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Josie Pepper Flughafen Muenchen
Flughafen München testet einen humanoiden Roboter, der den Passagieren Auskunft gibt (Bild: Flughafen München GmbH)
Roboter KI

Josie, wo finde ich mein Abfluggate?

Der Flughafen München hat seit heute eine neue Attraktion. In Terminal 2 beantwortet die Roboterdame Josie Pepper den Fluggästen jede noch so kuriose Frage. Im Experiment soll herausgefunden werden, wie die KI bei den Reisenden ankommt.

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Sie ist 1,20 Meter groß, hat leuchtende Kulleraugen eine sympathische Stimme - und war schon an Tag 1 der Star ihres neuen Arbeitsplatzes: Josie Pepper, ein humanoider Roboter, der Passagieren seit Donnerstag im Terminal 2 des Münchner Flughafens bei Fragen weiterhilft. Sei es der Weg zum Abfluggate, zu einem bestimmten Restaurant oder Shop - Josie Pepper schaut dem Fluggast in die Augen und liefert die Antwort.

Es ist ein Experiment. Zum ersten Mal wird an einem deutschen Airport ein humanoider Roboter getestet, der mit künstlicher Intelligenz ausgestattet ist. Für vier Wochen empfängt Josie Pepper nach Passieren der Sicherheitskontrolle die Reisenden im nichtöffentlichen Bereich des Terminal 2, das vom Münchner Flughafen und Lufthansa gemeinsam betrieben wird. Läuft der Test erfolgreich, bekommt Josie möglicherweise bald Unterstützung von weiteren, auch deutsch sprechenden Artgenossen.

Bei ihrem ersten Einsatz spricht Josie Pepper Englisch und empfängt die Passagiere in der Nähe des Abgangs zum Shuttle Richtung Satellitengebäude. Mit dem Test soll ergründet werden, wie sie bei den Fluggästen ankommt. Neben Fragen nach dem Weg, kontert die Robodame auch bei persönlichen Fragen geschickt: Wer Josie nach ihrem Beziehungsstatus fragt, bekommt übersetzt entgegnet: "Flirtest du etwa mit mir?" Das führte am Donnerstag zu vielen Lachern bei den Passagieren - und zu ebenso vielen Wünschen nach einem Selfie.

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Josie Pepper_Flughafen.jpg
"Wo finde ich die nächste Toilette in der Nähe von Gate 24"? Josie Pepper beantwortet Fragen der Fluggäste (Bild: Flughafen München GmbH)

In Josies "Gehirn" arbeitet ein leistungsstarker Prozessor. Über WLAN ist der Rechner mit dem Internet verbunden und hat dadurch Zugriff auf eine Cloud, in der Gesprochenes verarbeitet, interpretiert und mit den Daten des Flughafens verknüpft wird. Das Besondere daran: Dieser Robotertyp spricht keinen fertigen Text, sondern antwortet - durch seine Fähigkeit zu lernen - individuell auf eine Frage. Ähnlich wie ein echtes Gehirn lernt dieser Computer, Fragen und die hierfür relevanten Informationen besser miteinander zu verknüpfen. Josie liefert dadurch immer präzisere Antworten. Am Ende jeder Woche werten Mitarbeiter die gestellten Fragen aus. "Anhand dieses Protokolls sieht man, welche Fragen Josie bereits beantworten kann und wo sie noch Lernbedarf hat", erklärt Kathrin Stangl vom Flughafen München im LEAD-Gespräch. Frei hat Josie übrigens wie ihre menschlichen Kollegen auch mal. "Auch ein humanoider Roboter hat Arbeits- und Ruhezeiten."

In der Roboterdame steckt Technologie von IBM: künstliche Intelligenz und Watson Internet-of-Things-Technologie aus der Cloud. Den Roboter hat das französische Unternehmen SoftBank Robotics entwickelt. Auf den Vornamen "Josie" wurde die Roboterdame übrigens von Mitarbeitern des Airports und der Lufthansa nach ihrer Ankunft getauft - in Anlehnung an Franz Josef Strauss? Ob Josie auch sagen kann, wer das ist? Man muss ja nicht alles wissen...

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