und vermittelt sie an Firmen. Social Start-ups wie diese betteln nicht mehr an der Türschwelle um Kredite, sondern stehen im Mittelpunkt des Interesses. Menschen, die mit Tech reich wurden, investieren in Impact, in Changemaker. Auch das ist eines der Learnings der diesjährigen "Bits & Pretzels": Venture Capital will Gutes tun. In der Hoffnung, dass es sich irgendwann auszahlt.

Die "Bits & Pretzels" sind der Messe gewordene Beweis für den Ideenreichtum der jungen Generation. Der Schlüssel dafür aber ist der Zugang zu Wissen – bestmöglich und kostenfrei für alle. Education als wichtigste Zukunftsressource: Wie gut ist Deutschland da aufgestellt? Ein Bildungskanon 2.0 tut Not, Schulen müssen mehr denn je Gründungs- und Führungsfähigkeiten vermitteln. So groß der Gestaltungswille der Investoren ist: Gesellschaftlicher Wandel braucht einen staatlichen Rahmen. Bildung war und ist eine der Kernaufgaben eines Staates, man darf ihn nicht aus der Verantwortung entlassen. Das bedeutet aber auch zwingend, dem Staat nicht das Geld vorzuenthalten, das er für die bestmögliche Bildung des Nachwuchses benötigt. Chancengerechtigkeit gibt es nicht zum Nulltarif. Impact-Investment befreit Unternehmen nicht von der auch moralischen Verpflichtung, Steuern in voller Höhe zu zahlen.

"Wir sind in einer Situation, in der jeder mithelfen muss", hat Barack Obama gemahnt. Die „Bits & Pretzels 2019“ haben beeindruckend gezeigt, dass Impact möglich ist. Dass es weder an Ideen noch am Kapital fehlt. Beides verantwortungsvoll einzusetzen ist für die neuen Gretas wichtiger als Mitleid.

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Martin Schnaack ist Founder und CEO von Avantgarde. Er rief die Avantgarde Fashion Show ins Leben, die schnell zur erfolgreichsten Plattform für junge Designer in Deutschland wurde, um ihre Kollektionen zu präsentieren. Heute ist Avantgarde eine globale Agentur, die Marken strategisch berät.

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Sie bestimmen die Schlagzeilen, verändern eine ganze Generation und gehen mutig voran: Junge Frauen wie Greta Thunberg, Carola Rackete und Luisa Neubauer sind die neuen Rolemodels. Sie beweisen: Frauen verändern viel und zeigen zeitgemäße Perspektiven auf. Im aktuellen LEAD Bookazine 3/2019 bekommst du einen modernern Blick auf das starke Geschlecht, der sich auch in der Digitalbranche lohnt.

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