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Fernsehen Ohne Fernseher
Fernsehen am Smartphone, Tablet oder Notebook – LEAD stellt die vier wichtigsten Anbieter vor (Foto: 123rf.de)
Streaming Fernsehen Smartphone

Joyn & Co. – die besten Tipps zum Fernsehen ohne Fernseher

Wer Fernsehen will, braucht längst keinen Fernseher mehr. So gut wie alle Sender bieten Internet-Livestreams – mal gratis, mal teuer. Und wer sich Kabel, Satellit oder Antenne ganz sparen will, kann Pakete buchen, die die wichtigsten Sender auf Smartphone, Tablet, Computer oder Smart-TVs bringen.

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Zattoo, Waipu.tv und MagentaTV bieten diesen Service schon länger. Und seit ein paar Tagen sendet auch Joyn, der neue Streamingdienst von ProSiebenSat.1 und von Eurosport-Konzernmutter Discovery. LEAD verrät, wie das Fernsehen ohne Fernseher funktioniert, was es kann und was es kostet.

Joyn
Ein Hauch von Netflix: Mit dieser Oberfläche begrüßt Joyn seine Nutzer (Foto: Joyn)

Das ist Joyn: Das neue Angebot, das auf Deutsch in etwa "Mach mit!" bedeuten soll, ist ein Mix aus Live-Fernsehen, Mediathek und eigenen Inhalten à la Netflix. Joyn löst 7TV ab, den bisherigen Streamingdienst der Sender aus Unterföhring. Deshalb wird 7TV auf den meisten Smartphones und Tablets auch automatisch durch die Joyn-App ersetzt. Zum Start ist Joyn momentan gratis. Ende 2019/Anfang 2020 soll eine kostenpflichtige Premium-Version dazukommen. Der Preis ist noch unklar, dürfte aber wie bei der Konkurrenz zwischen fünf und zehn Euro im Monat liegen.

Das bietet Joyn beim Live-Fernsehen: Der neue Dienst wirbt mit 55 Live-Sendern. Nach Abzug der vielen Regionalkanäle der Dritten von "WDR Wuppertal" bis "NDR Mecklenburg-Vorpommern" bleiben noch 37 "echte" Sender übrig – von ARD und ZDF über ProSieben, Sat.1 und Kabel1 bis hin zu Exoten wie Comedy Central oder MTV. Konkurrent RTL mit den Schwestersendern wie VOX oder Nitro fehlt dagegen erwartungsgemäß. Dennoch sind laut Geschäftsführerin Katja Hofem auf Joyn "67 Prozent des deutschen TV-Angebots zu sehen".

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Joko Klaas
"Joko und Klaas gegen ProSieben" – solche hauseigenen Shows lassen sich in der Mediathek von Joyn nachholen (Foto: Joyn)

Das bietet Joyn auf Abruf: In den Mediatheken finden sich hauseigene Sendungen von "Joko und Klaas gegen ProSieben" bis "Der letzte Bulle". Komplett ist das Angebot aber noch längst nicht, "Schlag den Star" fehlt beispielsweise. Und an Eigenproduktion bietet Joyn zum Start die dritte Staffel der herrlichen Fremdschäm-Comedy "Jerks" mit Christian Ulmen und Fahri Yardim, die Grundschul-Comedy "Die Läusemutter" mit Pina Kühr und Michael Kessler oder "Single Diaries" mit Raul Richter, in dem es um die Liebe in der Single-Hauptstadt München geht.

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Joyn zeigt also schon zum Start einen recht spannenden TV-Mix – mit einem Nachteil: Weil nur die Öffentlich-Rechtlichen in HD zu sehen sind, ist die Bildqualität in normaler SD-Auflösung überschaubar. Damit gibt es bis zum Start des Premium-Angebots von Joyn derzeit keine Möglichkeit, Sendungen von ProSieben oder Sat.1 in einer Mediathek in HD zu sehen.

Jerks
Das schnellste Fremdschämen der Welt: Für "Jerks" & Co. ist bei Joyn derzeit noch keine Anmeldung nötig (Foto: Joyn)

So funktioniert Joyn: Derzeit ist die Nutzung noch extrem einfach und komfortabel. Per App oder im Browser auf joyn.de ist keinerlei Anmeldung oder Registrierung nötig. "Jerks" & Co. starten nach wenigen Sekunden – und nach dem obligatorischen Werbespot. Joyn läuft auf iPhone, iPad, Android-Geräten, PC und Mac sowie auf Amazon Fire TV und demnächst auf Smart-TVs von Samsung ab 2017. Weitere Internet-Fernseher sollen folgen, ebenso wie eine App für Apple TV.

So kommt Joyn auf den Fernseher: Fire TV und Samsungs Smart-Fernseher sind zunächst die einfachste Möglichkeit, Joyn auch am großen Fernseher zu nutzen. Aber es geht auch anders. iPhone, iPad, Android-Geräte, Mac oder PC, auf denen Joyn läuft, lassen sich beispielsweise per HDMI-Kabel an den Fernseher anschließen. Von iOS-Geräten oder vom Mac aus funktioniert die Übertragung von Joyn auf den Fernseher auch drahtlos per Apple TV. Aber Achtung: Die SD-Bildqualität der meisten Inhalte von Joyn (außer den Öffis) macht auf großen Fernsehern noch weniger Spaß als auf Smartphone oder Tablet.

Frau Jordan
"Frau Jordan stellt gleich" – die Joyn-Serie mit Katrin Bauerfeind startet im kommenden Winter (Foto: Joyn)

Das plant Joyn: Die kostenpflichtige Premium-Version soll künftig mehr HD-Fernsehen sowie zusätzlich die Inhalte von Maxdome und den Eurosport Player bieten. Dann sind auch die Bundesliga-Spiele von Eurosport auf Joyn zu sehen. Weitere Eigenproduktionen sind für Ende 2019 angekündigt: "Check Check" mit Klaas Heufer-Umlauf spielt auf einem tristen Provinzflughafen. Und in "Frau Jordan stellt gleich" spielt Katrin Bauerfeind eine Gleichstellungsbeauftragte, die es nicht leicht hat.

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Das sind die Alternativen zu Joyn

Zattoo
Die Schweizer haben's erfunden: Zattoo streamt schon seit 2006 (Foto: Zattoo)

Zattoo: Der Schweizer Streamingdienst ist der mit Abstand älteste Anbieter in diesem Bereich. Zattoo sendet bereits seit 2006. Mit dem kostenlosen "Free"-Paket sind dort vor allem ARD und ZDF mit ihren Ablegern zu sehen – aber auch kleinere Sender von "Welt der Wunder" bis zu "EuroNews". Im "Premium"-Tarif für 9,99 Euro im Monat laufen die Privaten von RTL bis ProSieben dann sogar in HD. Das "Ultimate"-Paket für 19,99 Euro im Monat bietet eine noch größere Auswahl an HD-Sendern – und 100 Stunden Aufnahmen im Cloud-Rekorder, während es bei "Premium" nur 30 Stunden sind.

Vorbildlich ist Zattoo bei der Zahl der Plattformen, die unterstützt werden. Auf der Liste steht mit iOS, Android, PC, Mac, Samsung Smart TV, Android TV, Google Chromecast, Amazon Fire TV, Apple TV und Xbox One so gut wie jede relevante Hardware. Wer alle wichtigen Privaten in HD sehen will, findet bei Zattoo für 9,99 Euro im Monat derzeit mit das günstigste TV-Streaming in Deutschland.

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Waipu
Nur bei Waipu wird gewaipt. Dabei lässt sich das Programm von Smartphone oder Tablet auf den Fernseher schieben (Foto: Waipu.tv)

Waipu.tv: Gegenüber anderen Internetsendern will sich der Münchner Anbieter vor allem durch größeren Komfort abheben. Spezialität ist das "Waipen". Damit lässt sich das Fernsehbild bei Waipu vom Smartphone oder Tablet durch einen Wisch nach vorne quasi aufs TV-Gerät schieben. Dann dienen Handy oder Tablet als Fernbedienung. Das "Free"-Paket ist gratis und bietet 40 Sender, die meisten davon öffentlich-rechtlich.

Mit der Option "Comfort" für 4,99 Euro im Monat steigt die Senderzahl auf 87, darunter sind in SD-Bildauflösung alle wichtigen Privaten. Per virtuellem Videorecorder lassen sich außerdem 25 Stunden Programm aufzeichnen. Das Rundum-Paket "Perfect" für 9,99 Euro im Monat ist die einzige Option mit HD-Bildern. Hier sind über 100 Programme verfügbar, und es lassen sich 100 Stunden TV aufnehmen. Allerdings sind RTL und VOX bei Waipu grundsätzlich nicht in HD zu sehen. Reichlich unzeitgemäß kostet die mobile Nutzung außerdem fünf Euro zusätzlich im Monat. Ohne diese Option dürfen Nutzer ihr WLAN-Netz nur einmal pro Tag wechseln.

Auch Waipu läuft auf den meisten internetfähigen Plattformen wie iOS, Android, PC, Mac, Chromecast, Fire TV, Apple TV oder auf Smart-TVs von Samsung, LG, Sony, Philips oder Sharp. Der Komfort ist vorbildlich, die Preise können durch die SD-Bilder der RTL-Gruppe und durch den antiquierten Mobilzuschlag nicht ganz mit Zattoo mithalten.

Magenta Tv
MagentaTV – das Telekom-Streaming nicht nur für Telekom-Kunden (Foto: Telekom)

MagentaTV: Das Streamingangebot der Telekom heißt seit Oktober 2018 nicht mehr EntertainTV, sondern MagentaTV. Mit der Umbenennung wurde es erstmals auch für Nicht-Telekom-Kunden geöffnet. Wer bereits einen Festnetzanschluss der Telekom hat, zahlt für das Basisangebot 4,95 Euro zusätzlich im Monat. Für alle anderen sind es 7,95 Euro. Dafür gibt es alle wichtigen Sender zu sehen, also auch die RTL-Gruppe – die Privaten aber nur in SD-Bildauflösung. Wer RTL, VOX, ProSieben, Sat.1 & Co. in HD sehen will, zahlt für MagentaTV Plus weitere fünf Euro im Monat extra. Mit 4,95 Euro bzw. 7,95 Euro für Öffentlich-Rechtliche und Private sind die Preise bei MagentaTV günstig – abgesehen von den fünf Euro HD-Aufschlag.

Das Magenta-Streaming klappt im Browser auf web.magentatv.de sowie mit Apps für iOS, Android, Google Chromecast und Amazon Fire TV. Praktische Funktionen sind das Aufnehmen in der Cloud, der Neustart bereits begonnener Sendungen und die "Megathek" von ARD und ZDF – unter anderem mit über 200 Tatort-Folgen. Weitere Pakete wie Magenta Sport lassen sich ab 4,95 Euro im Monat dazubuchen.

Ab 9,95 Euro gibt es das Sky-Paket mit den Konferenzen aus Fußball-Bundesliga und Champions League – allerdings nur für Festnetz- oder Mobilfunkkunden der Telekom. Und mit dem StreamOn-Angebot der Telekom lassen sich Zattoo, Waipu, MagentaTV und voraussichtlich bald auch Joyn streamen, ohne die Datenflatrate zu belasten.

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